2024-07-12T13:30:11.727Z

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Ein frischer Blick, der nochmal andere Stärken der Spieler erkennt und eine andere Herangehensweise hat. Das erhofft sich Florian Mittermüller vom neuen FC-Chefcoach Foraterra.
Ein frischer Blick, der nochmal andere Stärken der Spieler erkennt und eine andere Herangehensweise hat. Das erhofft sich Florian Mittermüller vom neuen FC-Chefcoach Foraterra. – Foto: Verein

Neuer Vereinsname und neue Trainer: Massimo Foraterra übernimmt beim FC Markt Schwaben

„Frischer Blick“

Massimo Foraterra wird Trainer in Markt Schwaben, der bald einen neuen Anstrich haben wird. Aus der SG wird ein FC.

Markt Schwaben – Scheinbar hat Massimo Foraterra diese Fangfrage schon erwartet, denn er pariert sie wie ein fokussierter Fechter, die gegnerische Initiative – und mit einem Lachen: „Mein neuer Verein heißt FC Markt Schwaben.“ Selbst derjenige, der den erfahrenen Fußballtrainer mitverantwortlich angeheuert hat, tut sich da deutlich schwerer.

„Ganz offiziell sind wir ja auch erst am 30. Juni der FC Markt Schwaben“

Florian Mittermüller

„Mir geht‘s ehrlicherweise oft so, gerade jetzt beim Ausmachen von Testspielen, dass ich nicht weiß, ob ich mich vom FC Falke oder der SG Markt Schwaben vorstellen soll“, gesteht Florian Mittermüller. Korrekt sind ja auch aktuell noch irgendwie alle drei Varianten. Bei den Falken sitzt Mittermüller ebenso noch im Vorstand wie bei der Spielgemeinschaft, in deren Namen die Schwabener Herrenfußballer zuletzt aufgelaufen sind. „Und ganz offiziell sind wir ja auch erst am 30. Juni der FC Markt Schwaben“, so der Sportleiter.

Bis der neue Fusionsklub seine erste ordentliche Mitgliederversammlung abhält, trägt Mittermüller gemeinsam mit Manuel Dauma und Alexander Brandt die Verantwortung für die Kaderzusammenstellung der beiden Herrenteams in der Kreisklasse und C-Klasse.

Gabor Buta übernimmt die Reserve

Für die Zweitvertretung hat man sich auf der Trainerposition nun mit Gabor Buta geeinigt, der nach Stationen bei Ottenhofen, Unterbruck und Herbertshausen „motiviert an die neue Herausforderung heran gehen will und mit das Ziel Aufstieg in die B-Klasse verwirklichen soll“, erklärt Mittermüller.

Dass Gabor Buta ebenso wie Massimo Foraterra ein externer Übungsleiter ohne Verbandelungen in einen der drei vormaligen Markt Schwabener Vereine ist, war für die sportliche Leitung Kalkül. Jahrelang hatte man zuvor den Trainerstuhl aus den eigenen Reihen besetzt. Jetzt, in dieser historischen, nicht reibungslosen Fusionsgemengelage, tue ein unvoreingenommen, externer, „frischer Blick“ auf die Mannschaft gut, „der nochmal andere Stärken der Spieler erkennt und eine andere Herangehensweise hat“.

Insofern habe Mittermüller nach Foraterras Kontaktaufnahme vor einem Monat schnell ein gutes Gefühl bekommen. „Als Spieler kannte ich ihn noch aus seiner Zeit bei Ebersberg. Seine sportliche Ausrichtung und die Art, wie er die relativ junge Mannschaft führen will, damit sie den nächsten Schritt macht, um oben mitzuspielen, hat uns gut gefallen.“

Man könne dem neuen Übungsleiter keine zehn externen Neuzugänge, dafür aber einige Talente aus dem eigenen Nachwuchs an die Hand geben. „Massimo hat als U17-Trainer in Freising schon gezeigt hat, dass er mit jüngeren Spielern umgehen kann. Und diesen Weg wollen wir als Verein jetzt mittel- bis langfristig gehen. Da gehört die Trainerposition natürlich dazu.“

Die Jugend fördern und formen, gleichzeitig aber auch schon bald den Aufstieg in Angriff nehmen: Das alleine wäre neben einer neuen Fusionsmannschaft für den Vaterstettener Foraterra schon Anreiz genug, nach der zeitintensiven Doppelbelastung mit fünf Einheiten pro Woche in Freising und bei der SG Baiernrain/Dietramszell (A-Klasse) nochmal wohnortnah etwas Neues zu starten.

„Wenn man bedenkt, dass ein Trainer wie Michael Hieber diese Mannschaft zwei Jahre lang trainiert hat, muss ich schon schauen, dass ich das Niveau so hoch bringe“, lobt Foraterra die Arbeit seines Vorgängers, den es bekanntlich zu Kreisligist TSV Ebersberg gezogen hat. „Die Mannschaft ist technisch gut und taktisch werde ich sie so hinbringen, wie ich mir das vorstelle“, startet Foraterras neues Team am Montag, 8. Juli, in die Vorbereitung.

Ins erste Testspiel wird‘s dann offiziell als FC Markt Schwaben gehen. Neue Trikotsätze kommen aber erst sukzessive dazu, sagt Florian Mittermüller: „Wir haben eine Karenzzeit vom Verband. Außerdem haben wir bei den SG-Trikots hinten bewusst nur Markt Schwaben und vorne kein Wappen geflockt.“ Wenn sich der FC Markt Schwaben dann auf ein neues Logo geeinigt hat, werden auch diese Lücken gefüllt. (jb)

Aufrufe: 017.6.2024, 08:06 Uhr
Julian BetzlAutor