2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines
Concordia Rheinberg ist amtierender Stadtmeister.
Concordia Rheinberg ist amtierender Stadtmeister. – Foto: Rapha Günther

Neuer Turniermodus in Rheinberg sorgt für Gesprächsstoff

Heute wird beim SV Budberg der neue Rheinberger Fußball-Stadtmeister ausgespielt. Die Meinungen zum neuen Modus sind geteilt. Der Gastgeber schickt eine U23-Auswahl auf den Kunstrasen, beim TuS Borth steht ein Torhüter an der Seitenlinie. Das sind die wichtigsten Turnierinfos.

Am Samstag wurde ab 13 Uhr in Budberg der neue Rheinberger Fußball-Stadtmeister ermittelt. Concordia Rheinberg geht als Titelverteidiger ins Rennen, der Landesliga-Gastgeber wird wie gewohnt kräftig rotieren. Millingen-Trainer Oliver Kraft freut sich auf eine „freundschaftliche Tagesveranstaltung“. Beim TuS Borth steht ein Torhüter an der Seitenlinie. Beim Underdog aus Orsoy soll endlich Ruhe einkehren.


SV Budberg

Der Gastgeber setzt auf eine bunt gemischte Auswahl mit Spielern aus gleich drei Teams. Coach Tim Wilke schickt eine 14-köpfige U23-Auswahl ins Turnier – mit dabei: sieben Landesliga-Spieler, drei Akteure aus der A-Liga-Mannschaft von Ulf Deutz und Thomas Kehrmann sowie vier A-Jugendliche. Der Trainer sieht seine Truppe daher diesmal nicht unbedingt als Top-Favorit.

„Eine große Abstimmung wird nicht möglich sein. Aber natürlich wollen wir vor heimischer Kulisse gewinnen“, hofft der Coach. „Wichtiger ist, dass die Jungs eine erfrischende, läuferische und dynamische Leistung zeigen.“ Die zwölf pausierenden Stammspieler kehren derweil wieder zum Härtetest am Sonntagmittag beim VfB Hilden II auf den Platz zurück. Bei Stürmer Moritz Paul, zuletzt von leichten muskulären Problemen geplagt, bestehen keine Sorgen.


Concordia Rheinberg

Für Manfred Wranik steht derzeit vor allem das Privatleben im Vordergrund. Er wurde in der Sommerpause erneut Vater. Sportlich blickt der Concordia-Trainer auf eine enttäuschende Saison zurück: Seine Mannschaft holte zwar den Stadtmeistertitel in der Halle und auf dem Feld. Nach dem knapp eingefahrenen Klassenerhalt in der Kreisliga A steht der Fusionsklub auch diesmal wieder vor einer schwierigen Spielzeit.

„Wir hatten einige schmerzhafte Abgänge und haben einen dünnen Kader. Daher gehen wir das Wochenende total entspannt an“, sagt Wranik. Die Umstellung auf ein Tagesturnier gefällt dem früheren Oberligaspieler dagegen nicht sonderlich. „Die Wartezeiten sind für uns speziell schon sehr lang. Auf zwei Plätzen wäre das sicher eine super Sache.“ Die fünf neuen Feldspieler Max Buchholz, Kevin Röös, Jonas Jaschka, Finn Schulz und Philip Schall stehen allesamt im Aufgebot, ebenso wie der neue Keeper Timo Hahn.


SV Millingen

Frisch aus dem Familienurlaub aus den Niederlanden zurück, übernimmt Oliver Kraft pünktlich zu den Stadtmeisterschaften beim SV Millingen wieder das Kommando. Trotz einer zuletzt deutlichen 1:7-Niederlage in der Vorbereitung gegen den Bezirksligisten DJK Twisteden bleibt der Trainer gelassen und sah in den ersten Wochen viel Positives. „Wir wissen zwar noch nicht genau, wo wir stehen, dafür aber genau, was wir noch tun müssen, da es bei uns nur wenige personelle Veränderungen gab.“

Die Neuzugänge Darvin Goecke und Jan-Niklas Block haben sich gut eingefügt. Mit Blick auf den neuen Modus ist Kraft positiv gestimmt: „Vierkurze Spiele an einem Tag – das ist gut planbar und wird sicherlich einige Zuschauer anziehen. Wir freuen uns auf eine freundschaftliche Veranstaltung.“ Als Vorjahres-Vizemeister gehört Millingen zum erweiterten Favoritenkreis und möchte ein Wörtchen um den Pokal mitreden. „Dem Anspruch wollen wir auf jeden Fall gerecht werden“, so Kraft.


TuS Borth

Der alte Ascheplatz am Mittelweg wurde im Zuge der Bauarbeiten auf der Sportanlage schon ordentlich umgegraben. An das Spiel auf Kunstrasen kann sich der B-Ligist am Samstag schon einmal gewöhnen. Die Borther, im Juni noch deutlich in der Aufstiegsrelegation gescheitert, müssen allerdings ohne ihren Cheftrainer Stefan Kuban auskommen.

Pascal Kastendieck übernimmt an der Seitenlinie. Der langjährige Keeper folgte im Sommer mit dem reaktivierten Stürmer Andreas Dargel als spielendes Assistenten-Duo auf den mit Ex-Coach Patrick Heydrich zum GSV Moers II abgewanderten Nils Armes.

„Leider haben wir etwas Verletzungspech und nicht den größten Spieltagskader. Aber die Jungs sind heiß und machen sich vor keinem Gegner in die Hose. Durch den neuen Modus wird es ähnlich wie in der Halle für uns alle ein langer und anstrengender Tag“, blickt Kastendieck voraus.


SV Orsoy

Alles neu – dieses Motto hat‘s am Gildenkamp in den vergangenen Jahren schon des Öfteren gegeben. Nach dem A-Liga-Rückzug und turbulenten Monaten soll nun endlich wieder Ruhe einkehren. Mark Kolanczyk heißt der neue Trainer beim zweiten B-Ligisten des Turniers. Der Verein zog die ehemalige zweite Mannschaft aus der C-Liga hoch.

Das Ziel: „Wir wollen versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen, und uns in Budberg besser präsentieren als in der Vergangenheit.“ 2024 musste wegen Personalmangels sogar eine Partie abgebrochen werden. „Wir haben zuletzt um die 30 Gegentore kassiert, müssen uns defensiv besser zeigen und wollen die Favoriten ärgern.“ Der verkürzte Modus könnte dem krassen Außenseiter ein Stück dabei ein Stück weit in die Karten spielen.

Aufrufe: 026.7.2025, 21:30 Uhr
Fabian Kleintges-TopollAutor