
Der aktuelle Coach des Bezirksligisten hört am Ende der laufenden Spielzeit auf: "Die Familie hat jetzt Priorität." Sein Nachfolger hat eien guten Namen im Landkreis Landsberg. Er spielte schon höherklassig , war zuletzt Trainer bei Jahn Landsberg und ist noch für den TSV Finning in der Kreisklasse am Ball.
Denklingen – Trainer-Knall bei Fußball-Bezirksligist VfL Denklingen (Landkreis Landsberg am Lech: Chris Schmitt (36), der im vergangenen Sommer die Nachfolge von Langzeit-Coach Markus Ansorge (59) angetreten und seither als Spielertrainer Akzente auf und neben dem Platz gesetzt hat, hört am Ende der laufenden Saison auf.
Sein Nachfolger wird ein alter Bekannter mit einem guten Namen im Landkreis-Fußball: Der ehemalige Kauferinger Landes- und Landsberger Bayernligaspieler Armin Sanktjohanser (35), der kurz vor Ostern 2025 als Coach von Kreisligist FT Jahn Landsberg zurückgetreten ist, übernimmt zur neuen Spielzeit als Trainer. „Unser großes Ziel ist, Armin einen Bezirksligisten zu übergeben. Dafür tun wir alles und arbeiten hart“, verspricht Schmitt.
Er erklärt die Gründe für seinen Abgang, den er gegenüber den Verantwortlichen im übrigen schon bei der Amtsübernahme im vergangenen Jahr angekündigt hatte: „Die Familie hat jetzt Priorität. Ich habe drei Kinder und bin zudem beruflich mit dem Bauernhof in Kinsau und meinem normalen Job ziemlich eingespannt – das ging alles nur, weil mir meine Frau Nicole komplett den Rücken freigehalten und sehr viel zurückgesteckt hat.“ Jetzt hat Schmitt mehr Zeit für sie und seine drei Mädels Valerie (acht Monate), Hilde (2) und Madita (4). „Es ist eine Vernunfts-Entscheidung, sie hat überhaupt nichts mit der sportlichen Situation oder der Mannschaft zu tun“, ergänzt er. „Es macht richtig Spaß mit den Jungs, meinem Trainerteam und der Führung um Ludwig Kirchbichler. Deshalb gehe ich auch mit einem weinenden Auge.“
Aber er verspricht (was Sanktjohanser sehr freut): „Ich lasse meinen Pass in Denklingen. Wenn ich Zeit habe, komme ich gern mal ins Training. Und wenn Not am Mann ist, springe ich sicher auch mal ein.“ Auf seinen Nachfolger hält Schmitt große Stücke: „Ich bin froh, dass der Verein einen sehr guten Trainer gefunden hat. Ich denke, das passt bestens.“
Sanktjohanser ist in der aktuellen Saison als Spieler schon fünfmal für den TSV Finning (hat er früher auch schon trainiert) in der Kreisklasse aufgelaufen - was auch weiter tun „und Peter Bootz helfen“ will. Jetzt freut er sich „tierisch“ auf die neue Herausforderung: „Denklingen ist ein extrem sympathischer Club. Und sechs Jahre als Dorfverein eine gute Rolle in der Bezirksliga zu spielen, ist herausragend. Ich war mir anfangs nach über einem halben Jahr Pause gar nicht sicher, ob ich nochmal als Trainer arbeiten will. Aber die Gespräche mit den Denklingern waren so gut, dass ich nicht lange überlegen musste.“ Im Januar war dann alles klar. Dabei war die künftige Spielkasse „nicht ausschlaggebend“, wie er sagt. Freilich: „Es wäre schon schön, wenn es in der Bezirksliga weitergeht.“ Wie auch immer: „Jetzt kribbelt‘s wieder, ich hab‘ wieder total Bock.“
Der neue VfL-Coach, der in Kaufering lebt und zweifacher Vater ist, ergänzt: „Das Gesamtpaket ist überragend – genauso wie die Infrastruktur in Denklingen. Wo findet man in der Umgebung schon so eine großartige Sportanlage?“
Seine künftige Mannschaft wird sich Sanktjohanser in den nächsten Wo-hen und Monaten immer wieder mal anschauen. „Aber ich will dabei immer noch im Hintergrund bleiben“, betont er.
Auch an diesem Samstag (7. Februar) wird er in Denklingen beim Testspiel gegen den VfL Kaufering (Anpfiff: 15 Uhr) zuschauen. Aber nicht nur wegen seiner künftigen Jungs, sondern auch wegen Kauferings Trainer Alex Wagner (35). Der war schließlich zu gemeinsamen Jahn-Zeiten Armins spielender Co-Trainer.