
Nachdem Fußball-Oberligist 1. FC Normannia Gmünd in der vergangenen Woche bekanntgegeben hatte, dass man ab dem Sommer nicht mehr mit Zlatko Blaskic weiterarbeiten werde auf der Trainerposition, kann der Verein bereits seinen Nachfolger präsentieren. Sportdirektor Stephan Fichter hat bekanntgegeben, dass sich die Normannia und Patrick Faber auf eine Zusammenarbeit für die nächsten beiden Spielzeiten geeinigt haben. Der 39-Jährige ist selbst noch bis zum Sommer beim Verbandsligisten TSG Hofherrnweiler als Trainer aktiv und sowohl bei der Normannia als auch in der Stadt Schwäbisch Gmünd kein Unbekannter.
Faber kennt die Normannia noch ganz gut. Von 2008 bis 2013 war er ein gewichtiger Teil der Mannschaft, die damals bereits in der Oberliga gekickt hat. Von 2013 bis 2018 spielte Faber für den TSV Essingen, ehe er zur TSG Hofherrnweiler-Unterrombach wechselte. Hier spielte er erst mit, stieg 2019 mit der TSG in die Verbandsliga auf und übernahm 2020 schließlich als Trainer bei der TSG. Sechseinhalb Jahre führte er die Mannschaft erfolgreich durch die Verbandsliga.
Vor ein paar Wochen hatten sich Verein und Faber darauf verständigt, ab Sommer getrennte Wege zu gehen, ähnlich wie bei Normannia Gmünd. „Patrick hat uns in den Gesprächen überzeugt und gezeigt, dass er derjenige sein wird, der diesen neuen Impuls auf der Trainerposition, den wir uns wünschen, auslösen wird“, freut sich Fichter, dass man bei der Blaskic-Nachfolge schnell fündig geworden ist. „Er hat jetzt über sechs Jahre hervorragende Arbeit in Hofherrnweiler geleistet und absolviert aktuell die Trainer-A-Lizenz. Die Voraussetzungen, mit uns erfolgreich zu sein, sind also bestens“, so Fichter weiter.
Faber freut sich ebenfalls, wie er direkt aus Frankfurt mitteilt. Die erste Hälfte dieser Woche nimmt er wieder an Kursteilen für die A-Lizenz teil, direkt beim DFB, und ist entsprechend beschäftigt. Nachdem man sich im Winter in Hofherrnweiler zusammengesetzt und sich darauf verständigt hatte, dass man getrennte Wege gehen werde, war Faber bekanntlich auf dem Markt. „Als dann die Kontaktaufnahme vom Verein kam, haben wir doch recht schnell gemerkt, dass wir in dieselbe Richtung Fußball denken und blicken“, sagt Faber zu den kürzlich stattgefundenen Gesprächen mit der Normannia.
Natürlich habe in seine Überlegungen mit hereingespielt, dass er selbst beim FCN aktiv gewesen ist, einst in Gmünd lebte und studierte, zur Stauferstadt einfach immer schon eine besondere Beziehung hatte. „Die Normannia habe ich über all die Jahre immer verfolgt, dazu haben wir uns etliche Male duelliert“, sagt Faber. Vorstandsmitglied Marco Biegert ist optimistisch: „Nach über sechs sehr erfolgreichen Jahren mit Zlatko Blaskic war es uns wichtig, einen Trainer zu finden, der sowohl für Kontinuität steht als auch neue Impulse setzen kann. Patrick Faber vereint genau diese Eigenschaften und hat uns vollauf überzeugt.“
Faber bringt seinem kommenden Arbeitgeber die höchste Wertschätzung entgegen. Spätestens seit dem Wiederaufstieg in die Oberliga habe sich der Verein sportlich super entwickelt, einen spannenden Kader beisammen mit jungen und gestandenen Spielern und eine solide Führung durch das Präsidium, so Faber. Das sei auch weit über die Grenzen Gmünds hinaus geschwappt. „Ich freue mich jetzt, mich in diesem neuen Umfeld einzubringen und zu beweisen. Ich gehe diese Aufgabe positiv und voller Vorfreude an, möchte neue Impulse geben und mich, den Verein und die Mannschaft weiterentwickeln“, so Faber weiter.
Das Erwerben der A-Lizenz sei aktuell unglaublich intensiv, aber genauso inspirierend, wie er sagt: „Diese Dinge, die einem dort beigebracht werden, die Trainerkollegen, die man dort trifft, das alles ist einfach unglaublich wichtig für mich und ich freue mich darauf, diese Dinge ab dem Sommer im Schwerzer mit in meine Trainingsarbeit einfließen lassen zu können“, sagt der kommende FCN-Trainer. Bis zum Ende der Saison ist er jetzt einer der größten Normannia-Fans und drückt die Daumen im Abstiegskampf der Oberliga.