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Neuer SC Fürstenfeldbruck will durchstarten: „In fünf Jahren wollen wir Landesliga spielen“

Ricter und Lapper sind neues Trainer-Duo beim SCF

von Paul Pfaffel · 21.06.2024, 09:46 Uhr · 0 Leser
Der SC Fürstenfeldbruck wagt den Neustart in der A-Klasse
Der SC Fürstenfeldbruck wagt den Neustart in der A-Klasse – Foto: Weber

Der Herrenfußball beim SC Fürstenfeldbruck soll wiederbelebt werden. Mit neuen Gesichtern aus der Landes- und Bayernliga soll es schnell voran gehen.

Fürstenfeldbruck – Der SC Fürstenfeldbruck war einst eine feste Größe im oberbayerischen Fußball. Jetzt steht der Traditionsklub vor einem umfassenden Neuanfang. Nachdem der Verein in den letzten Jahren von der Bayernliga bis in die Kreisklasse abgestiegen war, musste der Klub die Herrenmannschaften abmelden. Nun geht der SCF in der A-Klasse an den Start und wird von zwei Spielertrainern angeführt.

Nickoy Ricter und Patrick Lapper sind die zentralen Figuren des Neustarts beim SC Fürstenfeldbruck. Beide bringen erhebliche Erfahrung aus höheren Spielklassen mit. Ricter kommt vom Bayernligisten Dachau 65 und sammelte sogar Regionalliga-Erfahrung mit dem FC Pipinsried. Lapper spielte zuletzt für den Landesligisten SC Oberweikertshofen. Das Engagement ist vor allem ein Herzensprojekt. „Ein Spielerkreis aus acht bis zehn Brucker-Jungs hat sich zusammengetan, um ihren Ausbildungsverein zu retten. Für uns war klar: Jetzt oder nie“, erklärt Ricter.

Bayernliga und Landesliga-Kicker peilen in Fürstenfeldbruck den Durchmarsch an

Ein wesentlicher Bestandteil des Neustarts ist die Zusammenstellung eines konkurrenzfähigen Kaders. Nachdem sich das alte Team aufgelöst hatte, gelang es Ricter und Lapper zahlreiche Spieler von einem Wechsel zu überzeugen. Inzwischen sind es bereits 17 Akteure. Ein weiterer Neuzugang aus der Bayernliga könnte noch folgen.

Der Kader ist mit Spielern gespickt, die bereits in deutlich höheren Ligen gekickt haben. Etwa zwei Drittel sind bereits in der Landesliga aufgelaufen oder haben eine SCF-Vergangenheit. „Das sind fast alles Jungs, die bei Fürstenfeldbruck ausgebildet wurden“, sagt Lapper. Dementsprechend hoch setzt der neue SCF-Trainer Ricter die Ziele: „Wir wollen aufsteigen. In fünf Jahren wollen wir wieder in der Landesliga spielen.“

„Wir müssen die Spannung über die ganze Saison hochhalten. Das wird keine leichte Aufgabe.“

Patrick Lapper, Spielertrainer vom SC Fürstenfeldbruck.

Obwohl es sich bei vielen Neuzugängen um ehemalige Jugendspieler des SCF handelt, muss die Frage nach einem gerechten Wettbewerb gestellt werden. Ist es überhaupt fair, mit einem solchen Kader in der A-Klasse an den Start zu gehen? „Wir hatten beim BFV eine höhere Eingliederung, wie in die Kreisliga oder Kreisklasse angefragt. Dort hätten wir uns vielleicht bessere Duelle liefern können. Wir verstehen aber die Entscheidung des Verbands, da der Verein nun mal aus der Kreisliga abgestiegen ist“, erörtert Ricter. Sein Trainer-Kollege Lapper ergänzt: „Wir wussten ja vorher schon, wie stark der Kader sein wird.“

Qualität ist das eine, selbige auf den Platz zu bringen noch mal etwas ganz anderes. Trotz der vermeintlichen Überlegenheit besteht das Spielertrainer-Duo darauf, dass die Partien erstmal gespielt und gewonnen werden müssten. „Trotz der individuellen Klasse müssen wir die Spannung über die ganze Saison hochhalten. Das wird keine leichte Aufgabe“, sagt Lapper.

„Wir wollen die Zuschauer für unseren Fußball gewinnen.“

Nickoy Ricter und Patrick Lapper, Trainer-Duo beim SC Fürstenfeldbruck.

Das Duo hat klare Vorstellungen von der Spielweise ihres Teams: „Wir wollen attraktiv spielen und uns nicht auf Einzelaktionen verlassen. Wir haben viele Teams in der A-Klasse mit langen Bällen spielen sehen. Das wird es bei uns nicht geben. Wir wollen die Zuschauer für unseren Fußball gewinnen.“

Obwohl es für Ricter und Lapper die erste Saison als Trainer ist, lassen sich die neuernannten Coaches nicht von Selbstzweifeln aufhalten: „Wir haben in unserer Laufbahn mit vielen richtig guten Spielertrainern zusammen gearbeitet. Da kann man sich immer viel abgucken. Aus den Probetrainings kam viel positives Feedback von der Spielerseite. Das kriegen wir gut gemeistert.“

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„Wir wollen in absehbarer Zeit wieder zum Landkreisprimus werden.“

Patrick Lapper, Spielertrainer vom SC Fürstenfeldbruck.

Das Trainer-Duo ist sich der zu füllenden Fußstapfen bewusst und setzt sich ambitionierte Ziele. „Wir wollen in absehbarer Zeit wieder zum Landkreisprimus werden“, sagt Lapper. Die Mischung aus Herzblut, individueller Klasse und einem klaren Plan soll den SCF zurück zu altem Ruhm führen. Die Vorzeichen stehen gut. Die kommende Saison in der A-Klasse wird zeigen, ob der SCF die hohen Erwartungen erfüllen kann. (Paul Pfaffel)