2026-06-01T10:27:43.393Z

Analyse

Neue & bekannte Gesichter für Thüringens Landesklassen

Diese Teams feiern bereits den Aufstieg - einige Entscheidungen stehen noch aus!

von André Hofmann · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
Mosbach feiert, Deubi feiert mit Bierdusche mit!
Mosbach feiert, Deubi feiert mit Bierdusche mit! – Foto: Christian Heilwagen

Die Saison 2025/26 biegt auf die Zielgerade ein – und in den Thüringer Kreisoberligen zeichnen sich die Aufsteiger für die Landesklassen immer deutlicher ab. Während einige Vereine ihre Meisterschaft bereits feiern dürfen, kämpfen andere noch in spannenden Fernduellen um den Sprung auf Landesebene.

Ein Überblick über die aktuelle Situation für die Aufsteiger der drei Landesklasse-Staffeln.

Landesklasse 1: Traditionsvereine auf dem Weg zurück

KOL Mittelthüringen: Germania Ilmenau kehrt zurück

In der Kreisoberliga Mittelthüringen steht der erste Aufsteiger bereits fest. Der SV Germania Ilmenau sicherte sich mit einem spektakulären 5:3-Erfolg beim FSV Gräfenroda vorzeitig die Meisterschaft. Dabei bewies die Mannschaft von Thomas Giehl große Moral: Nach einem frühen 0:2-Rückstand kämpfte sich Germania noch vor der Pause zurück und hatte auch nach dem zwischenzeitlichen 3:3 die passenden Antworten parat. Nach drei Jahren in der Kreisoberliga kehrt der Traditionsverein vom Hammergrund damit wieder auf die Thüringer Fußballlandkarte zurück und will sich in der Landesklasse dauerhaft etablieren. >> Tabelle der KOL Mittelthüringen

KOL Ostthüringen: ZFC Meuselwitz II setzt den Neuaufbau fort

Ebenfalls als Aufsteiger fest steht der ZFC Meuselwitz II in der Kreisoberliga Ostthüringen. Die Regionalliga-Reserve profitierte am Wochenende vom Nichtantritt der SG Rüdersdorf/Kraftsdorf und durfte damit den Aufstieg feiern. Der Erfolg ist der vorläufige Höhepunkt eines bemerkenswerten Neuaufbaus. Nachdem die zweite Mannschaft 2019 noch in der Thüringenliga spielte, begann der Neustart in der Kreisklasse. Nun ist die Rückkehr auf Landesebene gelungen – ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Vereinsunterbaus. >> Tabelle der KOL Ostthüringen

Kein Spiel, trotzdem aufgestiegen: ZFC Meuselwitz II.
Kein Spiel, trotzdem aufgestiegen: ZFC Meuselwitz II. – Foto: Tanja Kaltofen

KOL Jena-Saale-Orla: VfB Pößneck vor direkter Rückkehr

Noch nicht ganz am Ziel, aber mit hervorragenden Aussichten, befindet sich der VfB Pößneck. Zwei Spieltage vor Saisonende führt der ehemalige Landesklassist die Tabelle der Kreisoberliga Jena-Saale-Orla souverän an. Der Vorsprung auf die Verfolger vom SV 77 Lobeda und FC Chemie Triptis beträgt fünf beziehungsweise sechs Punkte. Damit steht der direkte Wiederaufstieg unmittelbar bevor. Für den VfB wäre es die schnelle Rückkehr in die Landesklasse nach nur einer Saison auf Kreisebene. >> Tabelle der KOL Jena-Saale-Orla

Landesklasse 2: Spannung in EF-Söm & Eichsfeld/UH - Salza feiert

KOL Eichsfeld/UH: Leinefelde/Birkungen vor dem direkten Wiederaufstieg

In der Kreisoberliga Eichsfeld/Unstrut-Hainich spricht vieles für die Rückkehr der SG Leinefelde/Birkungen. Die Mannschaft, die vor wenigen Wochen von Thomas Stang übernommen wurde, geht als Tabellenführer in den letzten Spieltag. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf den FC Eichsfeld II. Während Leinefelde/Birkungen gegen den Tabellenzehnten SpG Kreuzebra alles in der eigenen Hand hat, wartet auf den Verfolger beim Tabellenvierten Lengenfeld/Stein eine deutlich schwierigere Aufgabe. Die Ausgangslage spricht klar für den direkten Wiederaufstieg der SG. >> zur Tabelle der KOL Eichsfeld/UH

Ein Schritt noch auf den Weg zurück in die Landesklasse für die SG Leinefelde/Birkungen.
Ein Schritt noch auf den Weg zurück in die Landesklasse für die SG Leinefelde/Birkungen. – Foto: Maurice Danner

KOL Erfurt-Sömmerda: Vierkampf um den Titel

Die wohl spannendste Entscheidung steht in der Kreisoberliga Erfurt-Sömmerda bevor. Gleich vier Mannschaften dürfen sich zwei Spieltage vor Saisonende noch Hoffnungen auf Meisterschaft und Aufstieg machen. Die beste Ausgangsposition besitzt derzeit die SG Buttstädt/Großbrembach. Dahinter lauern Kerspleben, Union Erfurt und Ingersleben. Besonders brisant: Am kommenden Wochenende gastiert der Spitzenreiter zum direkten Duell bei Union Erfurt. Das Topspiel könnte bereits eine Vorentscheidung im Titelrennen bringen. >> zur Tabelle der KOL Erfurt-Sömmerda

KOL Nordthüringen: Salza schreibt Vereinsgeschichte

Große Freude herrscht dagegen bereits bei der FSG '99 Salza. Die Nordthüringer machten mit einem Last-Minute-Sieg im Spitzenspiel bei Großwechsungen die Meisterschaft perfekt und dürfen den Aufstieg feiern. Angeführt von den erfahrenen Leistungsträgern Paul Kirchner und Sven Bernsdorf kehrt der Verein erstmals seit der Saison 2005/06 auf die Landesebene zurück. Für die FSG ist der Aufstieg der Lohn jahrelanger kontinuierlicher Arbeit. >> zur Tabelle der KOL Nordthüringen

Jubel bei der FSG '99 Salza nach dem Sieg in Großwechsungen.
Jubel bei der FSG '99 Salza nach dem Sieg in Großwechsungen.

Landesklasse 3: Dominante Meister

KOL Rhön-Rennsteig: Herpf ungeschlagen zum Titel

In der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig ließ die SG Herpfer SV 07 der Konkurrenz keine Chance. Bereits zwei Spieltage vor Saisonende steht die Mannschaft von Christian Hutterer als Meister und Aufsteiger fest. Die Bilanz ist beeindruckend: In 24 Spielen blieb Herpf ungeschlagen, gewann 22 Partien und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Der Aufstieg ist die logische Konsequenz einer nahezu perfekten Saison. >> zur Tabelle der KOL Rhön-Rennsteig

KOL Südthüringen: Lauscha/Neuhaus dominiert

Ähnlich überlegen präsentierte sich die SG Lauscha/Neuhaus in der Kreisoberliga Südthüringen. Mit 13 Punkten Vorsprung steht die Meisterschaft bereits seit längerer Zeit fest. Die Mannschaft von Daniel Meyer musste im gesamten Saisonverlauf lediglich eine Niederlage hinnehmen – das 0:1 vor wenigen Wochen gegen Oberlind. Ansonsten dominierte die Spielgemeinschaft die Liga nach Belieben und schaffte den direkten Wiederaufstieg in die Landesklasse. >> zur Tabelle der KOL Südthüringen

KOL Westthüringen: Mosbacher SV vor Landesklasse-Premiere

Für eine echte Premiere sorgt der Mosbacher SV. Mit einem klaren 4:0-Auswärtssieg in Hötzelsroda machte die Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisoberliga Westthüringen perfekt. Trainer René Deubner formte aus dem Team einen Titelkandidaten und führte den Verein mit bislang 22 Siegen aus 28 Spielen sowie nur einer Niederlage souverän an die Spitze. Der Lohn: In der kommenden Saison wird der Mosbacher SV erstmals überhaupt auf Landesebene antreten. >> zur Tabelle der KOL Westthüringen

Mosbach feiert den historischen Aufstieg.
Mosbach feiert den historischen Aufstieg. – Foto: Christian Heilwagen

FAZIT

Während mit Germania Ilmenau, ZFC Meuselwitz II, FSG '99 Salza, SG Herpfer SV 07, SG Lauscha/Neuhaus und dem Mosbacher SV bereits mehrere Aufsteiger feststehen, sind in den Kreisoberligen Erfurt-Sömmerda, Eichsfeld/Unstrut-Hainich und Jena-Saale-Orla noch Entscheidungen offen. Besonders bemerkenswert sind die Rückkehr traditionsreicher Vereine wie Ilmenau und Pößneck sowie die Landesklasse-Premiere des Mosbacher SV. Damit dürfen sich die Thüringer Landesklassen in der Saison 2025/26 auf einige interessante neue Gesichter und spannende Geschichten freuen.