
Im Mariadorfer Südpark treffen zum Rückrundenauftakt beide Mannschaften aufeinander. Ziel ist der Klassenerhalt.
Es ist schon kurios, dass am ersten Rückrundenspieltag zwei der drei Mannschaften aufeinandertreffen, die in der Winterpause neue Trainer installiert haben. Die neuen Trainer von Alemannia Mariadorf und der SG Stolberg kennen sich bestens und tauschen sich regelmäßig aus. „Die Freundschaft ruht am Sonntag für 90 Minuten“, sagt Dominic Bougé, der bei Alemannia Mariadorf das Traineramt übernommen hat. Gast ab 15 Uhr im Mariadorfer Südpark ist die SG Stolberg, die von Besnik Sabani trainiert wird. Schon in vergangenen Jahren begegneten sich beide Trainer in der Bezirksliga – Bougé arbeitete bei Jugendsport Wenau, Sabani bei Concordia Oidtweiler. Wenau war damals im Aufstiegsrennen, Oidtweiler hielt sich im unteren Tabellenbereich auf.
„Jetzt ist es umgekehrt“, spricht Dominic Bougé darauf an, dass die Mariadorfer derzeit Tabellenvorletzter sind und Stolberg vor der Saison hochgehandelt wurde. Fünf Punkte trennen beide Mannschaften in der Tabelle, das Spiel ist also für beide enorm wichtig. In der vergangenen Saison spielten beide Teams bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mit, aktuell geht es nur um den Klassenerhalt. In Mariadorf musste vor der Saison in aller Eile ein kompletter Neuaufbau vollzogen werden, weil sich nach dem Wechsel von Trainer Sebastian Wirtz zu Teutonia Weiden jede Menge Spieler abmeldeten. Frank Raspe sprang als Trainer ein, und der Anfang ließ sich mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen auch gut an. Doch aus den letzten elf Spielen vor der Winterpause wurden nur noch drei Unentschieden geholt, die letzten sieben Partien wurden verloren; der Vorstand trennte sich von Frank Raspe und verpflichtete Dominic Bougé.
Zusammen mit dem sportlichen Leiter Stephan Hummers bemühte sich der neue Trainer intensiv um neue Spieler – mit Erfolg. Zu den Neuen zählen Spieler, die schon höherklassig unterwegs waren und die Mannschaft auch qualitativ stärker machen. Der Vorteil ist auch, dass sie von der Hinrunde der Alemannia „unbeleckt“ sind.
„Die Vorbereitung hatte Höhen und Tiefen“, sagt der Trainer. Mit Verletzungen und Erkrankungen hätten aber alle Mannschaften zu tun gehabt. Dominic Bougé stand vor der Aufgabe, in kurzer Zeit die Mannschaft kennenzulernen und sie voranzubringen. Er ist optimistisch, dass sein Team eine positive Rückrunde spielt. Die Mariadorfer sind natürlich noch nicht zu hundert Prozent aufeinander eingespielt, das muss in der Rückrunde möglichst schnell passieren, zumal das Auftaktprogramm mit den Spielen gegen die SG Stolberg und bei Schlusslicht Arminia Eilendorf ebenso wichtig wie anspruchsvoll ist. Aktuell sind noch einige Spieler angeschlagen; der Trainer hofft aber, dass sie bis Sonntag spielfähig sind.
Dominic Bougé möchte seine Ideen von Fußball auf die Mannschaft übertragen. „Nicht verstecken, mutiger sein“, ist seine Devise. „Wir glauben an den Klassenerhalt“, sind er und sein Team zuversichtlich. „Alemannia Mariadorf gehört in die Bezirksliga“, fügt er hinzu. Hilfreich wäre eine kleine Serie, die auch dem Selbstvertrauen guttun würde. Ein gelungener Auftakt am Sonntag käme da sehr gelegen.
Die übrigen Spiele: Lohn – Germania Hilfarth, Ay-Yildizspor Hückelhoven – Welldorf-Güsten, Uevekoven – Konzen, Roetgen – Arminia Eilendorf, Oidtweiler – DJK FV Haaren (alle So., 15.00), Eicherscheid – VfR Würselen, Kohlscheider BC – Richterich (beide So., 15.30).
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