
Der SV Kralenriede II geht in seine zweite Saison unter Trainer Patrick Moslehner und das mit klaren Zielen, ehrlichen Worten und dem festen Willen, es diesmal besser zu machen. Nach einer schwierigen Spielzeit 2024/2025, die erst in den letzten Wochen den Klassenerhalt brachte, soll in der neuen Runde Konstanz, Disziplin und Teamgeist die Basis für eine ruhigere Saison bilden.
Als Moslehner im Sommer 2024 sein erstes Traineramt im Herrenbereich übernahm, lag der Fokus auf dem Ligaverbleib, ein Ziel, das am Ende auch erreicht wurde. Mit Platz 12, nur fünf Siegen aus 26 Spielen und einem Torverhältnis von 55:124 war die Bilanz jedoch ernüchternd. Der Klassenerhalt wurde erst kurz vor Saisonende gesichert: Dank eines deutlichen 8:2-Erfolgs gegen SKG Dibbesdorf, während Konkurrent SV Rühme gegen Dibbesdorf kurz danach nur Unentschieden spielte.
Doch trotz des geschafften Ziels bleibt der Gesamteindruck: Es war eine Saison, die man lieber schnell abhakt. Große Fluktuation im Kader, mangelnde Trainingsbeteiligung, falsche Prioritäten und eine teils undiszipliniert auftretende Mannschaft machten es dem Trainer nicht leicht. Besonders frustrierend: Einige engagierte Spieler litten unter der schwachen Einstellung anderer. Ein Zustand, den man in der kommenden Saison nicht wiederholen möchte. Hilfe kam dabei immer wieder auch von außen: Die 1. Herren und die Ü40 unterstützten regelmäßig mit Spielern, die wichtige Lücken füllten.
Die Kaderplanung ist auch in diesem Sommer nicht ganz einfach, denn viele Veränderungen erfolgten bereits während der abgelaufenen Saison. Fest steht: Lukas Schwarmbeck wird studienbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen, Hendrik Hähl zieht um, bleibt dem Verein aber mit Zweitspielrecht erhalten.
Dafür gibt es einige spannende Neuzugänge:
Zudem werden noch weitere Spieler zur Vorbereitung erwartet, sodass der Kader also noch nicht final abgeschlossen ist, aber erste Schritte in Richtung Stabilität gemacht sind.
Positiv hervorzuheben war trotz allem die Offensivleistung von zwei Spielern: Benjamin Wermuth, echtes SVK-Urgestein, erzielte starke 21 Tore in 22 Spielen und war wieder mal der beste Torschütze seines Teams. Unterstützt wurde er vom erfahrenen Marius-Florian Virtej, der mit 11 Treffern in 15 Einsätzen ebenfalls eine starke Quote aufwies.
Für die neue Saison bleibt das Ziel erneut der Klassenerhalt, allerdings unter anderen Vorzeichen. Trainer Moslehner fordert deutlich mehr Disziplin, mehr Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen, und vor allem eine ernsthafte Einstellung zum Trainings- und Spielbetrieb. Mit einigen erfahrenen Spielern, die nun im Kader stehen, soll die Entwicklung in eine deutlich positivere Richtung gehen. Diese Routiniers sollen als Vorbilder vorangehen und die jungen Spieler mitziehen.
Der SV Kralenriede II hat in der vergangenen Saison Lehrgeld gezahlt. Nun gilt es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Der Grundstein für den nächsten Schritt ist gelegt, doch ohne Veränderung in Mentalität und Einsatz wird es auch in der neuen Spielzeit schwer. Die kommenden Wochen in der Vorbereitung werden zeigen, wohin der Weg führt. Klar ist: Das Potenzial, es besser zu machen, ist vorhanden.