2025-12-03T05:51:34.672Z

Vom Spielfeldrand
FuPa macht den Amateurfußball sichtbar!
FuPa macht den Amateurfußball sichtbar! – Foto: #AusLiebeZumFußball

Neue Hoffnung, neue Zweifel: So ging es in die 2. Hälfte der Saison

Der 16. Spieltag im Überblick - Gewinner, Verlierer, Tendenzen.

Auch am 16. Spieltag der Bezirksliga Weser-Ems 3 trudeln die Spielberichte wieder gemütlich nacheinander ein, fast so zuverlässig wie ein Stürmer, der immer dann trifft, wenn keiner damit rechnet.

Wenn ihr ein Foto vom jeweiligen Spiel geschossen habt (am besten nicht verwackelt vor Aufregung), schickt es einfach per WhatsApp an 015257354294. Wir freuen uns über jedes Bild - egal ob Jubeltraube, Grätsche oder das legendäre „Der Ball war doch drin!“-Foto.

FuPa sorgt dafür, dass der Amateurfußball gesehen wird, sogar wenn der Pass mal nicht ankommt!

➡️ Hier ist der Vorbericht zum Spieltag

Heimsieg à la Laxten: kurz erzählt, stark fotografiert!

– Foto: Sven Becker

Finn Wilbers und Phil Uphus trafen für Olympia Laxten und sorgten damit für den 2:1-Heimsieg gegen Alemannia Salzbergen. In einer ausgeglichenen Partie brachte Wilbers Laxten in der 32. Minute in Führung, ehe Heskamp nur wenige Minuten später ausglich. Nach dem Seitenwechsel entschied Uphus die Begegnung mit seinem Treffer zum 2:1 (68.).

Auf der Seite von Olympia Laxten war lediglich die kurze Meldung „Sonntag konnten wir uns zuhause mit 2:1 gegen Alemannia Salzbergen durchsetzen und damit wichtige Punkte einfahren!“ zu lesen – doch dank der starken Fotostrecke von Sven Becker wurde der Heimsieg eindrucksvoll eingefangen.

➡️ Zur Fotostrecke ⬅️

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Krimi statt Torfestival – Langen und Spelle-Venhaus II trennen sich 3:3

Nach dem spektakulären 6:3 im Hinspiel lieferten sich der SV Langen und Spelle-Venhaus II erneut ein intensives Duell, diesmal jedoch mit deutlich engerem Ausgang. Das 3:3 hilft beiden Mannschaften, aktuell Sechster (Langen) und Achter (Spelle II), in der Tabelle allerdings kaum weiter.

Spelle startete wie im Hinspiel druckvoll und ging durch Stapper früh in Führung (20.). Cordes antwortete prompt (27.), ehe Schipmann die Gäste zur Pause erneut nach vorne brachte (35.). Im zweiten Durchgang kippte das Momentum: Buss per Kopf (50.) stellte auf 2:2, doch Bruns sorgte nach 76 Minuten wieder für Langener Jubel. Als alles nach einem Auswärtssieg aussah, schlug Buss in der Nachspielzeit doch noch zu und rettete Spelle das Remis (90.+5).

Ein temporeiches und umkämpftes Match, reich an Wendungen, aber ohne Gewinner.

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Startelf-Experiment zündet: Altenlingen siegt dank „Liveticker-Idee

Der ASV Altenlingen setzt seinen beeindruckenden Lauf fort und gewinnt auch beim SV Bad Bentheim mit 2:1. Es ist der achte Sieg in Serie, ein Erfolg, der sich an diesem kalten Nachmittag allerdings hart erarbeitet werden musste.

Schon vor dem Anpfiff sorgte eine Szene aus dem jüngsten Liveticker des Spiels SV Olympia Laxten gegen den ASV Altenlingen für Gesprächsstoff: „Keuter legt auf, Alferink schiebt ein - 2:6! So macht man Werbung für Einwechslungen!“ Diese Worte schienen Trainer Jan Zevenhuizen nachhaltig beeindruckt zu haben. Denn in Bentheim rückte Keuter in die Startelf, während Alferink die gewohnte Jokerrolle behielt.

Der Tabellenführer kam auf tiefem, aber gut bespielbarem Rasen besser aus den Startlöchern. Der ASV setzte sich früh in der gegnerischen Hälfte fest, erarbeitete sich mehrere Eckbälle und einer davon brachte den verdienten Lohn: Keuter stieg nach 21 Minuten am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Ein Startelfeinsatz, der sich sofort bezahlt machte.

Doch anstatt nachzulegen, verlor Altenlingen etwas an Struktur und ließ den kämpferischen Gastgeber zurück ins Spiel kommen. Bentheim steigerte sich zunehmend, fand Räume in der ASV-Defensive und belohnte sich in der 36. Minute: Akar schloss einen sauber vorgetragenen Angriff aus zentraler Position ab - 1:1.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams suchten kompromisslos den Weg nach vorn, wobei die Hausherren zweimal am Aluminium scheiterten. Altenlingen wirkte phasenweise fahrig, blieb aber durch Konter gefährlich.

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig: intensive Zweikämpfe, hohe Laufbereitschaft und ein Spiel, das in beide Richtungen kippen konnte. Doch dann schlug die Stunde der Gäste: In der 76. Minute war es erneut eine Aktion über die Außenbahn, die den Unterschied machte. Krämer setzte Lingers in Szene, der mit seinem zehnten Saisontor eiskalt vollendete - 1:2.

Bentheim drängte auf den erneuten Ausgleich, musste jedoch ab der 87. Minute nach einer Gelb-Roten Karte gegen Dennemann in Unterzahl weiterspielen. Der Platzverweis war einer von mehreren strittigen Entscheidungen, die den Unmut der Gastgeber entfachten. Trotz großer Moral und offensivem Schlussdrang gelang dem SV Bad Bentheim jedoch kein Treffer mehr.

Der ASV rettete den Vorsprung über die Zeit und feierte gemeinsam mit dem lautstark mitgereisten Anhang die Punkte 36 bis 38. Der Sprung an die Tabellenspitze blieb zwar aufgrund des späten Lohner Sieges aus, doch Altenlingen bleibt dem Spitzenreiter auf den Fersen und im Rhythmus eines echten Aufstiegsanwärters.

➡️ Bericht von EmsTV ⬅️

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Freren eiskalt - Schwefingen scheitert an strittigen Szenen und eigener Abschlussschwäche

Die SG Freren bleibt zu Hause eine Macht und festigt mit einem 4:1 (2:0) gegen den SV Schwefingen vorerst ihren Platz im oberen Tabellendrittel. Für die Gäste dagegen geriet der Rückrundenauftakt nach ordentlicher Anfangsphase zum ernüchternden Nachmittag - auch, weil mehrere Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Ungunsten ausfielen.

Schwefingen startet stark - Freren trifft

Schwefingen begann mutig und setzte die ersten Akzente: Nach feinem Zuspiel von Chris Veltrup bot sich Justin Uso früh die große Chance zur Führung, doch sein Abschluss strich knapp vorbei. Defensiv stand der SV zunächst stabil - bis ein Standard die Partie drehte.

Nach einer Ecke in der 15. Minute lenkte Patrick Stegemann den Ball zum 1:0 ins Netz. Wahrscheinlich gingen dem Treffer eine Halteaktionen gegen Keeper Matthias Lake voraus, der Protest blieb ohne Folgen. Nur fünf Minuten später erhöhte Freren: Ein sauber zu Ende gespielter Konter fand über Florian Hoff Torjäger Jan-Hendrik Wecks, der aus kurzer Distanz vollendete. Ob der Angreifer dabei leicht im Abseits stand, blieb umstritten.

Auf der Gegenseite forderte Schwefingen einen Strafstoß, als Uso im Strafraum gelegt wurde, erneut blieb die Pfeife stumm. Kurz vor der Pause wurde es hitzig: Hoff wollte einen Freistoß schnell ausführen und schoss Uso an, der ihn wegschubste. Die Folge: Gelb für den Schwefingen-Angreifer.

Ahrens schnürt Doppelpack - Entscheidung früh nach der Pause

Mit dem 0:2 im Rücken suchte Schwefingen direkt nach Wiederanpfiff den Anschluss, doch stattdessen sorgte Freren für den nächsten Nackenschlag. Christoph Ahrens nutzte Lakes weite Positionierung und überwand den Keeper per gefühlvollem Lupfer zum 3:0 (49.).

Wenig später war die Partie endgültig entschieden: Ein Schuss von Ahrens wurde von Marc Suhlmann unglücklich abgefälscht - 4:0 (58.). Schwefingen verlor in dieser Phase völlig den Zugriff, während Freren effizient blieb.

Burs’ Ehrentreffer bleibt Ergebniskosmetik

Erst in der Schlussphase kamen die Gäste wieder ins Spiel. Joker Konstantin Burs verkürzte nach 81 Minuten auf 4:1 und hätte die Vorlage für weiteren Druck liefern können, doch Veltrup verzog kurz vor dem Ende einen Freistoß aus aussichtsreicher Position.

Stimmen & Ausblick

Trainer Daniel Vehring haderte nach Abpfiff mit den Umständen: „Wir waren bis zu den Gegentoren eigentlich besser drin. Dann bekommen wir zwei umstrittene Treffer und lassen uns davon aus dem Spiel bringen.“ Gleichwohl richtet er den Blick nach vorne, die Rückrunde sei lang genug, um verlorene Punkte zurückzugewinnen.

Freren bleibt durch den Sieg Dritter und reist am Mittwoch zum Nachholspiel nach Bad Bentheim. Schwefingen bleibt auf Rang fünf und will am kommenden Sonntag gegen Weiße Elf Nordhorn Wiedergutmachung betreiben (13:00 Uhr, Dorfstraße).

➡️ Zum Bericht von EmsTV ⬅️

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– Foto: Rüther

Sechs Treffer, viel Theater und Concordia vergisst das Glück zuhause

In einer torreichen und phasenweise wilden Bezirksliga-Partie setzte sich der VfL Weiße Elf Nordhorn mit 6:3 gegen den SV Concordia Emsbüren durch. Das Ergebnis klingt klar, spiegelt jedoch nur bedingt den tatsächlichen Spielverlauf wider. Concordia zeigte trotz eines erneut stark ersatzgeschwächten Kaders eine ansprechende Leistung, blieb im Abschluss aber zu oft glücklos.

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die nach 17 Minuten durch ein unglückliches Eigentor von Emsbürens Eike Gongoll in Führung gingen. Concordia ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Hermann Menke traf nach 22 Minuten zum verdienten Ausgleich. Die Gäste kombinierten in dieser Phase gefälliger, agierten zielstrebiger Richtung Strafraum und hätten mit etwas mehr Fortune sogar in Führung gehen können.

Stattdessen drehte Nordhorns Torjäger Pascal Rode die Partie noch vor der Pause zugunsten der Hausherren. Mit zwei Treffern innerhalb von 18 Minuten (25., 43.) stellte er auf 3:1, beide Male zeigte der Stürmer seine ganze Abgezocktheit vor dem Tor.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Emsbüren weiterhin engagiert. Bennet Frericks nutzte in Minute 48 eine sehenswerte Kombination zum 3:2, per Foulelfmeter glich er wenige Minuten später sogar aus (54.). Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Remis absolut leistungsgerecht gewesen, Concordia war im Offensivspiel mutig, variabel und blieb stets gefährlich.

Doch erneut war es Rode, der den Unterschied ausmachte. Mit seinem dritten und vierten Treffer des Tages innerhalb einer einzigen Minute (63.) bestrafte der VfL die Gäste eiskalt und stellte auf 5:3. Ein Wirkungstreffer: Emsbüren mühte sich zwar weiter, wirkte aber zunehmend ausgelaugt. In der Nachspielzeit erhöhte Robin Eylering (90.+3) schließlich zum 6:3-Endstand.

Angesichts der vielen angeschlagenen und ausgefallenen Spieler präsentierte sich Concordia kämpferisch, spielfreudig und von hohem Einsatz geprägt, die deutliche Niederlage spiegelt ihre Leistung kaum wider. Nordhorn dagegen zeigte sich vor dem Tor extrem effizient und nutzte nahezu jede Chance.

Für Emsbüren bleibt trotz der Pleite ein Mutmacher: Mit Wille und Offensivdrang wie an diesem Nachmittag können im kommenden Heimspiel gegen Schlusslicht VfL Emslage wichtige Punkte eingefahren werden. Nordhorn feierte derweil nicht nur einen wichtigen Dreier, sondern mit Mannschaft, Fans und Verein einen rundum gelungenen Tag.

– Foto: Rüther

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– Foto: SV Vorwärts Nordhorn II

Strohecker in letzter Sekunde - Lohne tanzt weiter an der Tabellenspitze

Der SV Union Lohne hat seine Tabellenführung in der Bezirksliga mit einem späten 2:1-Auswärtssieg bei Vorwärts Nordhorn II erfolgreich verteidigt. Rund 300 Zuschauer am Kunstrasenplatz Immenweg sahen eine Partie, in der der Spitzenreiter erst nach der Pause seine Klasse zeigte und sich am Ende verdient durchsetzte.

Trainer Dennis Brode musste seine Mannschaft im Vergleich zum Erfolg in Freren umbauen: Für den angeschlagenen Tengen rückte Speer in die Startelf. Stricker, Berger, Kamp und Lake fehlten weiterhin verletzt. Lohne startete jedoch nervös, verlor zahlreiche Zweikämpfe und fand kaum Zugriff auf das Spiel. Nordhorn nutzte diese frühe Passivität konsequent aus, nach zehn Minuten traf Robin Sander aus rund 20 Metern zur 1:0-Führung.

– Foto: SV Vorwärts Nordhorn II

Erst mit der Einwechslung von Tengen (18.) gewann das Offensivspiel des Tabellenführers an Struktur. Chancen durch Tengen, Brink und Speer blieben vor der Pause allerdings ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Union deutlich entschlossener. Kettler, Grau und Tengen verpassten zunächst den Ausgleich, während Keeper Geesen auf der Gegenseite zweimal stark rettete. In der 71. Minute zeigte Schiedsrichter Jan-Niklas Van Der Kamp nach einem Handspiel im Strafraum auf den Punkt. Rendi Kildau behielt die Nerven und verwandelte sicher zum 1:1.

Union drängte fortan mit großer Überzeugung auf den Sieg und wurde in letzter Minute belohnt. In der dritten Minute der Nachspielzeit verlängerte Tengen per Kopf, und Marcel Strohecker setzte sich im Eins-gegen-Eins durch, ehe er überlegt zum 2:1 einschob.

– Foto: GN-Online

Mit diesem späten Auswärtserfolg sammelt Lohne nicht nur drei wichtige Punkte, sondern bestätigt auch seine Rolle als weiterhin souveräner Tabellenführer.

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Zwei Trainer für eine Festung: Bentheim vertraut seinem Duo

– Foto: SV Bad Bentheim

Trainerteam Husmann & Sackbrook bleibt an Bord - Verlängerung zeigt den Kurs Richtung Saison 26/27

So richtig in Fahrt gekommen ist unsere Mannschaft nach dem Landesliga-Abstieg noch nicht. Platz 10 nach 14 Spielen, 17 Punkte, und der erste Sieg ließ sich bis zum 7. Spieltag Zeit, das liest sich nicht gerade wie die Titelzeile eines Fußballmärchens.

„Auch nicht für unser Trainerteam“, bestätigt Sportleiter Mirco Fischer. Trotzdem macht er keinen Hehl daraus, dass man weiter voll hinter Jörg Husmann und Patrik Sackbrook steht.

Denn wenn eins klar wurde: Entspannt ist in den letzten Wochen ganz sicher keiner vom Platz spaziert, aber engagiert umso mehr.

Fischer lobt die Akribie, mit der das Duo jeden Rückschlag auseinander­schraubt, poliert und wieder zusammensetzt. Die Formkurve zeigt nach oben, nur an der Konstanz darf noch gedreht werden.

Und wenn nach einer ernüchternden Niederlage wie dem 1:3 bei Weiße Elf Nordhorn zwei Tage später 22 Spieler im Training auftauchen, dann ist das ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass Mannschaft und Trainerteam auf derselben Wellenlänge funken.

„Jörg und Patrik ergänzen sich perfekt und wir sehen sie erst am Anfang ihres gemeinsamen Weges.“

Der Glaube daran, dass die Tabelle am Ende freundlicher aussieht, ist spürbar.

Für Husmann wird es bereits die fünfte Saison bei seinem Heimatverein, während Sackbrook nach seinem Wechsel aus Suddendorf in die zweite Runde geht.

Der 2:0-Sieg gegen den SV Schwefingen in der vergangenen Woche hat jedenfalls schon mal gezeigt, dass es in die richtige Richtung gehen kann und mit dem ASV am Sonntag wartet die nächste Chance, die Burg wieder ein Stück mehr zur Festung zu machen.

Mit der frühzeitigen Verlängerung des Trainerteams setzt der SV Bad Bentheim ein klares Zeichen: Kurs halten, zusammenbleiben und bitte weiter kämpfen.

Schließlich schmunzelt es sich leichter, wenn der Ball wieder öfter in die richtige Richtung rollt.

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– Foto: VfL Emslage

VfL Emslage setzt auf Kontinuität: Trainerteam verlängert vorzeitig

Trotz des abgesagten Bezirksligaspiels zwischen dem VfL Emslage und dem SV Sparta Werlte kann der VfL Emslage eine positive Nachricht vermelden. Cheftrainer Oliver Peters hat seine Zusage für die kommende Saison gegeben und bleibt damit weiterhin an der Seitenlinie des Bezirksligateams. Auch Co-Trainer Johannes Reckers verlängert sein Engagement beim Verein.

Die Entscheidung des Trainerduos kommt in einer Phase des Umbruchs. Nach der vergangenen Saison verließen gleich neun Spieler die erste Mannschaft. Der Kader wurde daraufhin mit talentierten Akteuren aus der zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend ergänzt. Trotz der deutlichen Verjüngung zeigte das Team in der Hinrunde bereits mehrere ansprechende Leistungen.

Mit der bestätigten Trainerkonstellation hofft der Verein auf eine weiterhin stabile sportliche Entwicklung. Peters und Reckers wollen mit der jungen Mannschaft eine erfolgreiche Rückrunde bestreiten. Welche Platzierung am Ende möglich ist, wird sich erst am letzten Spieltag zeigen.

Parallel arbeitet der Verein bereits intensiv am Kader für die kommende Spielzeit. Über weitere Entwicklungen will der VfL in den nächsten Wochen informieren.

Für den Moment überwiegt jedoch die Freude über die zugesagte Zusammenarbeit: Der VfL Emslage blickt optimistisch auf die kommenden Herausforderungen.

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PLATZVERWEIS & PANIK! Dieses Derby hatte alles, außer einen Sieger!

FuPa macht den Amateurfußball sichtbar!
FuPa macht den Amateurfußball sichtbar! – Foto: #AusLiebeZumFußball

Manchmal reichen sieben Autominuten, um eine ganze Liga elektrisiert zu bekommen.

Auch dieses Derby zwischen dem SV Borussia 08 Neuenhaus und dem SV Veldhausen 07 zeigte eindrucksvoll, warum die kurzen Wege in der Grafschaft Bentheim oft die emotionalsten Spiele hervorbringen. Am Ende trennten sich beide Teams nach einem turbulenten und umkämpften Duell 2:2 - ein Remis, das Neuenhaus im Tabellenkeller hält, während Veldhausen seinen leichten Aufwärtstrend fortsetzt.

Der Spielverlauf

Erste Hälfte: Effizienz schlägt Einsatz

Beide Mannschaften starteten engagiert in die Partie, doch klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Das Spiel plätscherte bei schwierigen Platzverhältnissen dahin, ehe die Gäste aus Veldhausen die Begegnung mit einem Doppelschlag vor der Pause in ihre Richtung kippten.

In der 40. Minute verwandelte Hendrik Egbers einen unübersichtlichen Eckball zum 0:1, nachdem der zweite Ball im Strafraum nicht konsequent geklärt wurde. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Sebastian Tüchter per missglückter Flanke auf 0:2 (45.+5). Sein hoher Ball überrumpelte Neuenhaus-Keeper Jordy Blom und senkte sich ins lange Eck.

Mit der komfortablen Führung ging die Mannschaft von Trainer Timo Schumann in die Kabine.

Zweite Hälfte: Neuenhaus kämpft sich zurück und verliert die Nerven

Nach Wiederanpfiff zeigte die Elf von Steffen Wolf eine deutliche Reaktion. Metin Erdem verkürzte in der 48. Minute mit einem präzisen Schuss aus dem Rückraum auf 1:2. Das Spiel wurde offener, hektischer und zunehmend von Diskussionen um Schiedsrichter Jasper Klaßen und seine Assistenten begleitet.

Veldhausen bot in dieser Phase mehrere Möglichkeiten, den alten Abstand wiederherzustellen, doch zwei Strafstöße blieben ungenutzt: In der 62. und 74. Minute scheiterten die Gäste jeweils am überragenden Jordy Blom, der mit zwei glänzenden Paraden zum Neuenhauser Hoffnungsträger avancierte.

Diese hielt nicht lange: In der 73. Minute steckte Metin Erdem den Ball auf René Lange durch, der aus 16 Metern trocken zum 2:2-Ausgleich traf, ein verdientes Comeback nach deutlicher Leistungssteigerung der Hausherren.

In der Schlussphase wurde das Derby hitziger. Neuenhaus vergab eine Großchance, Veldhausen forderte mehrfach härtere Strafen, und schließlich sah René Lange wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte (90.+7).

Kurz darauf war Schluss - ein Derby, das sportlich wie emotional alles bot.

Fazit

Der Punkt hilft am Ende vor allem Veldhausen weiter: Die Schumann-Elf bleibt durch das Remis auf Tabellenplatz 13 und hält den Vorsprung von einem Punkt auf den ersten Abstiegsrang.

Neuenhaus hingegen bleibt trotz kämpferischer Leistung und starkem Comeback auf Platz 15 und damit in der Gefahrenzone.

In einem Derby, das durch Kampf, Emotionen und strittige Entscheidungen geprägt war, hätte das Ergebnis in beide Richtungen kippen können. So steht am Ende ein gerechtes 2:2 und die Erkenntnis, dass sieben Autominuten manchmal reichen, um ein ganzes Wochenende in der Grafschaft zum Beben zu bringen.

Aufrufe: 014.11.2025, 15:30 Uhr
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