
Sportlich im Soll, doch strukturell unzufrieden: Beim Zweiten der Landesliga Staffel 2, dem SSC Teutonia, kommen nach der im Januar beschlossenen Nichtverlängerung mit dem Trainerduo Wolk und Brand neue Details ans Licht. Und das mitten im Aufstiegskampf. FuPa Berlin fragt beim Trainer und Vereinsgeschäftsführer nach
Teutonia verlängert trotz Aufstiegsambitionen nicht mit dem Trainer-Team
Die Entscheidung des SSC Teutonia im Januar, trotz intakter Aufstiegschancen nicht mit dem Trainerduo Matthias Wolk und Karsten Brand zu verlängern, sorgt weiter für Gesprächsstoff – und bringt neue Details hervor. Aus dem Umfeld ist zu hören, dass dem Trainerduo die notwendige Lizenz fehlt und es zudem immer wieder vorkommt, dass Spieler nicht am Training teilnehmen. Ein Umstand, den Wolk nicht nachvollziehen kann, da berufliche Verpflichtungen im Amateurfußball häufig eine Rolle spielen. Ein neuer Trainer soll laut Wolk bereits im Gespräch sein, zu Details äußert er sich jedoch nicht. Für ihn selbst ist die Zukunft offen: Wolk zeigt sich bereit für neue Aufgaben, die Liga spielt dabei für ihn keine entscheidende Rolle – entscheidend ist das Konzept.
Geschäftsführer äussert sich gegenüber FuPa Berlin
Auch Vereinsgeschäftsführer Ralf Kundmüller macht deutlich, dass die Nichtverlängerung nicht auf sportliche Gründe oder Probleme innerhalb der Mannschaft zurückzuführen ist. Auch nicht mit der fehlenden Lizenz. Vielmehr geht es um eine bewusste Neuausrichtung: „Trotz der sportlichen Erfolge ist alles zu sehr eingefahren. Ein gutes Pferd springt nur so weit wie es muss.“ Der Verein will einen neuen Impuls setzen und befindet sich bereits in Gesprächen mit einem möglichen Nachfolger. Eine Entscheidung soll nach der Jahreshauptversammlung fallen.
Sportlich Lage ist gut
Dabei ist die sportliche Lage alles andere als schlecht: Teutonia steht aktuell auf Rang zwei der Landesliga, nur fünf Punkte hinter Spitzenreiter Meteor, und hat gute Chancen, zumindest über die Relegation in die Berlin-Liga zurückzukehren.
2023 führt Wolk die Spandauer in die Berlin-Liga
Wolk, der die Spandauer 2023 nach zehn Jahren zurück in die Berlin-Liga führte, prägte den Verein über mehr als ein Jahrzehnt. In insgesamt 345 Spielen seit 2013 kommt er auf 166 Siege, 54 Remis und 125 Niederlagen. Trotz des zwischenzeitlichen Abstiegs in der vergangenen Saison bleibt seine Bilanz beachtlich.
Umso bemerkenswerter ist der Zeitpunkt: Mitten im Aufstiegskampf stellt Teutonia die Weichen neu – nicht aus Not, sondern mit Blick auf die Zukunft.
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