2025-12-03T05:51:34.672Z

Vereinsnachrichten

Neubörger gewinnt Nervenkrimi im Elfmeterschießen

Am Mittwochabend hatte der SV Neubörger im Kreispokalachtelfinale RaSpo Lathen zu Gast, die momentan eine Liga höher auf Rang drei platziert sind.

Das Spiel begann mit offenem Visier: In der zehnten Minute knallte ein Freistoß der Hausherren aus dem Mittelfeld an die Latte, nachdem er vor dem Torwart der Gäste aufgeprallt war. Nach einem Ballverlust von Simon Voß bot sich Lathen in Minute 15 die Gelegenheit zur Führung, die Gäste schafften es aber nicht, den Ball auf das Tor zu bringen. Nur eine Minute später stand ein Lattentreffer der Gäste zu Buche, eine weitere Minute später vergab Marius Korte eine Chance nach Vorarbeit von Lennart Schuten.

In Minute 23 dann der Führungstreffer für die Hausherren: Nachdem Guyhermann Kouassi an der Latte gescheitert war, prallte der Ball ab und gelangte zu Matthias Wessels Fischer, der aus der Drehung aus etwa 18 Metern Entfernung das 1:0 erzielte. In der 35. Minute vergab Lennart Schuten die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Die Hausherren erhöhten jedoch trotzdem vor der Halbzeit: In der 44. Minute gelangte eine lange Hereingabe von Tim van den Berg zu Guyhermann Kouassi, der sicher einnetzte. Kurz darauf ging es in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte wurde dann der eingangs erwähnte Klassenunterschied deutlich: Lathen schnürte die Hausherren regelrecht ein. Jedoch fehlte Lathen oftmals die Konsequenz in der letzten Aktion, sodass einige vielversprechende Angriffe ohne Torschuss im Sande verliefen.

In der 54. Minute gelang den Gästen dann der Anschlusstreffer durch einen unhaltbaren Fernschuss von Luca Hüppmeier. Direkt in der nächsten Aktion verteidigte Neubörger fahrlässig und hatte Glück, dass die Gäste nur Aluminium trafen.

In der 75. Minute dann fiel Calvin Luca van den Wildenberg im Strafraum der Hausherren und forderte einen Strafstoß. An dieser Stelle muss ausdrücklich der Schiedsrichter Jens Schulte aus Fresenburg hervorgehoben werden, der mit einer hervorragenden Spielleitung glänzte: Nicht nur, dass er, wie das Videomaterial, das die Gäste aufgenommen haben, eindrücklich zeigt, in jeder nennenswerten Abseits- oder Foulspielentscheidung richtig lag, in dieser Aktion erkannte er sofort den unsportlichen Täuschungsversuch des Lathener Angreifers und verwies den bereits verwarnten Spieler des Feldes – Königsklasse für einen Alleinpfeifer ohne Assistenten. Das Videomaterial gibt dem Unparteiischen recht – die eigenen Mannschaftskollegen des Gelbrotsünders werden sich wohl bedanken.

Nachdem Lathen sich von dieser Entscheidung erholt hatte, setzten sie ihren Dauerdruck auf das Gehäuse der Hausherren fort: In der 80. Minute stand Dominik Dickmann goldrichtig, nachdem Marco Kohnen, Rückkehrer von der Alten Herren mit einem ansonsten überragenden Spiel, einen Einwurf nur unzureichend klären konnte, und netzte zum Ausgleich ein. In den letzten Minuten der Partie war Neubörger auf Entlastung bedacht, wollte das Unentschieden über die Zeit bringen, um die eigene Elfmeterstärke ausnutzen zu können: Dieser Plan ging auf und so musste das Spiel vom Punkt entschieden werden.

Gleich beim ersten Elfmeter rutschte Jonas Korte unglücklich weg, wodurch Lathen die Führung übernehmen konnte. Weil Fynn Wübben jedoch eiskalt verwandelte und Bernd Horstmann danach einen Lathener Elfer hielt, glich Neubörger wieder aus. Als nächstes verwandelte Marius Korte für die Hausherren und Lathen zog nach. Nachdem Samiullah Rezaie getroffen hatte, scheiterte Lathens Simon Pötker am Pfosten.

Die Hoffnungen lagen nun auf Matthias Wessels Fischer, der das Spiel hätte entscheiden können. Dessen Elfmeter halbhoch links konnte jedoch pariert werden – Hüppmeier stellte wiederum auf remis.

Dann trat Elfmeterkiller Bernd Horstmann selbst an. Sein direkter Konkurrent Pennemann war zwar dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Weil Lathen erneut Aluminium traf, kannte der anschließende Jubel in Neubörger keine Grenzen mehr:

VIERTELFINALE, WIR KOMMEN!!!

Aufrufe: 09.10.2025, 01:10 Uhr
Kai HermesAutor