
Der TSV Hertingshausen hat das Nachholspiel der Gruppenliga Kassel 2 gegen Eintracht Baunatal mit gewonnen und sich damit im Derby ein wichtiges Erfolgserlebnis gesichert. In einer intensiven Partie belohnte sich die Mannschaft von Jörg Müller für einen mutigen Auftritt früh mit der Führung und ließ sich auch von einem vergebenen Elfmeter nicht aus der Spur bringen. Baunatal fand über weite Strecken kein klares Mittel, um die gut organisierte Hertingshäuser Defensive ernsthaft ins Wanken zu bringen.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und setzten früh ein Zeichen. Jan Kraus traf bereits in der 12. Minute zum 1:0 und sorgte damit für den passenden Auftakt in ein Derby, das von hohem Tempo und vielen direkten Duellen geprägt war. Hertingshausen blieb auch danach präsent, verteidigte engagiert und suchte immer wieder den Weg nach vorn.
Foulelfelfmeter vergeben
Baunatal war zwar nicht ungefährlich, kam offensiv aber zu selten in wirklich zwingende Abschlusssituationen. Immer wieder versuchten die Gäste, mit langen Bällen Räume zu öffnen, doch Hertingshausen hielt mit viel Einsatz dagegen. Die große Chance, früh für klarere Verhältnisse zu sorgen, bot sich dem TSV in der 32. Minute – doch Tim Kraus scheiterte mit einem Foulelfmeter am Baunataler Torwart.
So blieb die Partie zur Pause offen, obwohl die Führung der Gastgeber verdient war. Auch nach dem Seitenwechsel hielt Hertingshausen die Intensität hoch und ließ den Großenrittern nur wenig Raum zur Entfaltung. Baunatal blieb bemüht, ohne jedoch die letzte Durchschlagskraft zu entwickeln.
Joker sticht
Die Entscheidung fiel schließlich in der 78. Minute. Der kurz zuvor eingewechselte Arsenii Prudnikov traf zum 2:0 und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Abend, an dem Hertingshausen nicht nur leidenschaftlich verteidigte, sondern auch die reifere Derby-Leistung zeigte. Der Treffer nahm den Gästen endgültig den Schwung und sicherte dem TSV drei wertvolle Punkte.
Für Hertingshausen ist dieser Sieg weit mehr als nur ein Derbyerfolg. Nach schwierigen Wochen und einem holprigen Start ins neue Jahr setzte die Mannschaft ein wichtiges Signal im Kampf um Stabilität und Abstand nach unten. Baunatal dagegen verpasste die Chance, im oberen Mittelfeld weiter Boden gutzumachen – und musste anerkennen, dass der Gastgeber an diesem Gründonnerstag die entschlossenere Mannschaft war.