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Namensvetter des KFC-Trainers: Julian Stöhr hat einen neuen Klub

Rudi Völler gibt es nur einmal, Julian Stöhr aber doppelt. Kontakt zwischen dem Verteidiger und dem KFC-Trainer gab es bislang nicht.

von RP/ Marvin Wibbeke · 05.06.2026, 15:30 Uhr · 0 Leser
Julian Stöhr, aber nicht der vom KFC Uerdingen.
Julian Stöhr, aber nicht der vom KFC Uerdingen. – Foto: Spielerprofil

Vor einigen Tagen hat der Heeslinger SC, der in der Oberliga Niedersachsen in der abgelaufenen Saison den dritten Tabellenplatz belegt hat, die Verpflichtung von Julian Stöhr bekannt gegeben. „Wir freuen uns, Julian beim Heeslinger SC begrüßen zu dürfen“, schrieb der Klub auf seiner Facebook-Seite.

Bevor die Fans des KFC Uerdingen nun aber den Abgang ihres Trainers bedauern: Bei dem Julian Stöhr, der nun seinen Wechsel verkündet hat, handelt es sich nicht um den KFC-Coach, sondern um einen Namensvetter. Der ist Außenverteidiger und war die vergangenen Jahre bei Kickers Emden aktiv. Mit den Ostfriesen spielte er zuletzt in der Regionalliga Nord. Stöhr selbst allerdings spielte nicht mehr ganz so viel, von 34 möglichen Partien stand er nur in 19 auf dem Platz, nur am ersten Spieltag gegen den SV Meppen spielte er über die kompletten 90 Minuten. Nach drei Jahren in Emden wurde er zum Saisonausklang dort verabschiedet.

Stöhr stammt aus der Jugend des SV Werder Bremen, hat mit den Hanseaten in der Junioren-Bundesliga gespielt. Für den Sprung in den Seniorenbereich bei Werder Bremen hat es bei Stöhr allerdings nicht gereicht. Aus der U19 von Werder wechselte er nach Rehden, anschließend spielte er beim SV Drochtersen/Assel, beim SC Weiche Flensburg, beim FC Oberneuland, beim SV Atlas Delmenhorst und zuletzt eben bei Kickers Emden. Den Großteil seiner Karriere war Julian Stöhr also in der viertklassigen Oberliga Nord unterwegs, insgesamt bestritt er in dieser Spielklasse 148 Spiele, in denen er selbst vier Tore erzielte und acht weitere vorbereiten konnte.

Nun freut er sich auf die Aufgaben bei seinem neuen Verein in der Oberliga Niedersachsen. „Ich kann es kaum erwarten, die Mannschaft besser kennenzulernen und bald gemeinsam mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“, wird er in einer Vereinsmeldung zitiert.

Stöhr ist auf seinen Namensvetter gestoßen

Ob der norddeutsche Julian Stöhr den Trainer des KFC Uerdingen kennt beziehungsweise von dessen Existenz weiß, ist nicht überliefert. Auf seinen Namensvetter angesprochen sagte der Trainer Julian Stöhr jedenfalls: „Ich weiß, dass es ihn gibt. Beim Googeln bin ich darauf gestoßen.“ Der Trainer schob allerdings direkt hinterher, dass die beiden weder verwandt noch verschwägert seien. „Das wäre sonst auch ziemlich einfallslos von meiner Familie gewesen“, ergänzte der KFC-Coach und lachte.

Bemühungen, den Verteidiger Julian Stöhr zum KFC Uerdingen zu lotsen, habe es jedenfalls keine gegeben. „Ich habe nicht vor, ihn zu verpflichten“, sagte der Coach. Die Namensgleichheit hätte in einer Mannschaft auch durchaus zu Verwirrungen führen können und Menschen, die nicht so nah am KFC dran sind, hätten womöglich gedacht, dass sich der Trainer selbst aufstellt oder einwechselt, wenn sie nur den Spielberichtsbogen lesen.

Vielleicht gibt es in der Sommerpause ja noch die Möglichkeit, ein Testspiel zwischen dem KFC Uerdingen und dem Heeslinger SC zu vereinbaren und das Duell Trainer Julian Stöhr gegen Spieler Julian Stöhr zu forcieren. „Wenn er auch Trainer wäre, dann wäre es vermutlich etwas leichter“, sagte der Uerdinger Übungsleiter. So wird es also vermutlich eher nicht dazu kommen, zumal die Distanz zwischen der Grotenburg und dem Waldstadion des Heeslinger SC ziemlich genau 350 Kilometer beträgt. Diese Strecke zwei Mal zu bewältigen, ist für ein Freundschaftsspiel zweier Oberligisten dann wohl doch etwas viel.