Nagelprobe für Wenzenbach – Derby-Time in Regenstauf und Töging
Bezirksliga Süd, 23. Spieltag: Pielenhofens Credo: Mit drei Punkten auf den Palmator +++ Schlüsselspiel in Schwarzenfeld +++ Kann Ramspau dem „großen Nachbarn“ erneut ein Bein stellen?
von Florian Würthele · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Sebastian Semmler (rechts) und der SV Töging haben nichts mehr zu verlieren. – Foto: Walter KellerEin Dreikampf um die Meisterschaft. Eine halbe Liga, die um den Klassenerhalt bangen muss. Entschieden ist eigentlich nur die Frage nach dem (ersten) Direktabsteiger. Über zu wenig Spannung dürfen sich die Beobachter der Bezirksliga Süd wahrlich nicht beschweren. In diesem Sinne: Bühne frei für den 23. Spieltag. Die Vorberichte.
Hinspiel: 3:2. Drei Spiele, drei Siege. Der TSV Kareth-Lappersdorf (2., 50) ist optimal aus der Winterpause gekommen. Es ist aber noch nicht alles Gold, was glänzt. Gerade das Match gegen den BSC zeigte auf, dass sich die Lerch-Elf vorsehen muss. Letztlich kann jeder Ausrutscher tödlich sein im Dreikampf um die Meisterschaft. Dementsprechend werden die Karether auch im Flutlicht-Heimspiel gegen den FSV Prüfening (15., 19) auf Sieg spielen. Alles andere als drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten wäre eine Enttäuschung. Die Gäste mussten letzte Woche gegen den VfB Bach bittere, weil späte Niederlage einstecken und sind entsprechend angestachelt. Die Tabellenlage bleibt prekär. Auf Kareths Höhen wartet nun eine Art Bonusspiel, weshalb die Bächer-Mannen befreit aufspielen können.
Samstag
Hinspiel: 1:2. Am Palmsonntag wird sich sicherlich eine größere Delegation des FC Pielenhofen-Adlersberg (9., 25) zum Palmator auf den Adlersberg aufmachen. Mit drei Punkten im Gepäck würden die Maßen natürlich nochmal besser schmecken. Eine doppelte Motivation also, um gegen den formstarken TV Parsberg (4., 40) für eine Überraschung zu sorgen. Sportlich liegt die Favoritenrolle allerdings bei den Gästen. Sie stellten sich in der Vorwoche in Schwarzhofen durch mehrere Disziplinlosigkeiten selbst ein Bein und gaben hintenraus Zwei-Tore-Führung noch aus der Hand. Das soll nicht nochmal passieren. Durch besagten Ausrutscher musste der Rangvierte etwas abreißen lassen auf die Top-Drei. Gelingt der Pollakowski-Truppe am Sonntag die sofortige Wiedergutmachung?
Hinspiel: 1:6. Nach dem „Moralsieg“ gegen Parsberg – 3:2 nach 0:2- Rückstand – ging die Trainingswoche beim SV Schwarzhofen (5., 39) im Hochgefühl vonstatten. Die Spieler sind gut drauf und das möchte das Trainerteam nutzen. „Wir arbeiten intensiv und wollen die aktuelle Welle natürlich möglichst lange weiter reiten“, so Trainer Adi Götz. Ein Unterschätzen der nächsten Aufgabe bei der SpVgg Hainsacker (11., 24) käme nicht in Frage. „Wir wissen, dass jede Mannschaft in dieser Liga jeden schlagen kann.“ Mit dieser Einstellung gehen die Jungs vom Kaplanacker die sicher nicht einfache Aufgabe gegen die SpVgg an. Der Gastgeber braucht jeden Punkt, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Zudem ist die Abwehr der Hainsackerer schwer zu knacken, was die erst 36 kassierten Tore widerspiegeln.
Hinspiel: 1:4. Auf einen deftigen Kampf muss sich der 1. FC Schwarzenfeld (13., 23) einstellen. Dass mit Mitaufsteiger BSC Regensburg (8., 25) nicht gut „Kirschen essen“ ist, haben die Schwarzweißen schon im Hinspiel leidvoll erfahren müssen. Den Hausherren hat der jüngste 2:0-Erfolg in Pielenhofen Selbstvertrauen gegeben. Jetzt wollen sie unbedingt nachlegen gegen einen direkten Konkurrenten, der fünf Tabellenplätze, aber eben nur zwei Punkte besser dasteht. Es ist ein Schlüsselspiel im Kampf um den direkten Klassenerhalt! „Das wird wieder ein sehr hartes Spiel gegen einen absoluten Mitkonkurrenten. Unser Ziel ist natürlich, zu Hause drei Punkte einzufahren“, betont FCS-Coach Mathias Meßmann gegenüber den Oberpfalz-Medien. Bis auf Weiteres muss Schwarzenfeld auf Torjäger Leonid Scheffer (acht Saisontore) wegen einer Knieverletzung verzichten.
Sonntag
So., 29.03.2026, 14:30 Uhr
Hinspiel: 1:1. Auf eine tolle Zuschauerkulisse dürfen sich die Spieler des TB/ASV Regenstauf (3., 48) und der SpVgg Ramspau (10., 24) einstellen. Das Marktderby wartet. Und die Ramspauer haben richtig gute Erinnerungen an die „Blitzer“, denn aus den letzten drei Duellen nahmen die Grünweißen immer etwas mit (3:2, 1:1 und 1:1). Ob sie dem „großen Nachbarn“ auch diesmal ein Bein stellen können? Die Tabelle weist Regenstauf als klaren Favoriten aus. Zumal der Rangdritte jahresübergreifend die letzten fünf Punktspiele gewonnen hat. Einen Patzer kann sich die Seufert-Elf ohnehin nicht erlauben im Meisterschaftskampf. Ramspau dagegen startete mit zwei klaren Niederlagen aus der Winterpause. Gegensätzlicher könnten die Ausgangslagen also eigentlich nicht sein. Aber wir sagt man so schön: „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“.
So., 29.03.2026, 15:00 Uhr
Hinspiel: 2:3. Wer soll diese Wenzenbacher stoppen? Das fragt sich zurzeit wohl jeder in der Liga. Günter Brandls Mannschaft knüpft nahtlos am Torhunger aus der Wintervorbereitung an, erzielte in zwei Spielen neun Treffer. Eine Woche nach dem Pflichtsieg gegen Schlusslicht Töging (4:0) dürfte der SVW (1., 54) deutlich mehr gefordert werden. Eine Bewährungsprobe steht an. Es geht ans Donauufer zum Tabellensiebten VfB Bach (32). Dort haben bekanntlich mit Thomas Prinz und Sven Leppien zwei Ex-Wenzenbacher das Zepter in der Hand. Das Bacher Trainerduo kennt den Gegner bestens und wird die Mannschaft entsprechend einstellen. Schon in der Hinrunde tat sich Wenzenbach schwer, und auch diesmal wird sich der Klassenprimus auf ein hartes Stück Arbeit einstellen müssen. Nichtsdestotrotz ist das Ziel der Gäste klar: den siebten Dreier in Folge einfahren.
So., 29.03.2026, 15:15 Uhr
Hinspiel: 3:1. Ein Glück, dass die Ausgangslage vor der Frühjahrsrunde eine solch komfortable war: Beim FC Viehhausen (6., 33) scheint gegenwärtig der Wurm drin zu sein. Zwei Niederlagen bei 2:9 Toren – schlechter als der FCV hätte man kaum ins neue Spieljahr starten können. „Wir sind in der Form nicht Bezirksliga-tauglich. Die Gründe sind mir und allen, die dem FCV nahe sind, bekannt. Aber so einfach den Schalter umlegen klappt nicht bei jedem. Jeder Einzelne muss mehr machen und dann werden wir wieder punkten“, nahm Trainer Armando Zani nach der jüngsten 1:4-Pleite in Breitenbrunn kein Blatt vor den Mund. Sonntags-Gegner FC Thalmassing (14., 21) wiederum will die Schwächephase der Heimelf zu seinen Gunsten nutzen. Vor Wochenfrist mussten die „Roosters“ gegen Hainsacker einen Last-Minute-Ausgleich schlucken und ließen so zwei wichtige Punkte im Überlebenskampf liegen. Dennoch kann auf die gezeigte Leistung definitiv aufgebaut werden.
So., 29.03.2026, 15:15 Uhr
Hinspiel: 0:4. Viel zu verlieren hat Tabellen-Nachzügler SV Töging (16., 10) nicht mehr. Die Ausgangssituation war ja schon vor dem Re-Start schlecht und hat sich weiter verschlechtert. Der Rückstand auf Relegationsplatz 15 – der ja womöglich ebenfalls den direkten Abstieg nach sich zieht – ist auf neun Zähler angewachsen. Viel Hoffnung gibt es nicht mehr. Aufgegeben haben die Altmühltäler aber noch nicht. Trotz des langen Sieglos-Laufes freuen sich die Semmlers, Lindl & Co. auf Sonntag und das Lokalduell mit dem SV Breitenbrunn (12., 23). Die Gastmannschaft ließ im Hinspiel nichts anbrennen – und will auch diesmal unbedingt gewinnen, um sich die Relegationszone fern zu halten. Interessante Notiz: Beide Vereine vollzogen im Winter einen Trainerwechsel.