
Das ist der nächste Meilenstein in der Karriere von Franziska Kett. Die 20-jährige Niederbayerin aus Edenstetten (Lkr. Deggendorf) ist von Bundestrainer Christian Wück überraschend für die anstehenden Länderspiele der Nationalmannschaft nominiert worden. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bestreitet Anfang April (04.04. & 08.04.) im Rahmen der Nations League zwei Partien gegen Schottland.
Die Nominierung war nicht unbedingt zu erwarten, verpasste doch Kett bislang wegen einer im August erlittenen Sprunggelenksverletzung den Großteil der Bundesliga-Saison mit dem FC Bayern. Erst im Februar hatte sie ihr Comeback gegeben und war bislang zu drei Kurzeinsätzen gekommen.
"Wir haben Franziska Kett und ihre Entwicklung schon länger im Blick. Sie bringt eine sehr gute Dynamik und Explosivität mit. Nach langer Verletzung hat sie zuletzt die komplette Vorbereitung im Verein spielen können. Mit ihren Fähigkeiten trauen wir ihr den Schritt in die Nationalmannschaft zu und sind davon überzeugt, dass sie über 90 Minuten Leistung auf höchstem Niveau abrufen kann", erklärt Bundestrainer Christian Wück die Hintergründe der Nominierung in einer Presseerklärung.
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Damit geht für die 20-Jährige ein Traum in Erfüllung. Franziska Kett lernte zuhause in Edenstetten das Fußballspielen, wechselte anschließend zur SpVgg Grün-Weiß Deggendorf, wo ihr außergewöhnliches Talent früh offensichtlich wurde. 2020 folgte der Schritt zum FC Bayern München. 2023 stieß Kett mit der U19-Nationalmannschaft bis ins Finale der Europameisterschaft vor, wo sie und ihre Mannschaftskolleginnen den Spanierinnen mit 2:3 nach Elfmeterschießen unterlagen. Franziska Ketts Papa Uli lief als Aktiver unter anderem für den SV Bernried auf und war ein gefürchteter Verteidiger in Niederbayern. Ihr zwei Jahre älterer Bruder Sebastian kickt in der Landesliga-Mannschaft der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf.