
Eine kleine Formdelle ist es, mehr aber auch nicht. Der ASV Eppelheim ist solide, jedoch nicht so berauschend wie im Sommer in die zweite Saisonhälfte gestartet. Trainer Markus Schmid blickt zurück und voraus und sagt, was er nächste Saison mit seiner Mannschaft erreichen möchte. Am Sonntag kommt mit dem TSV Amicitia Viernheim Gegner, gegen den ein Dreier Pflicht sein sollte
Zwölf Punkte zur Aufstiegsrelegation sind unter normalen Umständen nicht aufzuholen. Nach unten besteht sowieso schon lange Gefahr mehr. Für Markus Schmid ist es aber einfach normal, die neue Saison in den Fokus zu nehmen. Der ASV-Trainer: "Wenn ich als Trainer oder Sportlicher Leiter nicht an die neue Runde denke, dann habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht."
In Eppelheim sind die Gespräche mit den eigenen Kickern seit Vorbereitungsstart durch. "Unser Kader für 2026/27 bei 20 Spielern inklusive Torhüter, 16 davon aus unserem jetzigen Kader", gibt Schmid den Stand der Dinge wieder. Darunter sind ein paar Neuzugänge, Namen kann er allerdings noch nicht nennen. Es sei nur so viel verraten, "dass wir vor allem nach defensiven Verstärkungen schauen und uns qualitativ sehr gut aufstellen werden."
Schmid versucht gar nicht erst um den heißen Brei herumzureden, wie es manch ein Trainer gerne tut im Gespräch mit der Presse. "Wir wollen nächstes Jahr oben angreifen und unter die ersten Zwei kommen", sagt der ASV-Coach und nimmt daher bewusst die Verbandsliga ins Visier. Er glaubt, "dass wir das mit unseren Neuverpflichtungen schaffen können."
Die Grundlage dafür haben der Sportliche Leiter Gio Vitali und seine Mitstreiter bereits vor einem Jahr gelegt. "Unsere Zielsetzung für diese Runde war der sportliche Umbruch und der ist spielerisch sowie tabellarisch besser ausgefallen als erhofft", konstatiert Schmid.
Der überaus starken Vorrunde folgten 2026 drei Partien mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage. "Man darf schon sagen, dass es durchwachsen läuft", so Schmid, der einen großen Schwachpunkt in der Defensivarbeit ausmacht, "wir bekommen viel zu einfach unsere Gegentore."
"Daran habe ich ehrlich gesagt überhaupt noch nicht gedacht", sagt der 46-Jährige. Für die verbleibenden zwölf Liga-Spiele gibt er die Maxime aus, "dass wir nicht um die Goldene Ananas spielen und schlicht und ergreifend aus unseren Fehlern lernen wollen, um uns stetig zu verbessern."