
Der FC Ismaning reiste mit zwei pompösen Siegen im Gepäck nach Erlbach. Doch schon nach zehn Minuten fiel das 1:0 für die Gastgeber – und damit war die Partie entschieden.
Das wird nichts mehr mit dem FC Ismaning und Fußballspielen in Erlbach. Diesmal reisten die Fußballer mit einem Riesenlauf an und fuhren wieder ohne eigenes Tor schwer geschlagen nach Hause. Das 0:2 (0:1) beim Angstgegner war am Ende auch hoch verdient. Der FC Ismaning konnte sich damit trösten, dass ein Topteam der Bayernliga an diesem Tag nahezu unschlagbar war.
Die Ismaninger hatten zuvor zweimal pompös mit insgesamt 9:0 Toren gewonnen, aber in Erlbach war alles so wie immer. Von den Gastgebern ging die unausgesprochene Botschaft an den Gegner, dass Ismaning nach dem ersten Erlbacher Tor als Verlierer feststeht. Und dieser Treffer fiel bereits nach zehn Minuten. Ismaning hatte im defensiven Gebilde eine schlechte Ordnung und Tobias Duxner verwertete die erste richtige Chance der Partie. Im richtigen Moment hatte die routinierte Heimmannschaft den FCI unter Druck gesetzt und defensive Fehler erzwungen. Der Ismaninger Top-Torwart Lorenz Becherer, der in der vergangenen Saison noch im Kasten von Erlbach stand, hatte sich die Rückkehr anders vorgestellt. Vor allem wusste er nach dem frühen Tor, wie viel schwerer der Kick dann werden würde.
Das 1:0 war dann auch die Vorentscheidung in einem guten Bayernligaspiel mit viel Tempo und allem voran einem SV Erlbach, an dem die Ismaninger Tormaschine sich komplett die Zähne ausgebissen hat. Immer wieder mal gab es so halbe Situationen, in denen die Ismaninger zumindest im Ansatz auf dem Weg zu einer Torchance waren. Wirklich gefährliche Abschlüsse brachten die Ballermänner der vergangenen Tage nicht zustande.
„Mit ganz viel Glück hätten wir vielleicht einen Punkt holen können“, sagt der Ismaninger Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi nach dem Spiel, „aber Erlbach war an diesem Tag einfach zu stark für uns. Du rennst dort, in Rückstand liegend, einfach nur immer wieder gegen eine Wand.“ Die Gastgeber hatten auch maximales Vertrauen in ihre defensiven Qualitäten. Den Platzherren reichte das 1:0 und auch die Einwechslungen des FC Ismaning änderten nichts an dem Charakter der Partie. Die Blau-Weißen hätten wohl noch Stunden weiterspielen können, um einmal so richtig gefährlich vor das Erlbacher Tor zu kommen.
Muriqi konnte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Der Wille war da und sie hat es auch immer wieder versucht. Gefühlt war die Chance auf einen Punkt auch lange noch theoretisch vorhanden, denn das 2:0 von Milos Lukic fiel erst in der 77. Minute. Nach zwei großartigen Siegen zeigte die Spitzenmannschaft der Bayernliga, dass die Spitze der Liga noch ein ganzes Stück entfernt ist. (nb)
SV Erlbach – FC Ismaning 2:0 (1:0). FCI: Becherer – Krizanac, Weber, Maxhuni, Wild (64. Liuzza) – Rexhaj (46. Shamolli), Kübler (64. Celik), Bolte (75. Lovic), Kuhn, Brill (70. Pollio) – Zehetbauer. Tore: 1:0 Duxner (10.), 2:0 Lukic (77.). Schiedsrichter: Quirin Demlehner (Eggenfelden) – Zuschauer: 378.