
Im vierten Spiel nach der Winterpause in der Bezirksliga Süd gelang der Befreiungsschlag. Mit dem deutlichen 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen den SV Bad Heilbrunn entschied der VfL Denklingen ein eminent wichtiges Kellerduell zu seinen Gunsten. Anders als in den vorangegangenen Begegnungen traten die Lechrainer selbstsicher und mit Überzeugung auf. „Wir hatten diesmal viel mehr Aktionen nach vorn und haben fast jeden zweiten Ball gewonnen“, bilanzierte VfL-Spielertrainer Christoph Schmitt.
Es hätte aber auch anders ausgehen können. Denn nach nur drei Minuten zimmerte Bad Heilbrunns Verteidger André Tiedt im Nachschuss den Ball knapp über die Querlatte. In der Folgezeit übernahm dann aber der VfL das Zepter. Unterfüttert wurde das vom 1:0, das Balsam auf die zuletzt geschundenen Spielerseelen war. Ein Chip-Ball diagonal durch den Strafraum erreichte Michael Stahl, dessen Heber über Keeper Alihan Uzun wohl ausgereicht hätte, von Simon Ried aber noch sicherheitshalber per Fußspitze nachbearbeitet wurde (8.).
Auch im weiteren Verlauf setzten die Denklinger immer wieder Akzente in der Offensive, während die Gäste so ihre Probleme hatten und merkwürdig passiv blieben. So eröffneten sie dem VfL die Möglichkeit, ergebnsimäßig schon bald nach dem Führungstreffer nachzulegen. Ludwig Kichbichler hätte vom Fünfereck bereits abschließen können. Letztlich aber war es Ried, der den Ball von der Grundlinie mit Schmackes nach innen drosch, wo Tiedt den Fuß nicht schnell genug aus dem Weg bekam und dadurch zum Selbsttor genötigt wurde (26.). Somit kam ein der Tabellensituation entsprechndes Kampfspiel zu seinem gerechten Pausenstand. „Wir waren viel sicherer in unseren Aktionen“, betonte Schmitt.
An der Spielkontrolle der Denklinger änderte auch ein Fünffach-Wechsel von Gästetrainer Walter Lang zur Pause nichts. Lediglich nach rund einer Stunde hatte der VfL laut Schmit einen „kleinen Durchhänger“. Doch wie schon in der Woche zuvor in Penzberg wollte der Coach seinen Mannen das nicht großartig ankreiden. Dort hatten seien Mannen bei der Arbeit gegen den Ball bereits überzeugt, und dieses Mal klappte es in beide Richtungen fast nach Wunsch. Plötzlich lief es auch spielerisch beim VfL. Nach einem Seitenwechsel wurde der erste Abschluss geblockt, ehe sich neuerlich Ried einmischte und überlegt auf Hannes Rambach abgab, der mit seinem Treffer zum 3:0 (73.) den Deckel auf eine ohnehin nur selten offene Partie draufmachte. „Wir haben viele einfache Fehler gemacht und hochverdient verloren“, räumte Bad Heilbrunns Coach Lang ein.
Zum Durchschnaufen reicht der erste Erfolg im Jahr 2026 dem VfL freilich nicht. Gleich am kommenden Sonntag, 29. März, steht beim SV Polling das nächste bedeutsame Aufeinandertreffen zweier Teams aus dem Untergeschoss der Bezirksliga Süd auf dem Spielplan.
VfL Denklingen – SV Bad Heilbrunn 3:0 (2:0) Tore: 1:0 (8.) S. Ried, 2:0 (26.) Tiedt (Eigentor), 3:0 (73.) Rambach. Gelbe Karten: Denklingen 3, Bad Heilbrunn 4. Schiedsrichter: Jonas Friesen. Zuschauer: 130