
Herber Verlust für den TSV Landsberg: Der Regionalliga-Aufsteiger verliert im Sommer seinen absoluten Leistungsträger. Maxi Berwein zieht es in die Heimat.
Mission erfüllt. Der TSV Landsberg steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf. Und das auf beeindruckende Art und Weise. Seit 18 Spielen ist die Mannschaft von Christoph Rech ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 10. Oktober 2025. 0:2 gegen Tabellenführer 1860 München II. Ein Grund für die letzte Pleite: das Fehlen von Maximilian Berwein. Ein Szenario, an das sich Landsberg künftig gewöhnen muss.
Denn nach zwei Spielzeiten am Lech zieht es „Berwy“ zurück zum FC Penzberg, in die Bezirksliga. Zurück zu den Wurzeln, in die Heimat. Die Entscheidung, Landsberg zu verlassen, fiel dem Offensivmann alles andere als leicht und dennoch: „Ich glaube, es ist ein guter Zeitpunkt“, erzählt Berwein gegenüber Fussball Vorort/FuPa Oberbayern. „Ich war die letzten Jahre viel unterwegs, habe viel Zeit auf der Straße und auf dem Fußballplatz verbracht.“ Nun sei es an der Zeit – Berwein zieht es mit seiner Frau Lisa nach Garmisch-Partenkirchen – das Privatleben in den Vordergrund zu rücken.
Dass Berwein den Sprung in die Regionalliga nicht mitgeht, ist eine bewusste und ehrliche Entscheidung. „Die Regionalliga ist nicht mehr so relevant für mich, weil man nochmal mehr Arbeit und Fleiß reinstecken muss. Und da muss ich ehrlicherweise sagen, wollte ich auch gar nicht einen Kaderplatz in Anspruch nehmen, weil ich nicht mehr das leisten kann und will, was ich mir dann selbst wünschen würde.“
Und so flossen nach dem letzten Heimspiel (5:2 gegen Heimstetten) die Tränen: „Es waren Freudentränen. Für das, was wir geschafft haben, aber natürlich auch dafür, dass es jetzt vorbei ist.“ 26 Tore, 24 Vorlagen in 45 Spielen – mit Berwein verliert der TSV Landsberg nun einen absoluten Leistungs- und Sympathieträger, der nur schwer zu ersetzen sein wird.
Gegenüber dem Verein fand Berwein nur warme Worte: „Ich bin Muriz Salemovic und Werner Seemüller, allen Beteiligten rund um den Verein, sehr dankbar für diese zwei Jahre. Ein schöneres Ende als einen historischen Regionalliga-Aufstieg kann man sich nicht vorstellen.“ Und er ist sich sicher: „Ich gehe stark davon aus, dass man sich immer zweimal im Leben sieht.“
Nun zieht es Berwein bereits zum dritten Mal in seiner Karriere nach Penzberg. Der Kontakt zum FCP war dabei nie wirklich abgebrochen. „Da bin ich her. Es war immer der Tenor: Wenn es irgendwann nicht mehr der höherklassige Amateurfußball sein soll, dann gerne wieder anrufen und zurückkommen. Und das habe ich gemacht.“
In Penzberg trifft der Linksfuß auf einen ambitionierten Bezirksligisten mit Toptorjäger Dominik Bacher (28 Tore). Und ein Team, das im Sommer einen Umbruch erleben wird. Maxi Bauer verlässt seinen Trainerposten, Johannes Franz übernimmt. Mit dem regionalligaerfahrenen Berwein zählen die Penzberger zum Favoritenkreis im kommenden Jahr. Mission am Lech erfüllt. „Jetzt freue ich mich auf die Heimat und meine Spezln.“ (mg)