
Der FSV 63 Luckenwalde reist am Freitagabend mit klarer Mission zum FC Eilenburg. Nach dem bitteren Pokal-Aus in Oranienburg will die Mannschaft von Trainer Michael Braune in der Regionalliga Nordost wieder in die Spur finden. Um 19 Uhr wird die Partie beim Tabellensiebzehnten angepfiffen.
„In dieser Woche galt es natürlich, das Pokalaus nachzubereiten. Das haben wir mit offener und direkter Kommunikation untereinander getan“, erklärt Geschäftsführer Sport Hendrik Brösel. Der Rückschlag im Landespokal-Achtelfinale beim Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht 1901 (1:3) schmerzt, war aber auch Anlass zur ehrlichen Analyse. „Solch ein Ausscheiden tut richtig weh. Im besten Fall nimmt aber jeder Beteiligte etwas für die Zukunft daraus mit.“
Die Luckenwalder hatten in Oranienburg nicht ihren Rhythmus gefunden und mussten sich einem leidenschaftlich kämpfenden Gegner geschlagen geben. Nun soll der Blick wieder nach vorn gehen.
Mit dem FC Eilenburg steht eine anspruchsvolle Aufgabe bevor. Der Gegner rangiert mit sieben Punkten auf Platz 17 der Tabelle, kämpft aber um jeden Zähler im Abstiegskampf. Hendrik Brösel weiß, dass die Partie kein Selbstläufer wird: „Nun steht ein schweres Auswärtsspiel beim FC Eilenburg an. Letzte Saison verloren wir beide Spiele mit jeweils 0:2.“
Der Geschäftsführer Sport erinnert sich noch gut an die vergangene Spielzeit, in der der FSV gegen direkte Konkurrenten kaum punkten konnte. „In den direkten Duellen mit Konkurrenten um den Klassenerhalt hatten wir letzte Saison fast gar keine Ausbeute. In dieser Spielzeit ist es definitiv ein Schwerpunkt, genau in diesen Duellen mehr Punkte zu holen.“
Beide Vereine gehören zu den kleineren in der Regionalliga und müssen mit begrenzten Mitteln arbeiten. Hendrik Brösel hebt das gegenseitige Verständnis hervor: „Wir fahren mit breiter Brust nach Eilenburg und freuen uns auf das Spiel. Gegen ein Team, dass wie wir mit geringen finanziellen Mitteln versucht, in der Regionalliga dabei zu sein.“
Gerade solche Begegnungen haben für den FSV 63 Luckenwalde eine besondere Bedeutung. Es geht nicht nur um drei Punkte, sondern auch um ein Signal an die Konkurrenz – dass man selbst nach Rückschlägen weiter konsequent an der eigenen Entwicklung arbeitet.
Die Personallage ist dabei überschaubar angespannt. „Personell haben wir neben den Langzeitverletzten noch ein weiteres Fragezeichen, alle anderen Spieler sind einsatzbereit“, so Brösel. Das bedeutet: Der Trainer hat trotz der intensiven Wochen einen Großteil seines Kaders zur Verfügung.
Mit Blick auf die Tabelle kann Luckenwalde selbstbewusst auftreten. Der FSV steht mit 19 Punkten auf Rang sechs und ist die Überraschung der bisherigen Saison. Vor allem die Konstanz in den Heimspielen und die kämpferische Mentalität auf fremdem Platz sind die Grundlage für diesen Erfolg.
Ein Sieg in Eilenburg würde die Luckenwalder in der oberen Tabellenhälfte festigen und weiter von der Abstiegszone distanzieren. „Wir fahren mit breiter Brust nach Eilenburg“, betont Brösel noch einmal. Diese Zuversicht soll der Mannschaft Auftrieb geben. Der Gegner wird mit viel Einsatz dagegenhalten – doch der FSV 63 weiß, dass er die Qualität besitzt, um das Spiel zu bestimmen.
Der FSV 63 Luckenwalde belegt derzeit mit 6 Siegen, einem Remis und 4 Niederlagen den sechsten Tabellenplatz in der Regionalliga Nordost (15:15 Tore, 19 Punkte). Der FC Eilenburg liegt mit 7 Punkten aus 11 Spielen auf Platz 17. Doch für den FSV zählt derzeit nur das Hier und Jetzt – und das bedeutet: Am Freitagabend in Eilenburg eine Reaktion zeigen.