Hinter ihm liegen damit ereignisreiche Monate: Bei gleich drei Vereinen verkündete er frühzeitig seinen Abschied. Mitte Januar trat von Amelen als Trainer beim SC Rheindahlen zurück und schloss sich anschließend dem TuS Wickrath als Co-Trainer an. Doch die Rolle in der zweiten Reihe lag ihm nicht: Nach drei Wochen verließ er den Bezirksligisten wieder.
Eigentlich wollte von Amelen danach eine Pause einlegen. Allerdings erhielt er die Anfrage aus Wickrathhahn – und kehrte schnell als Cheftrainer in die Kreisliga A zurück. Eine langfristige Zusammenarbeit kam jedoch nicht zustande. „Der Verein hat wirklich oft das Gespräch gesucht und alles versucht, damit ich bleibe. Jeder, der mich kennt, weiß: Ich mache alles zu 100 Prozent und nichts halbherzig. Umso mehr tut es mir leid für den Verein, und ich hoffe, dass er die Klasse hält“, sagt von Amelen.
Abstiegskampf
Die Lage im Abstiegskampf ist für den Klub schwierig. Mit zwölf Punkten aus 19 Spielen steht Wickrathhahn auf dem ersten Abstiegsrang. Auch von Amelen gelang in seinen drei Partien keine Wende: Alle drei Begegnungen gingen verloren. Eine Niederlage resultierte allerdings aus einem Nichtantritt beim Rheydter SV (0:2-Wertung), eine weitere aus dem 1:2 gegen den Tabellenzweiten SV Otzenrath. Deutlich fiel nur das 1:5 gegen Odenkirchen II aus.
Kurios: Am erfolgreichsten war Wickrathhahn zuletzt ohne Trainer. Ende November hatten Vereinsvorsitzender Thomas Schmitz sowie das Trainerduo Carlos Miguel und Mark Endemann den Klub verlassen. In der Folge organisierte sich die Mannschaft weitgehend selbst – und holte zwei Siege.
Noch keine Einigung mit Coach
Nun soll es jedoch erneut einen Trainer geben, sagt Jürgen Engels, der zweite Vorsitzende des Vereins. Gespräche mit einem Nachfolger werden bereits geführt. „Wir haben aber noch keine Einigung“, sagt Engels. Trotzdem ist er optimistisch, zeitnah einen neuen Trainer präsentieren zu können.
Von Amelen nimmt sich nun die Auszeit, die er bereits vor dem Engagement in Wickrathhahn anvisiert hatte. „Ich hätte vielleicht nach Rheindahlen aufhören und mir erst mal eine Pause gönnen sollen“, sagt er. Mit Blick auf den Amateurfußball fügt er hinzu: „Ich stehe jetzt seit 40 Jahren auf dem Fußballplatz und habe das Gefühl, dass sich der Fußball stark verändert hat. Wenn man sich heute mit Spielern trifft, wird oft nur noch über Geld gesprochen. Alles andere ist egal. Selbst bei Spielern aus der A-Jugend merkt man das – das ist schon heftig.“