
Beim SV Rot-Weiß Wülfrath ging es in diesen Tagen Schlag auf Schlag. Am Sonntag trat Trainer Zeljko Nikolic zurück, nur kurze Zeit später war die Nachfolge bereits geregelt. Die Trainerlösung ist Ali Basboga, der als Co-Trainer schon Erfahrungen in der Oberliga sammelte.
Nikolic, der familiäre Gründe als Ursache für die Trennung angab, führte den Bezirksligisten nach 18. Spieltagen auf den siebten Tabellenplatz. Am vergangenen Sonntag übernahm Basboga das Amt des Cheftrainers in Wülfrath und agierte gleich im Duell mit dem FSV Vohwinkel - nach 90 absolvierten Minuten musste sich seine Mannschaft mit 0:2 geschlagen geben.
Der 41-Jährige war als Übungsleiter in vielen Spielklassen unterwegs. Angefangen bei der Kreisliga B, über die Kreisliga A, Bezirksliga und Landesliga, bis hin zu einer Stelle als Assistenztrainer bei Germania Ratingen 04/19 in der Oberliga. Zuletzt war Basboga beim Bader SV in der Essener Kreisliga tätig. Die Anfrage aus Wülfrath kam für ihn zur rechten Zeit. "Am Wochenende habe ich mit Wülfrath gesprochen, am Dienstag schon das erste Training geleitet. In der Mannschaft sind richtig gute Spieler“, berichtete der neue Coach der WAZ.
Der Kontakt zu Basboga entstand über frühere gemeinsame Weggefährten aus seiner Zeit in Ratingen. Nun soll der 41-Jährige seine Erfahrung im Übungsleiter-Bereich nutzen, um die Rot-Weißen in das obere Tabellendrittel zu führen. Sportlich wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe: Der Rückstand auf den SC Reusrath, der derzeit den Aufstiegs-Relegationsrang belegt, beträgt zwölf Punkte. Dennoch hat man den Sprung in die Landesliga intern noch nicht abgeschrieben.
Am kommenden Spieltag wartet gleich der nächste Brocken auf den neuen Chefcoach. Er und seine Mannschaft treffen im Heimspiel auf den Tabellenführer SV Solingen. Um die Chance auf den Aufstieg wahren zu können, benötigt Wülfrath einen Erfolg.