
Der SVP hat trotz ärgerlicher Jahresabschlusspleite weiter alle Chancen. Die neue Verfolgerrolle könnte den Planeggern langfristig entgegenkommen.
Wenn man realistisch ist, war der SV Planegg-Krailling schon vor dem letzten Spiel des Kalenderjahres nur noch auf dem Papier Spitzenreiter der Bezirksliga Süd. Zwar lagen die Schwarz-Blauen in der Tabelle wegen des besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen SC Olching (Direkter Vergleich: 3:3), hatten und haben aber weiterhin bereits ein Spiel mehr absolviert als der härteste Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft und den direkten Landesliga-Aufstieg. Bereits ein Remis im Nachholspiel gegen Gilching hätte Olching gereicht, um Rang eins zu übernehmen. Nach dem Jahresabschluss ist aber nicht mal mehr das nötig, denn der SCO hat Planegg auf den letzten Drücker 2025 doch noch überholt. Und wegen des eigenen 8:0-Kantersiegs gegen Schlusslicht Wolfratshausen und der 1:3-Niederlage des SVP gegen den SV Pullach hat sich auch das Torverhältnis der Kontrahenten nahezu egalisiert.
Natürlich wären die Würmtaler um Trainer Pero Vidak viel lieber als Tabellenführer und vor allem mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gegangen. Andererseits haben sie nun dreieinhalb Monate Zeit, ihre Wunden zu lecken und sich bestmöglich auf die Aufholjagd vorzubereiten. Schließlich hat die Verfolgerrolle auch etwas für sich. Der ganz große Druck liegt immer beim Gejagten, zumal der SVP bei fünf Zählern Vorsprung auf Rang drei selbst ein wenig Puffer hat. Und im Zweifel gibt es ja immer noch die Relegation auf dem Weg zum großen Ziel Landesliga-Rückkehr.