
Der Spielball lag beim SV Romonta Stedten: Nach dem freiwilligen Rückzug des FC Halle-Neustadt aus der Landesklasse, Staffel 5, hätte der freigewordene Startplatz für die Saison 2026/27 an den Tabellenvorletzten der abgelaufenen Serie gehen können. Die Entscheidung ist nun gefallen.
Der Club aus Mansfeld-Südharz hat sich gegen den Verbleib in der Landesklasse entschieden. "Die sportliche Leitung schätzt einen Neuanfang in der Kreisoberliga für besser ein", erfuhr FuPa Sachsen-Anhalt am Sonnabend aus Vereinskreisen.
Im vergangenen Sommer hatte der SV Romonta Stedten bereits vor derselben Entscheidung gestanden. Damals hatte sich die Hintertür zum Klassenerhalt durch den Rückzug des SV Zöschen geöffnet - und die Romonta-Elf nahm die Chance wahr.
Ein Jahr später, nachdem der sportliche Klassenerhalt in der Landesklasse 5 um einen Punkt verfehlt worden war, entscheiden sich die Stedtener nun gegen den Ligaverbleib durch die Hintertür. So verabschiedet sich der Club nach mehr als 30 Jahren von der Landesebene in die Kreisoberliga.
Das Startrecht für die Landesklasse liegt damit nun beim SV Blau-Weiß Dölau II. Die Zweitvertretung des Verbandsligisten hatte die Saison mit nur fünf Punkten als Schlusslicht beendet, könnte aber vom Rückzug des FC Halle-Neustadt und vom Verzicht des SV Romonta Stedten profitieren. Eine finale Entscheidung der Dölauer steht allerdings - Stand Samstagabend - noch aus.
In der Spielordnung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) ist dieses Prozedere unter Paragraph 23, Absatz 7 geregelt. Darin heißt es: "Erklärt ein Verein aus einer der FSA-Spielklassen, der nicht auf einem Abstiegsplatz steht, bis zum 30. 06. den Rückzug der Mannschaft oder beantragt er die Versetzung in eine tiefere Spielklasse, wird der jeweils freiwerdende Platz durch Verringerung der Absteiger in der jeweiligen Staffel ausgeglichen."