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Nach Kipry-Aus: So ist der Gebenbacher Plan

Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten sind angelaufen +++ Zunächst springt ein Duo aus den eigenen Reihen ein

von Florian Würthele · 18.09.2025, 07:00 Uhr · 0 Leser
Wer wird bei der DJK Gebenbach Nachfolger von Markus Kipry?
Wer wird bei der DJK Gebenbach Nachfolger von Markus Kipry? – Foto: Redaktion Schwandorf

Viel Zeit bleibt nicht. Vergangenen Sonntag, einen Tag nach dem Heimsieg gegen Coburg, eröffnete Markus Kipry den Verantwortlichen der DJK Gebenbach, dass er sein Traineramt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung stellen würde. Vorm Montagstraining dann teilte er der Mannschaft seinen Entschluss mit. Kiprys Rücktritt kam zu einem durchaus überraschenden Zeitpunkt, wurden die letzten zwei Spiele in der Bayernliga Nord doch gewonnen. Einen passenden Nachfolger will der Verein so rasch wie möglich präsentieren. Schließlich steckt man mitten im Ligabetrieb. Es wird aber keinen Schnellschuss geben. So stellt sich die Ist-Situation dar.

Die Verantwortlichen bedauerten Kiprys Entscheidung, nötigen dem 50-jährigen Wahl-Amberger aber auch Respekt ab: „Dass er diesen Weg nun geht, damit sich das Team weiterentwickeln und vielleicht noch ein paar Prozentpunkte mehr herausholen kann, zeigt seine Professionalität und seinen Charakter“, sagte Teammanager Franz Wittich.

Angesprochen auf die angelaufene Trainersuche, unterstreicht Gebenbachs sportlicher Leiter Erdal Izmire am Mittwochabend: „Einem genauen Zeitplan haben wir uns nicht gesetzt. Wir hatten schon einige gute Gespräche, aber es ist noch nichts Spruchreifes dabei. Wir wollen den passenden Mann, zeitgleich wissen wir aber, dass die Mannschaft bei Andi Graml sehr gut aufgehoben ist.“ Andreas Graml, der 36-jährige Co- und Athletiktrainer, leitet in dieser Trainingswoche zusammen mit Ex-Spieler Johannes Scherm die Einheiten. „Wir sind absolut gleichberechtigt. Ich bin froh, dass ich stets eine weitere Meinung neben mir habe“, sagt Graml.

Wie sieht das Anforderungsprofil für den neuen Mann aus? „Gesucht wird ein Trainer, der die Liga bestens kennt, neue Ideen einbringt und frischen Schwung in die Mannschaft trägt“, skizziert Izmire und betont: „Wir möchten uns in Ruhe die Zeit nehmen, um die richtige Wahl für die sportliche Zukunft zu treffen.“

Eine Name, der immer wieder zu hören ist, ist Dominic Rühl. Der 39-Jährige wohnt ihm nahegelegenen Sulzbach-Rosenberg, kennt die Bayernliga Nord durch seine Engagements beim ASV Neumarkt und beim VfB Eichstätt aus dem Effeff. Auch den SV Hahnbach coachte er schon. Und der wichtigste Punkt: er wäre frei. Nach dem Abschied aus Eichstätt am Ende der abgelaufenen Saison ist Rühl aktuell ohne Verein.

Derweil bereiten Graml und Scherm die Gebenbacher Mannschaft intensiv auf das schwere Auswärtsspiel bei Fortuna Regensburg (Samstag, 15 Uhr) vor. Interimstrainer Graml verrät im Gespräch mit FuPa: „Schweren Herzens musste ich Markus ziehen lassen. Ich selbst war dann auch kurz davor, mein Amt niederzulegen, weil ich Markus sehr viel zu verdanken habe. Sein Rücktritt, den er für den Verein wohlwollend getätigt hat, trifft mich sehr hart. Dem Verein zuliebe mache ich weiter.“ Zur Aufgabe in Regensburg sagt Graml: „Schwieriger kannst du nach so einer Hiobsbotschaft nicht rein starten, finde ich. Fortuna hat eine spielstarke Mannschaft mit brutalen individuellen Qualitäten – vor allem in der Offensive. Es gilt mit Mentalität, Kampfeslust und einfachem Spiel dagegenzuhalten. Dann können wir sie ärgern.“