
Es sollte letztlich ein unrühmlicher Zwischenfall einer ansonsten gelungenen Organisation der Hallenstadtmeisterschaft Krefeld bleiben. Nach einer Schlägerei am Finaltag der Veranstaltung, folgten nur einen Tag später für einen der Beteiligten die Konsequenzen: Giuseppe Parvisi, bis dahin Spieler des VfB Uerdingen, wurde am Montagabend (6. Januar) aus dem Kader des VfB gestrichen. Doch damit dürfte der Vorfall noch längst nicht geklärt sein.
Zunächst hatte der VfB als Veranstalter der Hallenstadtmeisterschaft bereits die kaum beneidenswerte Pflicht, sich nur wenige Minuten nach den Vorfällen vor den Mikrofonen zu verantworten. In Person von Trainer Stefan G. Rex machte man deutlich, dass die aufopferungsvolle Arbeit, die man in die Organisation des Events Tag für Tag investierte, in solchen Momenten zunichte gemacht würde. Unter zustimmenden Applaus der anwesenden Zuschauer disqualifizierte man alle involvierten Spieler für den restlichen Verlauf des Turniers. Der VfB zeigte in der Folge die richtige Antwort auf dem Parkett und beendete die Stadtmeisterschaft als respektabler Dritter.
Mit weniger als 24 Stunden Abstand konnte man sich also auf einen Beschluss einigen. Mit Giuseppe Parvisi trennt man sich aus eigenen Stücken von einem zuverlässigen Akteur der ersten Saisonhälfte. Erst im Sommer vom SV Vorst nach Uerdingen gewechselt, kam der 34-Jährige schon zwölfmal in der Bezirksliga zum Einsatz – zehnmal davon über die komplette Spieldauer.
Obwohl man sich also rein sportlich sicherlich keinen Gefallen mit der Entscheidung tut, empfand man diese als alternativlos: "Wir bedauern diesen Schritt aufgrund kausaler Zusammenhänge und Ereignissen zutiefst, sehen diese Entscheidung aber als unausweichlich an", heißt es in der vom Hauptvorstand gekennzeichneten, kurzen Stellungnahme auf den sozialen Kanälen des VfB.
Kurz zuvor veröffentlichte auch Anadolu Türkspor Krefeld ein Statement zu den Vorfällen hier auf FuPa. Mit Guiseppe Parvisis Bruder, Lucas, war der B-Ligist nämlich ebenfalls in den Tumulten repräsentiert. In der Stellungnahme wird der Spieler jedoch nicht namentlich erwähnt, ob anderweitige Konsequenzen von Seiten des Vereins erfolgen, ist nicht zu entnehmen.
Klar ist, dass sowohl die Polizei als auch der Kreisfußballausschuss Krefeld die Ermittlungen noch am Tage des Vorfalls aufgenommen haben. Vor Ort sammelte man jeweils Augenzeugenberichte und Beweismaterial, als welches wohl auch der Youtube-Stream von FuPa Niederrhein verwendet wird (>>> Vorfall in Teilen erkennbar ab ca. 1:47:30).
Bis die Tumulte rund um die Hallenstadtmeisterschaft vollumfänglich aufgearbeitet sind, könnte es also noch eine Weile dauern.