
Walldorf. Eine fünf Spiele andauernde Niederlagenserie ist alles andere als der vom SV Rot-Weiß erwartete Saisonstart. Eine Situation, die die Walldorfer Hessenliga-Fußballer bedrückt. Andererseits betont Taner Yalcin, der mit Sascha Volk ein Trainerduo bildet: "Wir gehen damit wirklich sehr sachlich um." Trainer und Spieler würden auch Fehlleistungen wie jüngst die erste Halbzeit bei Eintracht Stadtallendorf (0:5) klar ansprechen. Bei den Mittelhessen lagen die Rot-Weißen schon zur Pause aussichtslos mit 0:4 zurück, weil sie fast körperlos in die Zweikämpfe gegangen waren. Daran haben die Walldorfer in dieser Trainingswoche gearbeitet, lässt Yalcin durchblicken. Insgesamt 16 Gegentore hat der Tabellenletzte bislang zugelassen.
Das Trainergespann biete der Mannschaft Lösungen an. Dabei hätten alle Beteiligten ihre Emotionen unter Kontrolle. Wie das Team im Training arbeitet, gefällt Yalcin. Auch wenn sich dieses Engagement noch nicht in Punkten äußert, sagt der Trainer: "Ich glaube, wir machen ganz kleine Entwicklungsschnitte." Mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Sonntag (30.), 15.30 Uhr, gegen den FC Bayern Alzenau kündigt Yalcin an, an der grundsätzlichen Spielidee festzuhalten, aber Details an den Gegner anzupassen.
Eine weitere "Baustelle", wie er sagt, sieht Yalcin in der Abschlussqualität. Erst drei Treffer sind dem Team gelungen, zwei davon sind durch Eigentore entstanden. Aber Yalcin zählte in den fünf Spielen "sieben hundertprozentige Torschancen und zehn sehr, sehr gute Möglichkeiten". Einer, der für Tore sorgen soll, ist aktuell indes keine Option. Luca Kaiser überraschte seine Trainer, als er vergangene Woche beim Abschlusstraining mittrainierte. Der Mittelstürmer fuhr denn auch mit nach Stadtallendorf, verspürte aber beim Aufwärmen vor der Partie wieder Schmerzen.
Die rotgesperrten Bilal Zerouali, der noch ein Spiel aussetzen muss, und Giuseppe Franco fallen ebenfalls aus. Dafür ist Joshua Fröls, der in Stadtallendorf in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam, wieder ins Team zurückgekehrt. Hendrik Sexauer steht den Rot-Weißen noch für zwei Spiele zur Verfügung, ehe er beruflich nach Nürnberg zieht und bis zum Winter ausfällt. Nach langer Verletzung ist Sexauer allerdings noch nicht fit und kommt nur für einen Kurzeinsatz infrage.