Mesut Güngör hat den Kader von Union Velbert kräftig umgekrempelt.
Mesut Güngör hat den Kader von Union Velbert kräftig umgekrempelt. – Foto: Andreas Bornewasser

Nach desolater Hinrunde: Union Velbert holt 19 Neue

Bezirksliga, Gruppe 6: Der SV Union Velbert hat auf die desolate Hinrunde reagiert und den Kader komplett umgekrempelt.

Mit einem massiven Umbruch im Kader hat der SV Union Velbert auf eine desolate Hinrunde in der Bezirksliga reagiert. Nur noch acht Akteure aus dem Vorjahr sind dabei, Trainer Mesut Güngör hat derweil gleich 19 neue Spieler unter Vertrag genommen. Ob es bei 14 Punkten Rückstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz aber noch zum Klassenerhalt reicht, dürfte maßgeblich von den ersten Spielen nach der Winterpause abhängen.

Mesut Güngör hat Bilanz gezogen und die notwendigen Konsequenzen eingeleitet. Nach drei Punkten in der Hinrunde steht der SV Union Velbert abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. 68 Gegentore gab es für den Bezirksligisten, der selbst nur acht Treffer erzielen konnte. In der Winterpause hat der verein nun reagiert und den Kader umgekrempelt. "Es musste einfach etwas passieren. Die Einstellung war immer da, aber die nötige Qualität war nicht vorhanden, für die Bezirksliga reichte es einfach nicht", sagt Güngör, der nicht nur Trainer ist sondern den Vorstand auch als Berater unterstützt und die Aufgabe des Sportlichen Leiters übernommen hat, im Gespräch mit der WAZ.

Das Resultat: 19 neue Spieler haben einen Vertrag bei den Unionern unterschrieben, aus der ersten Saisonhälfte sind nur noch acht Kicker übrig. Mit "gefühlt 100 Spielern" habe Güngör gesprochen, entschieden hat er sich letztlich für besagte 19 Zugänge. Die sollen das wohl unmögliche noch möglich machen, denn den Klassenerhalt hat der Coach noch nicht abgeschrieben. "Wir haben 14 Punkte Rückstand und da planen wir natürlich auch ein, dass wir am Ende der Saison in die Kreisliga A absteigen, aber sollte es so sein, wollen wir mit dieser dann gefestigten Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff nehmen", betont Güngör.

"Haben jetzt die Qualität"

15 Spieltage haben die Fußballer aus Velbert noch Zeit, den Rückstand von 14 Zählern aufzuholen. wobei die Konkurrenz schon zwei Spiele mehr auf dem Konto hat. Sollten die Nachholspiele also gewonnen werden, würde der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze auf nur noch acht Zähler schrumpfen. Das klingt schon deutlich machbarer, weshalb sin Güngör auch kämpferisch gibt. "Wir haben jetzt die sportliche Qualität, jetzt müssen wir der Mannschaft nur noch einen Plan mitgeben, bis am 12. Februar das erste Meisterschaftsspiel gegen Preußen Essen ansteht", erklärt der 51-Jährige.

Mit diesen neuen Spielern arbeitet das Trainerteam nun in der Vorbereitung: Recep Kalkavan (SC Ayyildiz Remscheid), Hakan Türkmen (DV Solingen), Noah Wormland, Dennis Kaltenpoth, Ioannis Athanassiou, Niklas Ramilo Sanchez, Leon Frenkel, Daniel Gerti, Ercan Kalkavan (alle Langenberger SV), Ahmet Sahin (SSVg 09/12 Heiligenhaus), Alexandros Kiriakidis (MSV Düsseldorf), Ali Kassar, Zakari Kassar, Kutaiba Kassar (alle SC Unterbach), Ertac Sari (TVD Velbert), Ilias Zibuh (SSVg Velbert U23), Kevin Küsters (Stella Azzura Velbert), Ivo Goncalo da Silva Pina (Portugal) und Joshua Steven Espley (Schottland).

Aufrufe: 025.1.2023, 10:00 Uhr
Marcel EichholzAutor