
Durch die Treffer von Pyterke, Henning und Kapitän Weyer im zweiten Spielabschnitt gewann der Gastgeber letztlich verdient mit 4:0. Dabei war insbesondere die Anfangsphase aus Sicht der Meininger alles andere als zufriedenstellend – eine „einzige Katastrophe“, wie Trainer Kißling nach Spielschluss in seiner Analyse treffend formulierte.
BERICHT von Patrick Marr // VfL Meiningen 04
Nach dem Seitenwechsel agierten die Meininger deutlich konzentrierter und zielstrebiger. Zunächst hätte Weber nach einem Rückpass von Strauss auf 2:0 erhöhen können. Auch Aljija hatte mit einem Fernschuss die Chance zum zweiten Treffer, doch Schuchardt reagierte glänzend. Mitte der zweiten Halbzeit fiel dann die Vorentscheidung. Samimi schickte Pyterke mit einem präzisen Zuspiel auf die Reise, und dieser überwand Schuchardt mit einem sehenswerten Heber zum 2:0. Auf der Meininger Bank bereitete Trainer Kißling anschließend die Wechsel zwei und drei vor und brachte Henning sowie Oehrig ins Spiel. Letzterer scherzte noch vor seiner Einwechslung, dass er seinem Mannschaftskameraden eine Vorlage zum nächsten Treffer liefern wolle. Keine Minute später setzte das Duo diesen Plan tatsächlich um: Oehrig bediente Henning mit einem Pass in die Spitze, und der etatmäßige Torwart umkurvte zunächst seinen Gegenspieler, ehe er auch Schuchardt keine Abwehrchance ließ. Nach seinen beiden Treffern in Walldorf war es bereits das nächste Tor für den Meininger Schlussmann, der aufgrund des Personalmangels erneut als Feldspieler aushelfen musste. Den Schlusspunkt setzte Kapitän Weyer mit einem sehenswerten Kopfball nach einem lang getretenen Freistoß von Huber. Zuvor hatten Samimi und Oehrig mit ihren Kopfballversuchen beste Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Auf der Gegenseite musste sich Blochberger zehn Minuten vor dem Ende lediglich einmal bei einem Freistoß von M. Lehmann auszeichnen. Mehr war von den insgesamt erschreckend schwachen Gästen auch im zweiten Durchgang nicht zu sehen.
M. Kißling (Trainer VfL Meiningen 04): „Nach unserem schwachen Start, mit dem ich überhaupt nicht zufrieden war, konnten wir immerhin noch vor der Pause die Führung erzielen. Das hat uns mehr Sicherheit in unseren Aktionen gegeben. Nach dem Seitenwechsel habe ich eine deutliche Leistungssteigerung unserer Mannschaft gesehen, die sich auch in weiteren Toren widerspiegelte. Ich denke, der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Die Leistung des Gegners hat mich allerdings überrascht, denn ich kenne Siebleben deutlich stärker. Am Ende zählen die drei Punkte vor dem Spitzenspiel am kommenden Sonntag in Schweina.“