2024-07-17T10:40:36.325Z

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Zuletzt trainierte Uwe Slowik sieben Jahre lang den SV Kottgeisering.
Zuletzt trainierte Uwe Slowik sieben Jahre lang den SV Kottgeisering. – Foto: Dieter Metzler

Nach dem Auftakttraining ist Schluss: Neuer Trainer verlässt Verein nach nur einem Training

„Ist mir in fast 30 Jahren Trainertätigkeit noch nie passiert“

Nach einem Streit mit dem Co-Trainer beenden der neu verpflichtete Trainer Uwe Slowik und der SV Puch nach nur einem Training die Zusammenarbeit.

Das war nur ein kurzes Gastspiel. Bereits nach dem Auftakttraining haben der SV Puch und der erst zur neuen Saison verpflichtete Trainer Uwe Slowik ihre Zusammenarbeit beendet. Als Grund nannte der in Gernlinden wohnende Slowik unterschiedliche Auffassungen zwischen ihm und Co-Trainer Daniele Rachella, der auch Trainer der zweiten Mannschaft ist. Diese spielt ebenfalls in der B-Klasse.

„Nur so funktioniert das und nicht anders.“

Für Uwe Slowik ist selbstverständlich, dass die erste Mannschaft Vorrang vor der zweiten hat.

Gleich beim ersten Training rumpelten Slowik und Rachella zusammen. „In fast 30 Jahren Trainertätigkeit ist mir noch nie passiert, dass sich der Co-Trainer aus dem gesamten zur Verfügung stehenden Kader des Vereins zunächst seine Spieler raussucht und anschließend dem Cheftrainer den Rest für die erste Mannschaft überlässt“, zeigte sich Slowik befremdet. Rachella begründete sein Vorgehen damit, das sei in Puch schon immer so gehandhabt worden.

In der kurzen Zeit, in der Slowik die erste Mannschaft beobachtet und auch einzelne Spieler kennengelernt hat, war er überzeugt, mit dem Team bei der Vergabe um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitreden zu können. „Die Art und Weise jedoch, die in Puch praktiziert wird, kann ich aber auf keinen Fall akzeptieren.“ Als Cheftrainer habe die erste Mannschaft Vorrang vor der zweiten. Spieler aus der zweiten Mannschaft können sich bei guter Leistung für den Kader der ersten Mannschaft empfehlen. „Nur so funktioniert das und nicht anders“, so Slowik.

SV Puch: Präsident Günther Dallmaier bedauert die Entwicklung um Uwe Slowik und Daniele Rachella

SVP-Präsident Günther Dallmair bedauerte die Entwicklung. „Wir alle haben gedacht, nachdem sich beide von früher her kannten und auch beteuert hatten, gut miteinander auszukommen, das wird ein gutes Miteinander. Das hat sich leider nicht bestätigt und ist sehr bedauerlich. Aber schließlich ist es unser aller Freizeitbeschäftigung, und da wollen wir auch eigentlich alle Spaß haben, und uns nicht gegenseitig Knüppel zwischen die Beine werfen.“ Rachella, der den Vorwürfen Slowiks vehement widerspricht, trainiert nun vorerst einmal beide Mannschaften, erklärte Dallmair. „Auf die Schnelle wird kaum ein Trainer zur Verfügung stehen“, meinte Dallmair.

Wie es für Slowik weitergeht, ist noch unklar. Ans Aufhören denkt der Coach nicht. „Vielleicht sucht doch noch der ein oder andere Verein einen Trainer, auch wenn die personellen Weichen für die neue Saison bei den meisten wohl gestellt sein dürften.“ (dm)

Aufrufe: 010.7.2024, 08:33 Uhr
Dieter MetzlerAutor