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Nach Brückl: Auch Drofa geht auf SVS-Abschiedstournee

Der 34-jährige Offensivmann wird den Bayernligisten am Saisonende verlassen

von Thomas Seidl · 06.02.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
Patrick Drofa (re.) ist ein Vorzeigefußballer
Patrick Drofa (re.) ist ein Vorzeigefußballer – Foto: Mike Sigl

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Beim SV Schalding-Heining steht ein Generationswechsel an: Nach Dauerbrenner Christian Brückl (35) wird auch Patrick Drofa nicht weitermachen. Der Bayernligist verliert damit einen absoluten Leistungsträger, der im Sommer 2022 an den Reuthinger Weg gekommen ist und sich auf Anhieb zu einer unverzichtbaren Größe im Team von Trainer Stefan Köck entwickelte. Der Offensiv-Allrounder stand zwischen 2015 und 2019 in Diensten des TSV Buchbach, hat in seiner Laufbahn 136 Regionalliga-Matches bestritten und stand bislang 72-mal in der Bayernliga auf dem Spielfeld.

"Intern wissen alle Bescheid, schweren Herzens werde ich dem höherklassigen Fußball Lebewohl sagen. Ich habe mittlerweile eine Familie und im Beruf vor Kurzem mehr Verantwortung übertragen bekommen. Irgendwann bringt man nicht mehr alles unter einen Hut und deshalb kann ich den enorm hohen Aufwand für den Fußball, den ich über viele Jahre betrieben haben, nicht mehr längerfristig leisten", informiert der mittlerweile in Passau wohnhafte Routinier.


Anekdoten über die lange Zeit im gehobenen Amateurbereich kann Drofa viele erzählen. Mit 24 wagte er den Sprung vom FC Alkofen zum TSV Buchbach. Für die vierte Liga nahm der Stürmer einen extrem hohen Aufwand in Kauf, pendelte jede Woche mehrmals in das rund 100(!) Kilometer von seinem Wohnort entfernte Dorf in den oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. "Ich hatte in Buchbach überragende Jahre, auch wenn ich sehr, sehr viel Zeit auf der Straße verbrachte. Unvergessen bleibt vor allem der Last-Minute-Klassenerhalt 2017, als unser damaliger Keeper Alexander Strobl in der 97. Minute beim TSV 1860 Rosenheim den 3:2-Siegtreffer erzielte, der gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt war", erzählt Drofa, der 2019 als Co-Spielertrainer bei der SpVgg Osterhofen anheuerte. Mit den Herzogstädtern wurde der pfeilschnelle Kicker in der abgebrochenen Corona-Spielzeit "Quotienten"-Meister der Bezirksliga Ost. Nach internen Querelen verließ die komplette SpVgg-Mannschaft 2022 den Klub und Patrick Drofa zog es - wie den einen oder anderen Mitspieler - zum SV Schalding-Heining.

Bei der SpVgg Osterhofen war Drofa Co-Spielertrainer
Bei der SpVgg Osterhofen war Drofa Co-Spielertrainer – Foto: Harry Rindler



Mit den Grün-Weißen wurde der Neuzugang auf Anhieb Bayernliga-Meister und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Nach nur einem Jahr musste die Mannen vom Reuthinger Weg aber die höchste Amateurklasse bereits wieder verlassen. "Sportlich habe ich beim SVS Höhen und Tiefen mitgemacht, aber das gehört zum Sport dazu. Im Nachgang ärgert mich nur, dass der Verein und ich nicht früher zueinander gefunden haben. Schoiding ist wirklich ein Vorzeigeklub, bei dem alles passt", betont Drofa, der verspricht bis zum Schluss Vollgas zu geben: "Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, denn ich möchte mich bestmöglich verabschieden."



Wohin die fußballerische Reise des erfahrenen Cracks gehen wird, ist total offen. Spekulationen, dass Drofa und sein Kumpel Christian "Jinx" Brückl bereits bei einem ambitionierten Kreisligisten im Wort stehen, dementiert der 34-Jährige: "Gerüchte heißen nicht umsonst Gerüchte. Es hat schon die eine oder andere Anfrage gegeben und es ist kein Geheimnis, dass Jinx und ich beste Freunde sind. Daher ist es für uns durchaus eine Option, gemeinsam etwas zu machen. Entschieden ist aber noch gar nichts und denkbar ist grundsätzlich vieles. Mein Fokus liegt aber ohnehin in den nächsten Wochen und Monaten voll auf den SVS." Fest steht, dass Drofa und Brückl die Trainerausbildung in Angriff nehmen. "Im April gehts los und für mich kann ich schon sagen, dass ich mich über kurz oder lang als Trainer sehe", schmunzelt Patrick Drofa abschließend.