
Felix Wienand, Torhüter von Rot-Weiss Essen, ist derzeit aufgrund eines erlittenen Knalltraumas, einhergehend mit einem deutlichem Hörverlust, nicht spielfähig. Auslöser hierfür ist die extrem laute Detonation eines Böllers in der 52. Minute des Drittligaspiels gegen den SV Waldhof Mannheim (1:0) im Stadion an der Hafenstraße, die eindeutig dem Gästeblock zuzuordnen ist.
Die Partie wurde daraufhin von Schiedsrichter Lennart Kernchen für rund 45 Minuten unterbrochen und anschließend – entgegen der Erwartung von Rot-Weiss Essen – fortgesetzt und zu Ende gespielt. Für den nicht mehr spielfähigen Felix Wienand kam in der 52. Spielminute Ersatztorhüter Tino Casali aufs Feld, der so sein Debüt für RWE gab.
Die RWE-Verantwortlichen sind stolz und dankbar, dass sich die Mannschaft dieser belastenden Situation gestellt hat und das Spiel sportlich zu Ende geführt hat. Auch das Publikum an der Hafenstraße bewies das richtige Gespür und stand geschlossen hinter Mannschaft und Verein.
Felix Wienand wurde nach der Partie ins Krankenhaus gebracht, am Donnerstagmorgen wurde er zudem von einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten untersucht. Wienand bleibt weiter in ärztlicher Betreuung und kann derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen. Ein Einsatz am Samstag in der Partie bei der TSG Hoffenheim II ist ausgeschlossen. Er bekommt in jeder Hinsicht vom Verein weiter volle Unterstützung.
Die öffentlichen Äußerungen von Waldhof Mannheims Geschäftsführer Sport Gerhard Zuber zu den Vorfällen von Mittwochabend nimmt Rot-Weiss Essen mit Unverständnis zur Kenntnis.
Nach intensiver Abwägung hat sich RWE am Donnerstagnachmittag dazu entschieden, keinen Protest gegen die Spielwertung (1:0) einzulegen. Für den Verein steht wieder das Sportliche – nun kurzfristig vor allem das Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag – im Fokus.