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Allgemeines

Nach Ausschreitungen: WSV-Vorstand nimmt Stellung

Niederrheinpokal: Am vergangenen Samstag hat der Wuppertaler SV eine späte Niederlage kassiert. Daraufhin kam es auf den Tribünen zu Ausschreitungen.

von Linus Bien · 18.11.2025, 12:30 Uhr · 0 Leser
Die Polizei muss WSV-Anhänger zurückdrängen
Die Polizei muss WSV-Anhänger zurückdrängen – Foto: Jochen Classen

Im Niederrheinpokal-Viertelfinale war der Wuppertaler SV beim FC Büderich zu Gast. Der Oberligist aus Büderich konnte dem Favoriten aus der Regionalliga West eine späte und bittere Niederlage zufügen. Das hat den Anhängern des WSV ganz und gar nicht gefallen, woraufhin sich laut Polizei mehrere Menschen, die sich Fans nennen, Zugang zum Innenraum verschafft und mit Gegenständen geworfen haben. Die Polizei musste die Übeltäter mit Schlagstöcken und Pfefferspray zurückdrängen. Jetzt meldet sich der WSV-Vorstand mit einer Stellungnahme zu den Geschehnissen.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

"Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

nach Abpfiff des Pokalspiels in Büderich am vergangenen Samstag schlug sich die Enttäuschung über das Ausscheiden im Pokal im Tribünenbereich unserer Fans in einer Form sinnloser Gewalt und Sachbeschädigung nieder.

Wir waren und sind schockiert über diese Form der Aggressivität von Teilen unserer Fans. Wir sind seit Samstagabend mit der Aufarbeitung der Geschehnisse beschäftigt und versuchen, einen möglichst ganzheitlichen Überblick zu erlangen.

Auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen haben wir keinen Zugriff, werden aber selbstverständlich den Austausch mit den Ermittlungsbehörden suchen.

Wir pflegen seit längerer Zeit in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Wuppertal einen guten und konstruktiven Austausch mit unserer aktiven Fanszene. Dies beinhaltet Vertrauen, aber auch Verantwortungsbewusstsein. Entsprechend werden wir nun auch mit der gebotenen professionellen Distanz in den internen Austausch gehen.

Die Vorkommnisse vom vergangenen Samstag haben Schaden angerichtet. Für den Wuppertaler SV, aber auch für die aktive Fanszene, die von nun an mit solchen Aktionen in Verbindung gebracht wird. Ganz zu schweigen von der Wahrnehmung und dem Bild in der Gesellschaft von randalierenden, aggressiven Fußballfans. Allen Beteiligten muss klar sein, dass wir hier nicht von einem Kavaliersdelikt reden, und dass die Konsequenzen den Verein hart treffen. Wie wir damit umgehen und wieweit zu erwartende Kosten auf die Verursacher umzulegen sind, werden wir juristisch prüfen.

Wir als Wuppertaler SV distanzieren uns maximal von diesem Verhalten. Im Namen des Wuppertaler SV entschuldigen wir uns bei allen unbeteiligten Personen sowie beim FC Büderich ganz ausdrücklich."