2026-04-29T13:32:52.058Z

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"Nach äußerst dürftiger erster Halbzeit haben wir 0:2 hinten gelegen"

In der Regionalliga Südwest kassiert die TSG Balingen gegen den Bahlinger SC eine 1:2-Heimniederlage.

von red · Heute, 20:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

In einem Duell zweier bereits feststehender Absteiger aus der Regionalliga Südwest musste die TSG Balingen heute eine schmerzhafte 1:2-Niederlage gegen den Bahlinger SC hinnehmen. Vor 452 Zuschauern in der Bizerba-Arena verschlief die Mannschaft von Trainer Murat Isik die erste Halbzeit komplett und lag bereits zur Pause vorentscheidend zurück. Zwar keimte nach dem Anschlusstreffer durch Ivo Colic im zweiten Spielabschnitt noch einmal Hoffnung auf, doch am Ende blieb das leidenschaftliche Aufbäumen unbelohnt.

Abschiedsschmerz und Derby-Atmosphäre in der Bizerba-Arena

In der Bizerba-Arena herrschte am 32. Spieltag der Regionalliga Südwest eine gedrückte, fast melancholische Stimmung. Da sowohl die TSG Balingen als auch der Bahlinger SC bereits vor dem Anpfiff als Absteiger feststanden, ging es in diesem Duell primär um die sportliche Ehre. Doch für die Mannschaft von Trainer Murat Isik endete der Nachmittag in einer weiteren Enttäuschung. Trotz einer deutlichen Steigerung nach dem Seitenwechsel unterlag man dem Gast vom Kaiserstuhl mit 1:2.

Verschlafene Anfangsphase führt zum Rückstand

Der Beginn der Partie war aus Sicht der Hausherren alles andere als vielversprechend. Vor 452 Zuschauern agierte die Elf um Torhüter Louis Potye zunächst unsicher und fand keinen Zugriff auf das Spielgeschehen. Die Quittung für diese Passivität folgte in der 20. Spielminute, als Erijon Shaqiri den Bahlinger SC mit 0:1 in Führung brachte. Balingen schaffte es nicht, den Rhythmus der Gäste zu brechen. Kurz vor der Pause erhöhte Alex Echner in der 43. Minute auf 0:2. Balingens Co-Trainer Daniel Güney fand gegenüber FuPa deutliche Worte für diesen Auftritt: „Nach einer äußerst dürftigen ersten Halbzeit haben wir verdient 0:2 hinten gelegen.“

Leidenschaftliche Aufholjagd bleibt unbelohnt

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die TSG Balingen wie ausgewechselt. Der Wille, sich im Derby nicht kampflos zu ergeben, war nun in jeder Aktion spürbar. Die Isik-Elf erhöhte den Druck und drängte den Gegner tief in die eigene Hälfte. In der 65. Minute belohnte Ivo Colic die Bemühungen mit dem Treffer zum 1:2. In der Bizerba-Arena keimte noch einmal die Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. „Wir haben uns im zweiten Durchgang durchaus steigern können“, konstatierte Daniel Güney, doch trotz aller Leidenschaft gelang der entscheidende Lucky Punch nicht mehr. Der Bahlinger SC verteidigte den knappen Vorsprung über die Zeit, was die Balinger Frustration nach dem Schlusspfiff perfekt machte.

Ehrliche Bilanz und die Parallelen zum Hinspiel

Die Niederlage schmerzt besonders, da sie vermeidbar schien, wenn die Leistung der zweiten 45 Minuten bereits früher abgerufen worden wäre. Der Blick zurück auf die Saison zeigt ein wiederkehrendes Muster an unglücklichen Ergebnissen, die letztlich den Klassenerhalt kosteten. „Wir kamen aber leider nicht über den Anschlusstreffer mehr ins Spiel zurück und müssen somit eine Niederlage hinlegen, wie auch im Hinspiel gegen den Bahlinger SC, die so in Summe hätte nicht sein müssen“, resümierte Daniel Güney enttäuscht.

Die tabellarische Realität am Tabellenende

Ein Blick auf das Tableau der Regionalliga Südwest verdeutlicht die triste Situation. Die TSG Balingen rangiert nach dem 32. Spieltag mit 22 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz, nur knapp vor dem Bahlinger SC, der trotz des Sieges mit 21 Punkten das Schlusslicht bildet.

Blick nach vorne auf das Duell in Mainz

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Spielern nicht, denn der Spielplan sieht bereits am nächsten Samstag die nächste Aufgabe vor. Am Samstag, 09.05.2026, gastiert die TSG Balingen um 14 Uhr beim TSV Schott Mainz. In dieser Begegnung geht es für die Isik-Elf darum, den 16. Tabellenplatz zurückzuerobern, den derzeit die Mainzer mit 25 Punkten innehaben. Es ist ein Spiel um die Ehre und die Chance, die Saison mit Anstand zu Ende zu bringen. Nach der Leistungssteigerung gegen den Bahlinger SC bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft dieses Mal von Beginn an hellwach ist, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und sich würdevoll aus der Liga zu verabschieden.