2026-03-25T14:09:28.761Z

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Nach 2:5-Debakel: Hallbergmooser Trainer sind „maximal enttäuscht" von ihrer Mannschaft

VfB Hallbergmoos in Krise

von Nico Bauer · Heute, 06:00 Uhr · 0 Leser
Nicht jeder kann gegen den Tabellenführer spielen: Auch qualitativ gut besetzt wird nach den jüngsten personellen Entwicklungen die Hallbergmooser Ersatzbank beim Auswärtsspiel gegen Unterhaching II sein.
Nicht jeder kann gegen den Tabellenführer spielen: Auch qualitativ gut besetzt wird nach den jüngsten personellen Entwicklungen die Hallbergmooser Ersatzbank beim Auswärtsspiel gegen Unterhaching II sein. – Foto: Christian Riedel / fotografie-
Der VfB Hallbergmoos hat zuletzt nur einen Punkt aus drei Spielen geholt. Gegen den TSV Kastl folgt nun auch ein Charaktertest.

So gut die Wintervorbereitung für den VfB Hallbergmoos gelaufen ist, kaufen kann man sich davon inzwischen nichts mehr. Einen mageren Punkt haben die Hallberger in den vergangenen drei Spielen gesammelt, wodurch die Bayernliga nur noch mit dem Fernglas zu sehen ist. Im Heimspiel gegen den TSV Kastl (Freitag, 19 Uhr, Stadion am Airport) geht es für den VfB nun erst einmal darum, wieder in die Spur zu kommen.

Das 2:5 von Unterföhring hat tiefe Spuren hinterlassen in den Hallbergmooser Kicker-Seelen. „Wir haben der Mannschaft mitgeteilt, dass wir maximal enttäuscht sind“, berichtet Andreas Giglberger von den internen Besprechungen nach dem ernüchternden Spiel gegen einen bestenfalls durchschnittlichen Gegner. Nach der Pause hatte das Team eine Viertelstunde lang die Vorgaben der Trainer umgesetzt – und sich da Großchancen fast im Minutentakt erspielt. Warum es allerdings bei dieser kurzen Phase geblieben ist und sich die Kicker nach dem dritten beziehungsweise vierten FCU-Tor komplett aufgaben, ist ein Rätsel. Coach Giglberger kann da nur Mutmaßungen anstellen: „Vielleicht ist unsere zweite Reihe doch noch nicht so weit, wie wir dachten.“

Der Ausfall der Führungsspieler hatte verheerende Auswirkungen, weil beim verbliebenen Personal niemand Verantwortung übernahm. Nun, gegen Kastl, dürfte mit David Küttner ein Anführer-Typ wieder von Beginn an spielen. Mit Moritz Sassmann sitzt ein weiterer „Häuptling“ auf der Bank. Highlight für die Fans wird die Rückkehr von Fabian Diranko sein. Giglberger deutet an, dass der Edeltechniker nach ewiger Verletzungspause gegen Kastl ein paar Spielminuten bekommen wird.

Vor allem wird das Heimspiel ein Charaktertest. Für den Trainer ist es ein No-Go, Spiele vor dem Schlusspfiff abzugeben. „Mit einer Leistung wie in Unterföhring und diesem Abwehrverhalten reicht es in der Landesliga nur zu Platz zehn“, sagt Giglberger. So werde man in den kommenden Wochen noch von mehreren Mannschaften überholt.

Grundsätzlich könnten die Hallbergmooser in den nächsten drei Spielen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte einiges geraderücken. Voraussetzung: eine andere Leistung als zuletzt. Da fällt dann wohl auch die Vorentscheidung, ob der VfB in der Spitzengruppe bleibt oder an den Frühlingsabenden im Mai nur noch um die Goldene Ananas spielt.