2026-03-25T14:09:28.761Z

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Nach 2:2 gegen Kastl: VfB Hallbergmoos verabschiedet sich aus dem Aufstiegsrennen

Landesliga-Fußball

von Nico Bauer · Heute, 13:47 Uhr · 0 Leser
David Küttner vom VfB Hallbergmoos
David Küttner vom VfB Hallbergmoos – Foto: Riedel
Nach vier Spielen ohne Sieg ist der Aufstiegstraum wohl geplatzt. Der VfB Hallbergmoos zeigte gegen Kastl zwei völlig unterschiedliche Gesichter.

Das Thema Aufstieg löst sich beim VfB Hallbergmoos langsam in Luft auf. Auch der jüngste Auftritt hat wieder gezeigt: Die Hallberger bringen ihre PS nicht mehr so auf die Wiese wie noch in der ersten Saisonhälfte. Das 2:2 (0:2)-Remis zu Hause gegen den TSV Kastl war das mittlerweile vierte Spiel in Serie ohne Sieg.

Am Ende blieb den VfB-Kickern nur die Erkenntnis, dass eine gute Halbzeit in dieser Liga zu wenig ist, um eine Partie zu gewinnen. Nach dem 5:1-Sieg im Hinspiel tat man sich gegen Kastl diesmal deutlich schwerer. Und das Projekt Revanche nahm direkt in der ersten Minute Formen an. Hallbergmoos hatte Anstoß, verlor den Ball, und dann ging es ganz schnell: Die Gäste kamen erschreckend einfach zu dem Führungstreffer von Christoph Hoffmann (1.). Mit einem schnell ausgeführten Freistoß an der Mittellinie überrumpelten die Kastler den VfB noch einmal – Sebastian Spinner sorgte für das 0:2 (44.). Abermals war kaum Gegenwehr der Hausherren zu spüren.

Die Führung der Gäste ging zum Pausentee in Ordnung, war aber vielleicht ein Tor zu hoch. Hallbergmoos hatte in der ersten Hälfte zwar auch seine Torabschlüsse, unterm Strich war die Leistung für ein vermeintliches Landesliga-Spitzenteam aber zu wenig. „Das war eine Mannschaft, die wir so nicht sehen wollen“, sagte Trainer Andreas Giglberger nach der Partie. Man war weit weg vom eigenen Anspruch. Und angesichts der negativen Serie aus den vergangenen Spielen lähmte wohl der Druck, die Begegnung gewinnen zu müssen.

Giglberger gewährt einen kleinen Einblick in die Kabine: „In der Halbzeit gab es von den Trainern eine ehrliche Ansprache unter Freunden.“ Diese war offenbar nicht laut, aber deutlich. Die Übungsleiter deuteten an, dass man gerade Erkenntnisse gewinne, mit welchen Spielern man um den Aufstieg spielen kann. Die Worte zeigten Wirkung. Denn es kehrte ein ganz anderer VfB Hallbergmoos auf den Platz zurück.

In der zweiten Halbzeit schien es, dass jeder Spieler den Ball wollte. Alle elf Mann übernahmen Verantwortung – und dank dieser Grundeinstellung drehte sich das Spiel. 45 Minuten lang zeigte der VfB sein Potenzial, ließ Ball und Gegner laufen. Die beiden Tore von Arian Kurmehaj (51.) und Valentin Bamberger (70.) waren wunderbar herausgespielt. In den letzten 20 Minuten waren die Gastgeber auch dem Siegtor ein paar Mal nahe. Aber das wäre vielleicht des Guten zu viel gewesen. Denn: Nach einer schlechten und einer guten Halbzeit darf man sich über ein Unentschieden nicht beschweren. Und auch nicht darüber, dass man mit lediglich zwei Punkten aus vier Spielen den Anschluss nach ganz oben verloren hat.