
Fritz Stögbauer ist nicht mehr länger der Trainer des TSV Peißenberg. Der 33-jährige Coach trat nach der 1:4 (1:1)-Heimniederlage gegen den Lenggrieser SC in Absprache mit der Abteilungsleitung von seinem Amt zurück. „Ich hätte es gern durchgezogen“, räumte der Übungsleiter ein, dass ihm die Entscheidung schwergefallen ist. Auf der anderen Seite möchte er der sportlichen Entwicklung seiner Mannschaft nicht weiter im Weg stehen, die in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten ist.
Stögbauers Abschiedsvorstellung von seinem Team war ein Spiegelbild der gesamten Saison, die von Abgängen, Verletzungen und mangelndem Spielglück geprägt ist. „Es wäre mehr drin gewesen“, gab der Coach nach der Pleite gegen den Tabellenzweiten aus dem Isarwinkel zu. Tatsächlich lieferten seine Kicker wieder eine engagierte Vorstellung ab und ließen sich auch nicht durch die frühe Führung der Gäste, die Leonhard Gerg bereits nach einer Viertelstunde erzielte, aus der Bahn werfen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schaffte Michael Gladiator den verdienten Ausgleich.
Die Peißenberger konnten sich jedoch nicht lange am 1:1 erfreuen. Nach einer Stunde entschied Schiedsrichter Kieran Höhne auf Elfmeter, als Hannes Kunterweit der Ball bei einem Klärungsversuch vom Oberschenkel an die Hand sprang. „Das war kein absichtliches Handspiel“, insistierte Stögbauer. Der Referee setzte das Regelwerk jedoch konsequent um und ermöglichte den Isartalern die erneute Führung durch Leonhard Gerg.
Es war ein Treffer, der die Platzherren in die Knie gehen ließ. Der TSV warf in seiner Verzweiflung alles nach vorn, um zeitnah erneut zu egalisieren. Er fing sich jedoch schnell einen Konter ein. Der ließ sich zwar stoppen, aber auf Kosten eines weiteren Elfmeters, den Michael Gerg kompromisslos verwandelte. „Damit war bei uns der Ofen aus“, gab der Coach zu, dass sein Team fortan den Glauben an etwas Zählbares verlor.
Der Aufstiegsaspirant hatte nun leichtes Spiel und baute am Ende den Vorsprung durch Jakob Gerg weiter aus. „Das Ergebnis fiel sicherlich zu hoch aus“, stellte Stögbauer klar, dass seine Mannschaft wieder einmal unter Wert geschlagen wurde.