
Die SG Unterrath ist wieder Tabellenführer, kann sich dafür bei den Sportfreunden Baumberg bedanken, die den ETB Schwarz-Weiß Essen mit 4:0 besiegten. Unterrath selbst behauptete sich mit 3:1 gegen den VfB Homberg.
Im nominellen Topspiel des Tages setzten die Baumberger auf heimischen Geläuf ein Ausrufezeichen. Besonders nach der Anfangsphase und den beiden frühen Treffern von Adriano Catalano (7., 27.) lief die Partie genau nach Gusto des neuen Tabellendritten.
"Allgemein lässt sich wohl sagen, dass das Auswärtsspiel in Baumberg eins der unangenehmsten Spiele der Liga ist", resümierte mit Patrick Almasi der Trainer der Gäste. So hatte der ETB mit dem 0:2-Rückstand eine Mammutaufgabe vor der Brust. "Uns hat es in der ersten Halbzeit ein bisschen an Aggressivität und an der Griffigkeit in den Duellen gemangelt. Und das hat Baumberg an den Tag gelegt."
Mit dem Auftritt seiner Schützlinge war Almasi nach dem Seitenwechsel wieder zufriedener. Gleichzeitig machte es Baumberg den Gästen weiterhin besonders schwer. In der Schlussphase wollte Essen schließlich noch mehr investieren, mit dem dritten Treffer von Catalano (89.) und dem 4:0 von Agan Murati (90.) war dann jedoch der Deckel drauf.
Für den Moment verliert der ETB damit die Tabellenführung an Unterrath, hat die Herbstmeisterschaft mit dem direkten Duell gegen die SGU aber noch in der eigenen Hand. So gibt es derzeit auch keinerlei Grund den Kopf in den Sand zu stecken, klare Aufstiegsambitionen äußerte der ETB ohnehin nicht: "Wir sind absolut im Soll, was die Zielsetzung für die Saison angeht. Wenn wir am letzten Spieltag ein Bonusspiel gegen Unterrath haben sollten, nehmen wir das natürlich gerne an", sagt Almasi. Bis dahin gilt es aber noch die Hausaufgaben zu erledigen. So folgt nach dem Kreispokalspiel gegen die DJK Alder Union Frintrop (12. November, 19 Uhr) ein hochkompliziertes Heimspiel gegen Ratingen 04/19 (16. November, 13 Uhr).
Die SGU ist wieder zurück an der Tabellenspitze. Dabei konnte man besonders dank erfrischenden Anfangsminuten die Partie in die gewünschte Richtung bringen: "Es war ein Spiel, wo wir viel Ballbesitz hatten, viel Dominanz", bilanziert Unterraths Trainer Niklas Leven. "Ich würde behaupten, dass wir in der Anfangsphase auch noch ein, zwei Tore mehr hätten machen müssen." Zwei Treffer waren es nach der ersten halben Stunde.
Den Vorsprung konnte der neue Spitzenreiter ohne wesentliche Kopfschmerzen über die Bühne bringen. In der Nachspielzeit gelang jeweils beiden Teams noch ein Treffer. Dass sein Team durch die Pleite vom ETB wieder von oben grüßen kann, möchte Leven keine größere Bedeutung schenken: "Wir beschäftigen uns nicht viel mit der Tabelle", versichert er. "Nach 13 Spieltagen wird abgerechnet. Deswegen haben wir gesagt, für uns im Team, vor allem im Trainerteam, dass uns andere Ergebnisse nicht interessieren."
Tabellarisch und dramaturgisch läuft eigentlich alles auf das entscheidende Aufeinandertreffen mit dem ETB hinaus am letzten Spieltag vor der Winterpause hinaus. Doch wie Leven betont, steckt das Spiel noch lange nicht in den Köpfen des Teams. Vorher gilt es gegen KFC Uerdingen am Samstagabend (15. November, 17.145 Uhr) - für Leven ein "richtiges Brett"- und daraufhin gegen den SC St. Tönis (22. November, 13 Uhr) zu bestehen.
Gegen noch sieglose Duisburger hatte der FCB zunächst mehr vom Spiel, suchte lange Zeit aber noch die Lücken im Abwehrverbund der Hausherren. "Wir waren da zu wenig engagiert und haben zu sehr versucht, das Spiel ruhig zu gestalten ohne hohe Intensität", schildert Bocholts Trainer Udo Geidies. Im späteren Verlauf der ersten Hälfte wurden die Bestrebungen der Schwatten schließlich konkreter, wodurch man sich auch noch in Person von Linus Olthoff belohnte (45.).
Nach dem Seitenwechsel hatte Bocholt weiter das Heft des Handelns in der Hand. Der daraus resultierende zweite Treffer von Bennet Buscholl (67.) hätte vermeintlich für einen beruhigenden Vorsprung sorgen können, doch es kam anders: "Dann hatte man so ein bisschen das Gefühl, dass bei uns in der Mannschaft die Einstellung da war, dass damit das Spiel gelaufen war", schwante Geidies schon Böses. Und in der Tat schlug der FSV spät noch zweimal mit jeweils direkten Freistoßtreffer zu (71., 89.), brachte den FCB damit noch spät um den Lohn.
"Wir haben uns selbst das Leben schwer gemacht und über diese Nachlässigkeiten und dadurch, dass wir nicht konsequent unser Spiel weiter durchgezogen haben, haben wir es FSV ermöglicht, tatsächlich zum Unentschieden dazukommen."
Auf der anderen Seite können gerade die aufgezeigten Nachlässigkeit sich positiv auf den Lernprozess der Bocholter auswirken: "Insofern ist das schon ein Spiel, das dazu dient, um vor Augen zu führen, dass man es sich auch gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller der Niederrheinliga einfach nicht erlauben kann, irgendwann abzuschalten und nicht mehr konsequent, souverän Fußball zu spielen", betont Geidies. Sein Team hält sich ohnehin weiter im gesicherten Mittelfeld, während Duisburg den zweiten Punkt aus den ersten zehn Spielen einfährt.
11. Spieltag
15.11.25 SC St. Tönis 1911/20 - VfL Rhede
15.11.25 1. FC Bocholt - Wuppertaler SV
15.11.25 FSV Duisburg - Sportfreunde Baumberg
15.11.25 TSV Meerbusch - SG Essen-Schönebeck
15.11.25 KFC Uerdingen 05 - SG Unterrath
16.11.25 ETB Schwarz-Weiß Essen - Ratingen 04/19
16.11.25 VfB Homberg - VfB 03 Hilden
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