
Der 13. Spieltag der Landesliga Nordost hatte es in sich: Forchheim setzte im Stadtderby ein deutliches Ausrufezeichen, während Tabellenführer Eintracht Münchberg trotz Zwei-Tore-Rückstands seine weiße Weste bewahrte. Ammerthal entschied ein spektakuläres Torfestival in Gutenstetten für sich, während Quelle Fürth einen knappen Auswärtserfolg in Neuendettelsau einfuhr. Im Tabellenkeller punktetet Weisendorf in Röslau und Feucht rettete spät ein Remis gegen Burgebrach.
Der SC Feucht tat sich vor 200 Zuschauern schwer gegen mutige Burgebracher. Simon Jörg brachte die Gäste früh in Führung (22.), die lange Bestand hatte. Trotz Umstellungen – Cedric Drewanz und später Joel Teukam Noumessi kamen von der Bank – fehlte Feucht die Durchschlagskraft. Erst in der Schlussphase erlöste Jannik Kiebler die Gastgeber mit dem späten Ausgleich (89.).
Ein Derby mit klaren Vorzeichen: Vor 1100 Zuschauern und unter der Leitung von Referee Kenny Abieba war Der Jahn von Beginn an tonangebend. Patrick Hoffmann traf bereits nach 60 Sekunden, Christian Rzonsa legte sofort nach (3.). Spätestens nach Männleins Treffer (14.) und Helds verwandeltem Elfmeter (34.) war die Partie eigentlich entschieden. Im zweiten Durchgang verwalteten die Hausherren clever, Hoffmann sorgte in der 77. Minute für den Endstand. Buckenhofen brachte über weite Strecken kaum Entlastung zustande, während Forchheim mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beeindruckte.
Die 200 Zuschauer in Neuendettelsau sahen ein abwechslungsreiches Spiel. Die Quelle legte dank Nino Seiler (19.) und Aslan Ardahan (26.) früh vor. Neuendettelsau kämpfte sich zwar zurück, Moritz Ortner verkürzte per Foulelfmeter (37.). Nach der Pause schien Kay Ramthuns 3:1 (63.) jedoch die Entscheidung zu sein, doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen. Joker Louis Hirschmann verkürzte in der Nachspielzeit auf 2:3. Trotz der Schlussoffensive reichte es für den TSC nicht mehr.
Der SC Schwabach erwischte vor 180 Zuschauern den besseren Start: Kevin Woleman traf bereits in der 7. Minute. Doch Buch kam durch Joker Petru Nadrag zurück, der die Partie innerhalb von sieben Minuten drehte (30., 37.). Nach der Pause steigerte sich Schwabach und belohnte sich durch Yannis Herger mit dem 2:2 (63.). Trotz frischer Kräfte auf beiden Seiten – unter anderem Ruhrseitz bei Schwabach sowie Riese und Nassam bei Buch – blieb es beim Remis. Schiedsrichter Tim Parzefall hatte die Begegnung jederzeit im Griff.
Der SpVgg Mögeldorf gelang gegen den TSV Weißenburg ein Start nach Maß: Moritz Pranz traf in der 6. Minute zur Führung. In einer offenen Partie vergaben beide Seiten Chancen, ehe die Gäste mit einem späten Sturmlauf belohnt wurden. Philipp Meier köpfte in der 93. Minute den Ausgleich. Bitter für Mögeldorf, das durch frühe Wechsel – unter anderem Levi Stark für Kornwachs – defensiv Stabilität suchte. Weißenburg dagegen bewies Moral und belohnte sich spät.
Der FC Röslau musste sich vor 100 Zuschauern auch am vergangenen Spieltag früh geschlagen geben. Adin Mehic brachte Weisendorf bereits in der 12. Minute in Führung. Trotz kämpferischer Bemühungen gelang es den Hausherren nicht, die gut organisierte Defensive der Gäste zu knacken. Weisendorf stellte nach der Pause mit personellen Anpassungen – Niko Bogade kam neu – auf Stabilität und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Referee Lukas Penzkofer leitete unaufgeregt.
Ein temporeiches Duell in Erlangen: Milovski brachte Bruck per Foulelfmeter in Führung (14.), Doğan legte noch vor der Pause nach (45.). Doch Unterreichenbach antwortete prompt: Kurz verkürzte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+2). Nach dem Seitenwechsel traf Danninger zum 2:2 (57.). Trainer Messingschlager reagierte mit einem Dreifachwechsel, doch auch die frischen Kräfte brachten nicht den erhofften Siegtreffer. Unterreichenbach nahm einen verdienten Punkt mit nach Hause.
Torspektakel in Gutenstetten: Luka Odobasic brachte den SVGutenstetten früh in Führung (8.), Pirner glich aus (27.). Rückel stellte die Führung wieder her (39.), doch Haller per Elfmeter (45.+1) sorgte für das 2:2. Nach der Pause ging Gutenstetten durch ein Eigentor von Weidner (49.) erneut in Front, doch Ammerthal schlug zurück: Pirner (65.) und Haller (71.) drehten das Spiel. Haller vergab zwar einen weiteren Elfmeter (70.), doch Joker Martin Popp sorgte in der 87. Minute für die Entscheidung. Ein wildes Spiel, das Ammerthal in der Spitzengruppe hält.
Die 290 Zuschauer sahen eine Partie mit zwei Gesichtern. Lauterhofen ging nach der Pause durch Meyer (52.) und Wastl (59.) mit 2:0 in Führung und witterte die Sensation. Doch der Tabellenführer schlug eindrucksvoll zurück: Wich (55.), Nöske (63.) und Frank (66.) drehten die Partie binnen elf Minuten. Köhler setzte spät den Schlusspunkt (83.). Trotz guter erster Stunde stand Lauterhofen am Ende erneut mit leeren Händen da. Schiedsrichter Patrick Meixner leitete souverän.
