
Null Punkte in der neuen Spielzeit, dazu 3:109 beim Torverhältnis: Türkspor Hausham ist ein Schatten früherer Jahre. Nun wird der Spielbetrieb eingestellt – ein Neustart ist für kommende Saison geplant.
Türkspor Hausham hat sich nach den zuletzt desaströsen Ergebnissen dazu entschieden, den Spielbetrieb einzustellen und diese Saison nicht regulär zu beenden. Schon in der Rückrunde der Vorsaison mutierte die gestandene A-Klassen-Mannschaft zu einem Abstiegskandidaten.
Im Sommer wechselten dann einige Leistungsträger zu umliegenden Vereinen, sodass Türkspor eine komplett neue Mannschaft zusammenwürfeln musste. Die Folge: Die Qualität der Mannschaft litt, und Türkspor konnte bis zum zehnten Spieltag keinen einzigen Punkt einfahren. Das Torverhältnis von 3:109 sagt vieles über die aktuelle Situation aus. Und sorgte für die nachvollziehbare Entscheidung, den Spielbetrieb einzustellen.
„Nachdem wir eine Niederlage nach der anderen eingefahren haben, wollen wir es weder unserem Trainer noch unseren Spielern zumuten, dass sie jedes Wochenende mit einer Pleite heimfahren“, erklärt Sprecher Aygün Aydin. Zudem sei diese Entscheidung bereits seit Wochen bei den Verantwortlichen ein Diskussionsthema und somit keine Kurzschlussreaktion auf die 0:21-Niederlage gegen Fischbachau am vergangenen Wochenende.
Die Zeit bis zum Start der neuen Saison möchte man für ein „verlängertes Trainingslager“ nutzen. „Die Spieler müssen erst zusammenwachsen und verstehen, welche Spieler wie mit dem Ball umgehen können“, meint Aydin. „Deshalb ist ein Neustart für Türkspor Hausham unumgänglich.“
In welcher Liga die Haushamer zum Neustart antreten müssen, ist noch unklar, da das Verbandsrecht den Rechtsorganen in diesem Fall einen Ermessenspielraum zugesteht. Hier entscheidet die zuständige Spielleitung um Gruppen-Spielleiter Anton Lechermann. Es ist jedoch durchaus möglich, dass Türkspor bei einer Neuanmeldung in der C-Klasse antreten muss.
Wegen der großen Enttäuschung möchte sich die Vereinsführung auch bei ihren Mitstreitern und Fans entschuldigen. „Diese haben trotz der schlechten Leistung stets ihre Hilfe angeboten und unseren Spielern großen Respekt ausgesprochen“, bedankt sich Aydin.
Die bisherigen Spiele werden nun gewertet, als hätten sie nie stattgefunden. Das hat unter anderem zur Folge, dass der SC Wörnsmühl seinen dritten Tabellenplatz an den TSV Hartpenning abtreten muss.