2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Pascal Wegner

„Mutzi“ Aslantas glänzt beim 4:1-Erfolg des Osnabrücker SC

Mit zwei Treffern führt der 42-Jährige den Osnabrücker SC zum Auswärtssieg in Gesmold.

FuPa Niedersachsen präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Mustafa „Mutzi“ Aslantas war beim 4:1-Erfolg des Osnabrücker SC II gegen Viktoria Gesmold II der überragende Mann auf dem Platz. Der Sechser erzielte zwei Treffer selbst, bereitete einen weiteren vor und führte sein Team zum verdienten Auswärtssieg.

Der 42-Jährige steht seit Jahren für Leidenschaft und Führungsstärke. Beruflich im Qualitätsmanagement tätig, hat der frühere Spieler, der unter anderem für Post SV, den VfL Osnabrück und Emsdetten (jeweils Oberliga) nie die Lust am Fußball verloren. Der bekennende Bayern-Fan liebt neben dem Fußball das Reisen, interessiert sich für Kultur und Geschichte – und ist für jede Art von Sport zu haben.

Im Interview spricht Aslantas über die Bedeutung des Siegs in Gesmold, seinen ungebrochenen Ehrgeiz, die Kunst, mit 42 noch mitzuhalten – und warum sein Team für ihn immer über allem steht.

Mustafa Aslantas: In der ersten Halbzeit hatte der Gegner leichte Vorteile, ohne sich dabei große Chancen herauszuspielen. Wir haben in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht. Nach der Pause hatten wir mehr vom Spiel und konnten erneut zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen. Insgesamt war das ein verdienter Sieg unserer Mannschaft.

Du selbst warst an allen vier Toren beteiligt. Gut gefrühstückt oder steckt mehr dahinter?

Aslantas (lacht): Ich kam gerade aus dem Urlaub zurück, konnte meine Batterien wieder aufladen und hatte einfach richtig Lust auf Fußball. Ja, es kann sein, dass ich aktuell das Momentum auf meiner Seite habe – aber ohne die Mannschaft und den Trainerstab würde das alles nicht funktionieren. Deshalb ein großes Lob an das ganze Team!

Nach zehn Spielen steht ihr im Mittelfeld. Bei fünf Absteigern ist der Abstand zur Gefahrenzone nicht groß. Wie siehst du die sportliche Lage?

Aslantas: Das kann ganz schnell gehen! Wir müssen von Spiel zu Spiel unsere Leistung abrufen. Wenn uns das gelingt, sehe ich gute Chancen, dass wir am Ende einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Du bist 42 Jahre alt – ist das wirklich noch ein Alter zum Fußballspielen? Was sagen die Knochen?

Aslantas: Puh, nach den Spielen ist das schon anstrengend. Ich brauche definitiv ein paar Tage länger zur Regeneration. In meinem Alter muss man seinen Körper einfach öfter pflegen.

Denkst du ans Aufhören – oder geht’s noch weiter? Welche Ziele hast du persönlich?

Aslantas: Ich will jedes Training und jedes Spiel gewinnen. Der Ehrgeiz ist immer noch da. Natürlich weiß ich, dass es irgendwann zu Ende geht – aber solange ich gesund bleibe, mache ich weiter.

Und wenn es soweit ist – kannst du den Ball wirklich ruhen lassen?

Aslantas (lacht): Das wird schwer. Mal sehen, vielleicht zieht es mich irgendwann an die Seitenlinie.

Eine Frage müssen wir stellen: Du hast fast so viele Gelbe Karten wie Tore – und wenn wir richtig gezählt haben, fünf Gelb-Rote, aber keine Rote. Was bist du für ein Typ auf dem Platz?

Aslantas (lacht): Nein, die Karten waren schon berechtigt. Ich versuche mit bestimmten Fouls den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen oder meine Mannschaft dadurch wieder wachzurütteln.

Ein Wort noch zum nächsten Spiel: Der SV Bad Rothenfelde II kommt – keine leichte Aufgabe.

Aslantas: Das stimmt, das wird ein schweres Spiel. Sie haben die meisten Tore der Liga geschossen, sind aber hinten auch anfällig. Wir müssen als Mannschaft geschlossen agieren, dann ist etwas drin.

Aufrufe: 08.10.2025, 07:19 Uhr
Christian KurthAutor