
Der SV Ohlstadt verliert trotz starker Leistung mit 1:2 gegen Planegg. Zahlreiche vergebene Hochkaräter besiegelten die bittere Niederlage.
Es war eines dieser Spiele, mit denen sich der SV Ohlstadt in dieser Bezirksligasaison öfter konfrontiert sieht, als ihm lieb ist: Beim SV Planegg zeigte er eine richtig starke Mannschaftsleistung. Eine, die den Aufstiegsanwärter vor Probleme stellte. Dazu die Führung, die Chance, selbige auszubauen. Doch am Ende konnten sich die Fußballer davon nichts kaufen und standen nach dem 1:2 mit leeren Händen da. Da half selbst das „Geburtstags-Tragerl“ von Maximilian Schwinghammer – der Angreifer vollendete am Vortag der Partie sein 31. Lebensjahr – nicht. Was zur Hölle haben wir nur wieder falsch gemacht? So waren die Blicke der Spieler mehrheitlich zu interpretieren. Die Antwort ist gleichermaßen simpel wie hart: Vorn ließ der Aufsteiger seine zahlreichen Hochkaräter verstreichen, hinten brachte er sich mit zwei Nachlässigkeiten um den Erfolg.
„Wir hatten die deutlich besseren Chancen“, urteilt Rudi Schedler. Das war die eigentliche Überraschung in dieser Begegnung. Klar war, dass das Pendel bei den Spielanteilen deutlich in Richtung der Würmtaler ausschlagen würde. Damit konnten sie im ersten Abschnitt auf schwierigem Geläuf wenig anfangen. Die langen Bälle kassierte die SVO-Abwehr ein. Mit Ausnahme eines Distanzschusses über die Querlatte, und einer wiefen Fußabwehr von Torwart Jonas Fuhrmann in der Nachspielzeit, war der Heimelf wenig vergönnt. „Die gefährlichen Räume haben wir gut im Griff gehabt.“
Und so war es Luis Steffl, dem der erste Nadelstich vorbehalten war. Jonas Marggraf sicherte den Pressball gegen Amani Mbaraka, und Steffl war alleine unterwegs zum 1:0. Möglichkeiten hatte er viele: Den Torwart ausschauen, an ihm vorbeilaufen, oder flach den Ball ins Tor zu schieben. Steffl entschied sich für letzteren Ansatz – und den falschen. Der Schlussmann siegte und klärte zur Ecke. Ein Fauxpas, den Steffl Mitte des zweiten Abschnitts korrigierte. Nach Fuhrmanns Abschlag und Schwinghammers Kopfballablage, traf der 26-Jährige aus 14 Metern zur Führung.
Der SVO blieb am Drücker. Schwinghammer hätte per Kopf aus fünf Metern nachlegen müssen. Auch Denis Widmann hätte den Ball im Tor unterbringen müssen. „Größere Chancen bekommst du nicht, da muss mehr herausspringen als nur ein Treffer.“ So siegte einmal mehr die Effizienz. Alexander Demonjic gelang mit einem Schuss aus der Drehung der Ausgleich. Im Anschluss besiegelte ein Freistoß von der Seite – Fuhrmann und Martin Bauer prallten in der Mitte zusammen – die bittere Niederlage für den Tabellenvorletzten. „Es funktioniert schon relativ viel von dem, was wir uns vorgenommen haben. Aber wir haben uns nicht belohnt.“