2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

„Muss einen Oberligisten trainieren“ – erster Abgang beim SC St. Tönis

Erst vergangene Woche hatte der Oberligist den Vertrag mit Coach Bekim Kastrati verlängert. Einer seiner Schützlinge wird den Verein im Sommer allerdings verlassen, um seine Karriere voranzutreiben. Um wen es sich handelt – und wie der Sportclub das Duell mit Dingden angeht.

von RP / Uwe Worringer · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Bekim Kastrati bleibt dem SC St. Tönis auch in der kommenden Saison erhalten
Bekim Kastrati bleibt dem SC St. Tönis auch in der kommenden Saison erhalten – Foto: Jens Terhardt

Der SC St. Tönis hat in der jüngeren Vergangenheit eine imponierende Bilanz hingelegt. In den vergangenen 15 Begegnungen kassierte der Oberligist nur eine Niederlage gegen Spitzenreiter Ratingen 04/19. In der Tabelle spülte das den Sportclub durch den direkten Vergleich auf den fünften Tabellenplatz hinter dem punktgleichen TSV Meerbusch. Das Team von Trainer Bekim Kastrati ist damit auf dem besten Weg, die gute Platzierung des Vorjahres zu bestätigen.

Dass diese Entwicklung zur Vertragsverlängerung führte, wundert daher nicht. Den sportlichen Aufschwung komplettierte das erstmalige Erreichen des Halbfinales im Niederrhein-Pokal. Aus dem Abstiegskandidaten ist offenbar ein Team geworden, das sich unter dem 46-Jährigen anschickt, sich in der Spitzengruppe der Oberliga nachhaltig zu etablieren. Auch neben dem Platz stimmt die Chemie. Das bekräftigt Holger Krebs, Mitglied der Sportlichen Leitung: „Sportlich sprach alles dafür. Und auch sonst hat sich eine enge, gute und harmonische Zusammenarbeit entwickelt.“

Co Johannes Dahms strebt die Trainer-A-Lizenz an

Eine gute Zusammenarbeit mit großer gegenseitiger Wertschätzung verbindet Kastrati zudem mit Co-Trainer Johannes Dahms, dem vor allem eine gute Fitness zu verdanken ist. Für den 37-jährigen Inhaber einer Fußballschule muss der SC allerdings am Saisonende einen Nachfolger finden. „Ich strebe die A-Lizenz an. Dafür muss ich aber einen Oberligisten trainieren oder als Co-Trainer in der Regionalliga arbeiten“, so Dahms, der aktuell Inhaber der B+-Lizenz ist und für die Weiterbildung alternativ auch ein Engagement im Ausland ins Auge fasst. Leicht fiel die Entscheidung nicht. „Es macht mir riesigen Spaß in St. Tönis. Die Mannschaft ist super und der Vorstand ein Hammer.“ Situativ ist auch denkbar, dass Dahms dem SC in abgespeckter Form erhalten bleibt. „Eventuell in dritter oder vierte Reihe als Video-Analyst oder im Fitnessbereich.“

Für Trainer und Mannschaft steht unterdessen am Sonntag (14.30 Uhr) das Heimspiel gegen BW Dingden an. Um in der Spitzengruppe bleiben zu können, muss der SC die 1:3-Hinspielniederlage gegen den Aufsteiger wettmachen, der mit 24 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz rangiert. Dabei stellt sich Kastrati ein spezielles Problem, denn dem Coach gehen allmählich die „Sechser“ aus. Jannis Nikolaou und Julio Torrens brummen ihre fünfte Gelbe Karte ab und Kapitän Dominik Dohmen ist gesundheitlich angeschlagen, musste schon beim turbulenten 4:3-Sieg in Büderich passen.

Nach überstandener Krankheit kehrt dafür Luca Esposito in den Kader zurück, dürfte für die Startelf aber noch nicht infrage kommen. „Wir wollen die positive Energie und die gute Stimmung beibehalten und gewinnen. Natürlich auch, um oben dran zu bleiben“, setzt Kastrati auf den nächsten Heimsieg.