
Nach einem starken achten Platz als Aufsteiger in der Vorsaison steckt der SV Udelfangen in der aktuellen Spielzeit tief im Tabellenkeller der Kreisliga B 11. Mit lediglich sieben Punkten ging das Team als Schlusslicht in die Winterpause, inzwischen stehen elf Zähler zu Buche. Das rettende Ufer ist drei Punkte entfernt.
Parallel zum Kampf um den Klassenverbleib befindet sich die Mannschaft in einem personellen Umbruch: Zahlreiche erfahrene Spieler haben ihre Laufbahn beendet, mehr als zehn Neue müssen integriert werden.
Der in der Winterpause verpflichtete Trainer Michael Scherer zeigt sich dennoch optimistisch, den Klassenerhalt in seiner ersten Station als hauptverantwortlicher Coach zu schaffen: „Als sich der SV Udelfangen bei mir gemeldet hat, habe ich sofort zugesagt. Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, dem Verein zu helfen. Gleichzeitig war es für mich reizvoll, nach vielen Jahren als Co-Trainer nun selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir haben nach der Winterpause vier Punkte geholt, aber es hätten auch mehr sein können.“
Dabei war bereits im ersten Spiel gegen die DJK St. Matthias II ein Sieg möglich: Nach einem 0:2-Rückstand drehte Udelfangen die Partie, musste jedoch kurz vor Schluss noch das 3:3 hinnehmen. In Tawern folgte eine bittere 4:5-Niederlage – trotz zwischenzeitlicher 4:2-Führung: „Bis 15 Minuten vor Schluss lagen wir vorne, doch die verletzungsbedingten Ausfälle von Michael Schwarz (Muskelbündelriss) und Jan Pätzold (Knieprobleme) konnten wir nicht mehr kompensieren.“
Beim überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen den SV Trier-Irsch II schien schließlich der Knoten geplatzt zu sein. „Wir waren konsequent im Abschluss und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, so Scherer. Zuletzt folgte jedoch ein herber Rückschlag: Bei der 2:8-Niederlage in Könen zeigte sich der Trainer erstmals richtig enttäuscht: „Die Mannschaft hat sich nicht an unsere Vorgaben gehalten und genau das Gegenteil von dem gemacht, was uns zuvor stark gemacht hat.“
Besonders bitter: Torwart Marc Helmes verletzte sich in dieser Partie an der Hand, biss jedoch bis zum Abpfiff auf die Zähne. Ob er am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen die SG Hochwald II auflaufen kann, ist fraglich. Dass Helmes wenige Tage später im Training sogar als Feldspieler mitwirkte, wertet Scherer als Zeichen für die gute Einstellung innerhalb des Teams. Gegen Hochwald II sollen nun unbedingt drei Punkte her: „Uns ist bewusst, dass wir auch noch gegen die Top Vier spielen müssen. Aber auch dort ist etwas möglich. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten.“
Positiv hebt der Trainer den ausgeprägten Teamgeist hervor: Selbst sein Vorgänger Jürgen Kopp hilft weiterhin als Spieler aus, wenn Not am Mann ist. Auffällig ist zudem die gelungene Integration internationaler Spieler – Akteure aus Luxemburg, Kamerun, Spanien und Indien prägen die Multi-Kulti-Truppe. Mit Eduardo Ruiz Capillas führt ein Spanier die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.