
Die Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld wollen im Relegationsrückspiel gegen Aschheim ein 0:2 wettmachen. Sonst geht‘s hinab in die Bezirksliga.
Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel der ersten Relegationsrunde beim FC Aschheim stehen die Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld mit einem Bein in der Bezirksliga. Um den drohenden Abstieg abzuwenden, muss der Landesligist an diesem Samstag (Spielbeginn 16 Uhr) vor heimischem Publikum zurückschlagen. Gelingt das, wartet anschließend noch eine weitere Relegationsrunde mit Hin- und Rückspiel. Doch zunächst zählt für die Eintracht nur die Aufgabe Aschheim.
Das erste Duell am Mittwoch lieferte einige Erkenntnisse. Über weite Strecken begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, entscheidend waren jedoch die Fehlerquote und die Effizienz vor dem Tor.
Karlsfeld kontrollierte die Partie zunächst, leistete sich dann aber eine schwache Phase Mitte der ersten Halbzeit. „Da haben wir Fehler gemacht, die nicht landesligareif waren“, hatte Trainer Florian Beutlhauser nach dem Spiel offen analysiert. Aschheim nutzte diese Nachlässigkeiten konsequent aus.
Vor allem Torjäger Antonio Saponaro bestätigte seinen Ruf. Der Angreifer, der mit 23 Treffern Torschützenkönig der Bezirksliga Ost geworden ist, erzielte beide Tore für den Vizemeister – und dies, obwohl er angeschlagen ins Spiel ging.
Seine individuelle Qualität war den Karlsfeldern zwar bekannt, dennoch bekam die Eintracht den Stürmer in den Schlüsselmomenten nicht in den Griff. Auch deshalb reist Aschheim nun mit einem komfortablen Polster nach Karlsfeld.
„Ich rechne damit, dass sie im Rückspiel tief stehen und auf Konter gehen werden“, sagt Beutlhauser. Genau darin sieht er eine der Herausforderungen, denn im Hinspiel wurde Aschheim nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich. „Diese Konter müssen wir bestmöglich verteidigen“, fordert der Coach.
Mindestens genauso wichtig wird jedoch die eigene Offensive. Karlsfeld tat sich bereits in der regulären Saison schwer, wenn Gegner tief verteidigten. Das Spiel der Eintracht lebt von Ballgewinnen und schnellen Umschaltsituationen.
Spieler wie Jonas Kuhn profitieren von Räumen hinter der Abwehrkette. Gegen kompakte Gegner fehlten dagegen immer wieder Ideen. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt Beutlhauser.
Der Eintracht-Coach glaubt dennoch an seine Mannschaft – auch mit Blick auf die Zahlen: Fünfmal gewann Karlsfeld in dieser Saison mit mindestens zwei Toren Unterschied, in zwölf Partien erzielte die Eintracht zwei oder mehr Treffer.
Zudem bewies die Mannschaft erst am letzten Spieltag beim spektakulären 4:3 gegen Kastl große Moral, als sie einen 0:2-Rückstand drehte und sich überhaupt erst die Relegation sicherte.
Der Schlüssel liegt für Beutlhauser in einem frühen Erfolgserlebnis. „Wir brauchen den Dosenöffner – und das ist ein Tor“, sagt der Trainer. „Vorbei ist noch nichts“, betont Beutlhauser. „Ein Heimspiel mit 2:0 oder 3:0 zu gewinnen, traue ich uns definitiv zu.“