2026-04-10T07:15:08.667Z

Ligabericht

»Müssen uns hinterfragen«: Debakel für Neumarkt, Coburg und Stadeln

29. Spieltag in der Bayernliga Nord - Samstag: Neumarkt geht gegen Würzburg unter +++ Coburg deutlich gegen Kornburg +++ Gebenbach weiter im Aufwind +++

von Helmut Weigerstorfer · Heute, 18:15 Uhr · 0 Leser
Die Adler müssen sich erst einmal wieder aufrichten.
Die Adler müssen sich erst einmal wieder aufrichten. – Foto: Sportfoto Zink / J. Tenner

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Diese Bayernliga Nord ist eine Wundertüte. Das wurde bereits am Freitagabend des 29. Spieltag wieder einmal deutlich - und am Samstagnachmittag auf eindrucksvolle Art und Weise bestätigt. So kassierte "Vize" Neumarkt gegen Kellerkind WFV eine krasse Niederlage. Und auch in Coburg und Stadeln wurde es deutlich...


Die sechste Niederlage in Folge, erst ein Punkt nach der Winterpause - die Tahlfahrt von Aufsteiger Stadeln, zu Beginn der Saison zwischenzeitlich Tabellenführer, geht weiter. Dementsprechend schonungslos zeigt sich FSV-Trainer Manfred Dedaj nach Abpfiff der Partie gegen den SSV Jahn Regensburg II: "Schade! Wir waren eigentlich gut im Spiel, haben dem Gegner aber die Tore geschenkt. Total vermeidbar! Die Jungs haben sich aber nie aufgegeben. Irgendwie sind auf der Straße gelandet, auf der alles gegen dich arbeitet. Wir geben uns nicht auf!"


Ein Endstand, der ziemlich eindeutig daherkommt. Ein Spiel, das aber gerade in der ersten Halbzeit "auf Augenhöhe war", wie Coburg-Manager Lars Müller berichtet. "Das 1:0 mit dem Pfiff zur Pause war ein super Zeitpunkt und das 2:0 der Genickschlag. Dann hat Kornburg Ball und Gegner laufen lassen und seine Chancen rigoros genutzt."


Das Resultat spiegelt aus Sicht von Gästetrainer Dominic Rühl nicht unbedingt den Spielverlauf wider. Denn der Sieg der Oberpfälzer ist "mehr als verdient. Wir hatten viele hochkarätige Chancen. Die Jungs haben den Plan gut umgesetzt". Ingolstadt sei vor allem mit langen Bällen hinter die Kette gefährlich geworden. "Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand und zwei verletzungsbedingten Wechseln haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Einziger Vorwurf an die Mannschaft: Wir hätten den Deckel früher draufmachen müssen."

Wie schon gegen Bayern Hof Anfang April haben die Adler ihrem Trainer Sven Zurawka zufolge "viel vermissen lassen, was es braucht, um Spiele zu gewinnen". Der Coach des oberpfälzischen Topteams geht nach der Niederlage gegen den unterfränkischen Abstiegskandidaten mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. "Wir haben verdient verloren. Das war viel zu wenig. Erschreckend, wie man so einen Auftritt zum wiederholten Male hinlegen kann. Wir müssen uns alle hinterfragen!"


"Für uns ist dieser Punkt zu wenig", spricht Sascha Dorsch Worte, die auch von einem Erlanger Vertreter kommen könnten. Denn dieser Teilerfolg bringt keines von beiden Teams so richtig weiter. Die Domreiter ringen weiter um den Anschluss nach ganz vorne, der ATSV will nicht auf einen Relegationsrang zurückfallen. "Wir haben zwei grundverschiedene Halbzeiten gesehen. Der erste Durchgang geht an uns. Wir müssen da 3:0 führen. Das 1:1 kurz vor der Pause war die einzige Chance von Erlangen, das dann nach der Pause besser war", bilanziert der Vorstandssprecher der Bamberger.