
Der VfL Leiferde empfängt am Sonntag den TuS Fortuna Oberg zum sechsten Spieltag der Bezirksliga Braunschweig. Während Leiferde mit zwölf Punkten auf Rang drei steht, reist der Aufsteiger mit neun Zählern als Tabellenfünfter an. Die Gäste haben bislang vor allem durch ihre offensive Spielweise und einen erfolgreichen Saisonstart auf sich aufmerksam gemacht.
Der VfL Leiferde hat sich mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen im oberen Tabellenbereich etabliert. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Dennis Pasemann beim TSV Wipshausen mit 3:0 durch. Nach dem Erfolg verfügt Leiferde über zwölf Punkte und rangiert damit punktgleich mit dem TSV Wendezelle auf dem dritten Platz.
„Sie haben schon mal neun Punkte auch im Rücken“, sagte Pasemann mit Blick auf den kommenden Gegner. Die eigene Mannschaft soll sich dabei vor allem auf ihre Spielweise konzentrieren. Ballbesitz, Bewegung und das Erarbeiten von Torchancen stehen für den Trainer im Mittelpunkt.
Der TuS Fortuna Oberg ist als Aufsteiger in die Bezirksliga gestartet und hat seine ersten drei Spiele gewonnen. Vor einem spielfreien fünften Spieltag gab es am 30. August allerdings eine deutliche Niederlage beim Tabellenführer TSC Vahdet Braunschweig. Mit 2:6 unterlag Oberg dem Spitzenreiter und steht derzeit mit neun Punkten auf Rang fünf.
Pasemann erwartet dennoch einen unangenehmen Gegner. Er kennt die Mannschaft aus seiner Zeit im Peiner Kreis und beschreibt sie als offensiv schnell und geschlossen auftretend. Besonders das Teamgefühl und die Qualität im Angriff hebt der Leiferder Trainer hervor. „In der Kreisliga war Oberg sehr konstant. Vor allem nach vorne ist die Mannschaft schnell, als Team tritt sie geschlossen auf.“
Eine klare Schwachstelle könne er beim Aufsteiger derzeit nicht ausmachen. Entscheidend werde sein, wie die Mannschaft mit den Anforderungen der Bezirksliga umgeht.
Leiferde muss weiterhin mit einer erheblichen Zahl an Ausfällen umgehen. Mehrere erfahrene Spieler fehlen dem VfL, darunter Nico Müller, der über Regionalliga-Erfahrung verfügt. Auch Kapitän Vincent John, Abwehrchef Lars Hillebrand sowie Jannik Rowold und Niko Kolodzyk stehen aktuell nicht zur Verfügung.
„Dadurch müssen wir wieder gucken, wie wir uns aufstellen, was wir machen, was wir uns einfallen lassen“, sagte Pasemann. Die angespannte Situation werde voraussichtlich noch einige Zeit anhalten. „Das wird locker noch drei Wochen dauern, bis die Spieler zurückkommen.“
Bis dahin müsse die Mannschaft ihre Kräfte bündeln. „Auf die Zähne beißen, zusammenhalten, einfach spielen und bestmöglich weiterhin Punkte sammeln“, beschrieb Pasemann die Aufgabe für die kommenden Wochen. Zugleich weiß er, dass dies nicht selbstverständlich ist: „Aber das ist oft einfacher gesagt. Fußball muss gespielt werden.“
Leiferde hat sich mit zwölf Punkten zunächst ein Polster erarbeitet. „Die anderen Mannschaften wollen ja auch die Punkte mitnehmen. Daher: Wir haben zwölf Punkte auf der Habenseite. Alles, was on top kommt, nehmen wir gerne mit“, sagte Pasemann.
Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf misst der Trainer den nächsten Spielen zusätzliche Bedeutung bei. „Der Oktober wird ja dann der schwierigere Monat von den Namen her gegen die vermeintlichen Top-Mannschaften“, erklärte er. Deshalb wolle Leiferde bereits jetzt möglichst viele Punkte sammeln und sich einen Vorsprung erarbeiten. „Da wollen wir uns bestmöglich weiterhin einen Puffer aufbauen, jetzt am Wochenende sowie auch nächste Woche.“