
FC Polonia Berlin – Hertha BSC Ama Zwee 1:3
16.Spieltag Kreisliga A Berlin Staffel 3 Saison 2024/2025
Donnerstag, 20.03.2025 19:30 Uhr
Sportplatz Hatzfeldallee
Ca. 80 Zuschauer
Die letzten Tage waren wirklich anstrengend:
Eine Tour nach Oberfranken, in der Firma zum Social-Media-Beauftragten ernannt worden und natürlich die eigenen Kanäle, die wachsen und damit regelmäßig gefüttert werden wollen.
Dazu kommen wirklich nervige Schlafprobleme, und ich muss seit Wochen mindestens 2–3-mal pro Nacht pinkeln. Geschwollene Nebenhöhlen und eine leichte Entzündung im Rachen bewirkten im Zusammenspiel mit der Schlafapnoe zusätzlich, dass eine erholsame Tiefschlafphase verhindert wurde.
Also wirklich suboptimal aktuell.
Kein Wunder, dass ich am heutigen Donnerstag, während des Familiennachmittags, im Sessel meiner Mutter einschlief. Das war ein wichtiges Powernapping, denn es stand noch ein Auswärtsspiel der Ama Zwee auf dem Programm. Und weil dieses Spiel auf den Familientag fiel, musste das Aufnehmen des Podcasts nach hinten geschoben werden.
Eigentlich nehmen mein Bruder und ich immer vor dem Familientag auf, aber weil dieser heute früher beendet werden musste, hatten wir beschlossen, nach den Ama Zwee aufzunehmen.
Es stand mir also eine halbe Nachtschicht bevor, und das Nickerchen im Sessel sollte mir helfen, das zu überstehen.
Ungefähr eine Stunde vor dem Anpfiff verließ ich die Familie und startete in Richtung Tegel. Ich hatte mich schon die ganze Saison auf das Spiel bei Polonia gefreut. Dieser Verein ist grundsympathisch, und der Platz an der Hatzfeldallee fehlte mir noch.
Nach einer geschlossenen Bahnschranke, kurz vor dem Ziel, an der ich fast so lange wartete, wie ich bis hierher gefahren war, erreichte ich mein Ziel.
Neben dem Hauptplatz, der wirklich garstig eng ist, befinden sich noch ein kleines Halbfeld und ein Basketballplatz. Auf diesem war eine Gruppe Menschen gerade mit einem komischen Sport beschäftigt: Zu Queen-Dance-Mix-Klängen hüpften sie auf Schuhen mit einer Art Sprungbrett darunter herum.
Die Musik ballerte auch noch, als der Ball bereits rollte. Eventuell irritierte das die Herthaner, denn die erste halbe Stunde war fest in Polonias Hand. Folgerichtig gingen die Gastgeber nach 26 Minuten mit 1:0 in Führung.
Aber irgendwas ist mittlerweile bei den Ama Zwee anders als in so vielen Spielen zuvor: Anstatt sich nun gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, pushte sich die Mannschaft – und Justin, den wir am Spielfeldrand nur noch „die Perle“ nennen, Perlick, schlug umgehend zurück und erzielte nur zwei Minuten später den Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel – die Musik vom Basketballplatz war inzwischen verstummt – kamen die Ama Zwee deutlich besser ins Spiel. Nach einer Stunde Spieldauer wurde Carlos im Strafraum zu Fall gebracht, und der Schiri entschied sofort auf Strafstoß.
Die Perle übernahm die Verantwortung und brachte Hertha problemlos in Führung.
Kleine Anekdote zwischendurch zum Schiri, der das Spiel hier wirklich gut leitete: Bei einer Abseitsstellung konterte er auf die Beschwerde eines Spielers, dass er sich bei solch engen Situationen einfach auf seine Assistenten verlassen muss. Wer den Witz nicht versteht: In der Kreisliga gibt es keine Assistenten.
Das Spiel war 15 Minuten vor dem Ende entschieden, nachdem die Perle das 1:3 erzielt hatte und kurz darauf ein Polonia-Spieler mit glatt Rot vom Platz flog. Ihm waren nach einem harten Zweikampf die Sicherungen durchgebrannt, und er hatte seinen Gegenspieler geschubst.
Nach dem Abpfiff ließ sich die Mannschaft von den anwesenden Herthanern zu Recht feiern, und dann ging es – für mich auf jeden Fall – zur Podcast Aufnahme und gegen 0:30 Uhr ins Bett.
Natürlich träumte ich vom Aufstieg, denn wir Herthaner verkehren zu gerne die Realität und sind nach vier Spielen ohne Niederlage und drei gewonnenen Spielen in Folge größenwahnsinnig geworden.
Ha Ho He Amateure Zwee
Der Kuttenkönig