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Allgemeines

MTV Rehren etabliert sich in der Spitzengruppe

Eine Hinrunde zwischen Konstanz, Mut und neuer Stabilität - so blickt Trainer Schönherr auf die erste Saisonhälfte

von FD · 05.01.2026, 11:56 Uhr · 0 Leser
– Foto: Wibke Pinkenburg

Als die Bezirksliga Hannover 3 in die Winterpause ging, fand sich der MTV Rehren dort wieder, wo man sich im Sommer allenfalls vorsichtig verortet hatte: mitten in der erweiterten Spitzengruppe. Platz vier, 30 Punkte aus 15 Spielen, nur drei Niederlagen – die Hinrunde des MTV ist mehr als nur eine Momentaufnahme, sie ist Ausdruck einer sportlichen Entwicklung, die zunehmend Konturen annimmt.

Trainer Mike Schönherr spricht entsprechend zufrieden über die erste Saisonhälfte: „Mit den 30 Punkten können wir wirklich sehr zufrieden sein. Wenn uns das vor der Saison einer gesagt hätte, hätten wir das komplett unterschrieben.“ Neun Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen – und keine davon deutlich.

Auffällig ist vor allem die defensive Stabilität. Mit nur 16 Gegentoren stellt Rehren eine der besten Abwehrreihen der Liga. Lediglich Tabellenführer Pattensen und Verfolger Eldagsen sind defensiv ähnlich konstant. „Defensiv haben wir uns absolut stabilisiert, wenn man das noch mit letzter Saison vergleicht. 16 Gegentore in 15 Spielen – das ist schon ein Topwert“, betont Schönherr.

Diese Stabilität ist kein Zufall, sondern Ergebnis klarer Abläufe und einer gewachsenen mannschaftlichen Geschlossenheit. Gegner, die Rehren dominieren konnten, suchte man bislang vergeblich. „Uns hat noch kein Gegner so richtig an die Wand gespielt“, stellt der Coach nüchtern fest.

Zu den Highlights der Hinrunde zählen zweifellos die Siege gegen direkte Konkurrenten und Topteams. Rehren schlug sowohl Pattensen als auch Eldagsen – die beiden Mannschaften, die aktuell noch vor dem MTV stehen. „Wir haben die Top-Teams geschlagen – die Pattensener, die Eldagsener“, erinnert Schönherr und unterstreicht damit den Anspruch, sich dauerhaft im oberen Tabellenfeld zu behaupten.

Dass Rehren trotz dieser Ausrufezeichen nicht an der Spitze steht, liegt weniger an fehlender Qualität als an Nuancen: knappe Niederlagen gegen Immenhausen, Springe und Lindhorst, allesamt Spiele auf Augenhöhe. „Die Spiele, die wir verloren haben, haben wir knapp verloren“, sagt Schönherr – ein Detail, das Mut macht statt Frust zu hinterlassen.

Mit Rang vier ist der MTV Rehren derzeit erster Verfolger des Spitzentrios Pattensen, Ihme-Roloven und Eldagsen. Der Rückstand auf Platz eins beträgt lediglich sechs Punkte – bei gleichzeitigem Vorsprung auf Teams wie Arnum, Enzen oder Springe. Für Schönherr ist die Tabellenposition folgerichtig: „Wir sind oben noch dran, wir haben nicht abreißen lassen.“

Der Trainer formuliert den Anspruch klar, ohne ihn zu überhöhen: „Wir sind jetzt Vierter und wollen uns da auch gerne halten.“ Der ursprüngliche Saisonzielkorridor – ein Platz unter den ersten acht – ist längst übertroffen. „Wenn man da steht, will man sich natürlich auch nicht verschlechtern.“

Verbesserungspotenzial sieht der Coach vor allem offensiv: „Da müssen wir vielleicht noch ein bisschen effizienter werden.“ Doch auch hier überwiegt der Optimismus – gerade mit Blick auf die jungen Spieler, die zunehmend Verantwortung übernehmen.