2026-01-09T09:36:09.492Z

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– Foto: Markus Becker

MTV krönt sich erneut zum Stadtmeister

3:2-Finalsieg gegen den SV Fümmelse beschert den Wolfenbüttelern den 20. Titel beim Budenzauber

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Der MTV Wolfenbüttel hat seine Vormachtstellung beim Hallenfußball in der Lessingstadt eindrucksvoll bestätigt. Durch einen 3:2-Erfolg im Finale gegen den SV Fümmelse verteidigte der Oberligist bei der 37. inoffiziellen Stadtmeisterschaft seinen Titel – und feierte zugleich bereits den 20. Triumph beim traditionellen Budenzauber zu Jahresbeginn.

Erst der Schlussgong brachte endgültige Erlösung, nachdem das Endspiel in der gut gefüllten Sporthalle an der Ravensberger Straße noch einmal zur Nervenprobe geworden war.

Klare Marschroute am Finaltag

Wie bereits in der Vorrunde setzte Trainer Deniz Dogan auf zwei feste Spielerblöcke. In der ersten Formation agierten André Linek, Johannes Patz, Jonas Klöppelt und Hannes Joppich, im zweiten Block Eric Hammer, Maximilian Moslener, Hadi Abou-Raya und Ben Böder, der den erkrankten Phil Brand ersetzte. Eike Binder stand im Tor, bei eigenem Ballbesitz übernahm jedoch Yannick Könnecker als spielstarker Feldspieler zwischen den Pfosten den Aufbau.

Der Weg ins Finale verlief souverän. In der Gruppenphase des Finaltages ließ der MTV dem SV Halchter (5:1), dem SV Wendessen (6:1) und dem FC Arminia Adersheim (5:1) keine Chance. Im Halbfinale wartete mit dem BV Germania Wolfenbüttel der Ausrichter. Der Landesligist bot dem Favoriten im Stadtderby einen offenen Kampf, mehr als der Anschlusstreffer zum 3:4 durch Lando Baerwolf in letzter Minute gelang jedoch nicht.

Dramatisches Finale gegen Fümmelse

Das Endspiel begann aus MTV-Sicht ideal. Nach exakt zehn Sekunden traf Könnecker zur Führung, wenig später erhöhte Joppich auf 2:0. Doch ein von Patz als „ganz dumm“ bezeichneter Neunmeter brachte den SV Fümmelse zurück ins Spiel. Torben Reihers verwandelte sicher, kurz darauf glich Lukas Kendzia aus.

„Dann war die Halle natürlich auch gegen uns, während die Fümmelser die zweite Luft gekriegt haben“, schilderte Patz die Stimmung. Eine Minute vor dem Ende erlöste der Linksverteidiger den Titelverteidiger selbst: Nach Vorlage von Könnecker jagte „Jojo“ den Ball mit links ins untere rechte Eck – 3:2.

Der Treffer hatte eine besondere Note. Patz spielte in seiner Jugend für den SV Fümmelse, seine Eltern leben noch dort, der Kontakt zu den Spielern ist nie abgerissen. Im Vorfeld hatten diese gescherzt, dass er gegen sie kein Tor erzielen werde. Patz widerlegte das eindrucksvoll.

Anerkennung für einen besonderen Titel

„Solche Spiele machen meistens auch mehr Bock, als 7:0 zu gewinnen“, meinte der Matchwinner später. Trainer Dogan pflichtete ihm bei: „Es ist schön, wenn es auch mal ein bisschen spannender ist. Fümmelse hat sich das auch verdient, sie waren extrem motiviert. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden – die Jungs haben es super gemacht.“

Bei der anschließenden Cup-Party erhielt Hannes Joppich die Auszeichnung als „Bester Spieler“ des Turniers. Mit 14 Treffern wurde er zudem Torschützenkönig, vor Jonas Klöppelt (10) und Johannes Patz (8, geteilt mit Torben Reihers). André Linek wusste, „dass das Turnier gerade für die Wolfenbütteler Hannes und Klöppi etwas Besonderes ist“. Patz ergänzte: „Die beiden sind einfach geile Hallen-Zocker, haben vorne gut kombiniert und schöne Tore geschossen.“

Der MTV Wolfenbüttel bleibt damit das Maß der Dinge beim Stadtturnier – und setzt seine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte in der Halle fort.

Aufrufe: 012.1.2026, 10:30 Uhr
redAutor